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Autor Thema: radioaktive Röhren  (Gelesen 3179 mal)

wrdmstr inc.

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #15 am: 22. September 2019, 20:04 »
Funkenstrecke Signalite TG-30 , muss aus den 60ern oder 70ern sein, Aufschrift less than 5µc Cs-137,
alle drei zusammen mess ich mit SBM-20    2,5µsv/h

DL3HRT

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #16 am: 06. Oktober 2019, 12:03 »
Zitat
SIEMENS 108C1 OB2 - ein Stabilisatorröhre.
Es soll wohl ein kleine Menge Cs-137 drinsein, mit dem RadiaScan 701A misst man ca. 0,4 µSv/h bei entferntem Energiefilter.
Reinhard Lauterbach schreibt in [1], dass er mehrere Röhren dieses Typs besitzt, von denen nur eine messbar strahlt.

DG0MG hat mir die Röhre gestern zum Messen gegeben. Es ist kein Cäsium-137 drin. Hatte mich auch schon gewundert, dass sich von außen etwas messen lässt. Stattdessen enthält die Röhre eine sehr geringe Menge Radium-226. Die Tochternuklide kann man klar im Gammaspektrum sehen. Die Aktivität ist allerdings gering.

Zugpferd

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #17 am: 09. August 2020, 23:30 »
Bis wann wurde Cs137 in Röhren verbaut um explizit nach solchen zu suchen um sie als Prüfstrahler zur Energiebestimmung bei Gammaspektroskopie nutzen zu können?

Gibt es auf den Röhren ein Herstellungsdatum welches einem erlaubt auf die verbliebene Aktivität zu schliessen?

Irgendwann wurde ja scheinbar kein Cs137 mehr eingesetzt daher wird diese Quelle ja nach einigen HWZeiten versiegen...

stoppi

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #18 am: 10. August 2020, 10:21 »
Radioaktive Röhren habe ich auch so einige.

1.) spark gap tube TG-30: Cäsium 137

2.) spark gap tube TG-36: Cäsium 137

3.) spark gap tube TG-57: Cäsium 137

4.) Röhre 427A: Krypton 85, mit Geigerzähler kein Anstieg der Zählrate messbar

5.) Röhre Cerberus GR20: Krypton 85, keine Aktivität messbar mit Geigerzähler

Bezugsquelle für radioaktive Röhren: https://vacuumtubes.net/


Fusor

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #20 am: 23. Oktober 2020, 10:04 »
Die hübsche kleine Ebay Röhre:

https://www.ebay.de/itm/Not-a-small-TH11G-TX11G-rare-thyratron-tube-with-Ni-63-isotope-NOS/113882412642?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2057872.m2749.l2649

ist generell ein schönes Spielzeug wenn man sich für so etwas interessiert- besonders für 10USD- und nimmt in der Röhrensammlung auch nur wenig Platz weg!

Mit meinem Eberline E600 und einem "SHP 360 Pfannkuchen" steigt die Zählrate immerhin von 175 (Hintergrund- hauptsächlich wegen unserer Bodenfliesen  :rofl:) auf um die 245... Da es sich um einen Beta Zerfall handelt hätte ich auch keinesfalls mehr erwartet und die "Kupfer Tochter" ist stabil  :)


Zugpferd

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #21 am: 23. Oktober 2020, 13:30 »
Deine  ist angekommen?
Hm, meine noch nicht :( :(

Peter-1

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Rundfunkröhre
« Antwort #22 am: 25. Oktober 2020, 10:45 »
Habe in meiner Kiste mit alten Röhren gestöbert und es fiel mir ein Exemplar von Telefunken mit leicht erhöhtem Wert auf. Also ab in die Meßkammer. Die Endröhre AL4 ist zwar gut bekannt, aber als Strahler doch sicher recht ungewöhnlich.
Ob nun im Anodenblech, oder auf dem Heizfaden Thorium aufgebracht ist, ist mir nicht bekannt. Jedenfalls ist das Spektrum gut dem Thorium zuzuordnen.
Gruß aus Bayern - Peter

NoLi

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #23 am: 25. Oktober 2020, 11:09 »
Ob nun im Anodenblech, oder auf dem Heizfaden Thorium aufgebracht ist, ist mir nicht bekannt. Jedenfalls ist das Spektrum gut dem Thorium zuzuordnen.

Hallo Peter.

Es ist die Kathode/der Heizfaden (Thorium erniedrigt die erforderliche Elektonenaustrittsenergie aus der Kathode von 4,6 eV auf 2,6 eV und erhöht damit die Ausbeute). Gleiches Prinzip wie bei thorierten Wolfram-Scheisselektroden (die "WT-..").

Gruß
Norbert
« Letzte Änderung: 25. Oktober 2020, 20:56 von NoLi »

DL3HRT

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #24 am: 25. Oktober 2020, 11:40 »
Zitat
Wolfram-Scheisselektroden
Wie wendet man die an?  ;)

NoLi

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #25 am: 25. Oktober 2020, 20:08 »
Ups, dieser Schlingel von kleinem "w" hatte sich irgendwo verkrümelt...:whistle3:

Gruß
Norbert

DG0MG

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #26 am: 08. November 2020, 17:56 »
die Elesta ER21A. Diese ist baugleich zur Cerberus GR16.
[..] bei den äußeren Röhren überhaupt nicht. Das heißt aber nicht, dass die äußeren Röhren nicht radioaktiv sind bzw. waren. In einem Datenblatt zur baugleichen GR16 von 1966 steht, dass die Röhren mit Tritium vorionisiert wurden. Das lässt sich von außen mit einem Geigerzähler nicht messen. Außerdem sind seit den 1960er Jahren bereits so viele Halbwertszeiten vergangen, dass von der möglichen Tritium-Aktivität kaum noch etwas übrig sein dürfte.

Ich habe hier ebenfalls eine ELESTA ER21A, an der ich mit meiner Technik NICHTS messen kann.


NoLi

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #27 am: 08. November 2020, 19:45 »
Ich habe hier ebenfalls eine ELESTA ER21A, an der ich mit meiner Technik NICHTS messen kann.

Ergo ne Tritium-Röhre... :)

Gruß
Norbert

Butterfly

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Röhre GR-16
« Antwort #28 am: 05. Dezember 2020, 20:53 »
Habe mir eine Röhre GR-16 ersteigert mit der freudigen Erwartung dort Radium zu finden. So wird das jedenfalls in den Weiten des Netzes suggeriert. ..
Die Röhre zeigt überhaupt keine Aktivität, nun bin ich doch etwas enttäuscht  :(
Gab's auch welche ohne?

NoLi

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Re: radioaktive Röhren
« Antwort #29 am: 05. Dezember 2020, 21:05 »
Habe mir eine Röhre GR-16 ersteigert mit der freudigen Erwartung dort Radium zu finden. So wird das jedenfalls in den Weiten des Netzes suggeriert. ..
Die Röhre zeigt überhaupt keine Aktivität, nun bin ich doch etwas enttäuscht  :(
Gab's auch welche ohne?

Ohne Radium ja, dann aber mit Tritium, so ab dem Jahr 1966 (Beta-Strahler mit max. Energie von 18,6 keV). Da misst Du außen nicht mehr.

Gruß
Norbert