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Autor Thema: Befürchteter Unfall mit radioaktiver Substanz im Manchinger Airbus-Werk.  (Gelesen 422 mal)


DG0MG

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Man weiß nun trotzdem nichts genaues.
Americium, um das Beschlagen von Scheiben zu verhindern?
Ein Topf, der von irgendwo oben versehentlich nach unten auf den Boden kracht?

Wie muss ich mir das vorstellen?
Steckt da noch ein öliger, langstieliger Pinsel drin, mit dem irgendwas eingestrichen wird?  :o

Immerhin ein Lob an den "Donaukurier", der die verfehlte Informationspolitik ausführlich beschreibt und anprangert.

DG0MG

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Interessant auch, dass man das vom Donaukurier angesprochene Bloggerposting von Thomas Thoene

auf https://o-thoene.de nicht (mehr?) findet.

NoLi

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>> Steckt da noch ein öliger, langstieliger Pinsel drin, mit dem irgendwas eingestrichen wird? <<


Vielleicht so einer wie hier:

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Am-241_Brush.jpg

Obwohl, dieser Pinsel hier wurde damals, vor 50 Jahren, im Schallplattenfachgeschäft zur Entladung von statisch aufgeladenen und damit verstaubten Platten angeboten, gegen das Knistern beim Abspielen.


Statische Aufladung zieht Staub und Feuchtigkeit an, die Scheiben beschlagen schneller. Ich kann mir vorstellen, dass dieses Prinzip der Ableitung von durch Luftreibung erzeugte Elektrostatik auf den Scheiben durch alphastrahlenerzeugten Ionen auch beim Eurofighter angewendet wird, indem Alphapartikel aus Am-241 Quellen gegen die Scheiben geschossen werden.
Müsste doch dann eigentlich auch im Auto funktionieren... :unknw:...mit Bestandsteilen aus Ionisationsrauchmeldern. ;)


>> Ein Topf, der von irgendwo oben versehentlich nach unten auf den Boden kracht? <<

Wahrscheinlich der innere Sicherungsbehälter (Blechbüchse) des radioaktiven Versandstückes; wird in Typ-A Versandstücken eigentlich immer so gemacht; von außen nach innen: typgeprüfter Pappkarton (oder Blecheimer) - Styroporformteil - Blechbüchse - Styroporformteil - Bleibehälter.

Gruß
Norbert
« Letzte Änderung: 13. Januar 2020, 09:40 von NoLi »

NoLi

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DG0MG

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Vielleicht so einer wie hier: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Am-241_Brush.jpg
Obwohl, dieser Pinsel hier wurde damals, vor 50 Jahren, im Schallplattenfachgeschäft zur Entladung von statisch aufgeladenen und damit verstaubten Platten angeboten, gegen das Knistern beim Abspielen.

Sowas gibts immer noch ("Static Master"):

Der Pinsel enthält 500 µCi(!) Polonium-210 als starke Alpha-Quelle. Da die Halbwertszeit von Po-210 nur ~4,5 Monate beträgt, muss man den Strahler immermal erneuern. Demzufolge gibt es "Static Master Refills" in 1" oder 3" Breite: Ein kleines Goldplättchen, in dessem Inneren sich das Polonium befindet.

NoLi

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Aber jetzt mit Po-210, was wesentlich kurzlebiger (Halbwertszeit 138 Tage) ist als die Schweizer Am-241 Pinsel (Halbwertszeit 432 Jahre).
Trotzdem: die Aktivität von 500 µCi (= 18,5 MBq) ist schon ganz ordentlich hoch. Litwinenko wurde 2006 in London mit ca. 14 MBq Po-210, unbemerkt flüssig in seinen grünen Tee gegeben, vom FSB umgebracht.

Gruß
Norbert