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Autor Thema: Bleiburg bauen?  (Gelesen 70 mal)

Floppyk

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Bleiburg bauen?
« am: 11. Oktober 2019, 12:01 »
So langsam lese ich mich durchs Forum.  :o

Interessant wäre der Bau einer "Bleiburg". Die Idee hatte ich schon länger. Mir mangels es nicht an beschaffbarem Blei. Als Schütze und Wiederlader habe ich viel mit Blei zu tun und kann notfalls auch Blei aus den Geschossfängen bergen. Ob dieses Blei auch wirklich dazu taugt, muss man sehen. Geschossblei in in aller Regel legiert, um dessen Härte zu steigern.
Ich habe auch mal mehrere hundert Kilo Blei aus Auswuchtgewichten gesammelt, aber das ist mittlerweise zu Geschossen umgegossen worden und teilweise auch inzwischen verballert.
Aber ich verfüge noch einige Dutzend Kilo in Barrenform.
Nun zu Kern meiner Frage:
Ich verfüge über einen Gasbrenner und auch den Platz, wie auch eine Maske, um Blei umschmelzen zu können. Ich habe auch eine Barrenform und genau diese ist das Problem. Daraus entstehen Barren von um die 500 g Gewicht, aber die Kanten sind konisch. Überhaupt ist es schwer eine Oberfläche so regelmäßig zu gießen, dass eine stapelbare Oberfläche entsteht. Ich habe auch keine Möglichkeit die Barren maschinell entsprechend zu bearbeiten.
Also, wie vorgehen?

Was das Blei betrifft, so gibt es unterschiedliche Sorten. Ich las mal etwas von "low Alpha Blei". Da Blei ja das Endprodukt aus der Zerfallsreihe von Uran ist, sind ja durchaus noch aktive Restbestandteile enthalten, die eine Messung sicherlich beeinflussen könnten.
Wird da tatsächlich Blei vermessen und entsprechend sortiert, damit es für eine Bleiburg tauglich ist?

DL3HRT

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Re: Bleiburg bauen?
« Antwort #1 am: 11. Oktober 2019, 13:01 »
Zitat
Wird da tatsächlich Blei vermessen und entsprechend sortiert, damit es für eine Bleiburg tauglich ist?
Für uns "Normalverbraucher" ist das weniger relevant. Der Gehalt an Blei-210 ist so gering, dass wir es bei unseren Anwendungen gar nicht bemerken. Das spielt erst eine Rolle, wenn es auf hochgenaue Messungen mit modernen Detektoren ankommt.

Da ich über keine Bleivorräte verfügte musste ich in den sauren Apfel beißen und das Blei kaufen. Ich habe mich für Walzblei entschieden. Das gibt es in verschiedenen Breiten und Dicken. Es lässt sich gut zu einer Rolle wickeln und man ist flexibel bei der Gestaltung der Wandstärke.

Bevor du aber loslegst solltest du die Dimension der Bleiburg festlegen und das Gewicht berechnen. Da kommt schnell mehr zusammen, als man vermutet. In meinem Fall sind es ca. 150 kg Blei geworden und ich hätte gerne noch etwas mehr Wandstärke...

Floppyk

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Re: Bleiburg bauen?
« Antwort #2 am: 11. Oktober 2019, 13:22 »
Du kannst gern mal Schießstände anfragen. Die sind froh wenn da jemand das Blei rausholt, sofern diese das Blei nicht an die Metallhändler verkaufen, wie das mit den Messinghülsen üblich ist.
Allerdings gibt es verschiedene Kugelfänge. Alte sind oft noch Sandfänge, wo man den Sand sieben müsste. Neuere Fänge bestehen aus Stahllamellen, wo die Geschosse senkrecht nach unten fallen. Die liegen dann einfach unten, wo man mit Schaufel und Besen das zusammen kehren kann.
Allerdings sollte man beim Umgang mit Blei Vorsicht walten lassen, aber ich gehe davon aus, dass das ein Jeder hier weiß.

Sollte das aber möglich sein, rechne in Tonnen (!), was auch die Transportmöglichkeit betrifft. Mit einem privaten PKW im Kofferraum würde ich die Eimer nicht stellen wollen.

DG0MG

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Re: Bleiburg bauen?
« Antwort #3 am: 12. Oktober 2019, 12:22 »
Ich hatte vor ner Weile auch mal das Bedürfnis nach einer Abschirmung, um die Nullrate eines Eigenbau-Gerätes mit 4* SBM-20 Zählrohren zu bestimmen.

Zum Glück hatten sich über die Jahre eine Reihe von Bleigel-Akkus angesammelt, die dazu Verwendung fanden.

Das wird sicher noch nicht das Optimum gewesen sein, aber wie man im Diagramm sieht, ist die Wirkung deutlich zu spüren: Die Nullrate sank auf etwa die Hälfte.

Floppyk

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Re: Bleiburg bauen?
« Antwort #4 am: 12. Oktober 2019, 17:40 »
Ist da nicht 10 € Pfand pro Batterie drauf?  ;D

DG0MG

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Re: Bleiburg bauen?
« Antwort #5 am: 12. Oktober 2019, 18:04 »
Nee, nur auf Autobatterien.  :unknw:

Aber ich hab sie dann später für 30 cent/Kilo beim Altmetallhändler abgegeben.