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Autor Thema: Mirion MGP-HDS-101G  (Gelesen 2329 mal)

Zugpferd

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #105 am: 05. Oktober 2020, 16:10 »
In 3 Stunden läuft die Auktion aus die Norbert gepostet hat...

Dabei ist eine Wand /Stand/ Auto Halterung die beim Verkäufer rund 149Euro kostete, Ihr Geld aber meines Erachtens nicht wert ist.. immerhin hat man ein zweites Ladegerät mit Stecker...

eb

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #106 am: 05. Oktober 2020, 17:08 »
Guten Tag,

ich habe auch eines der MGP-HDS-101G von ebay erstanden, bin mir aber noch nicht sicher ob ich es behalten werde. Ich bin vor allem an der Suche von Uran und Thorium Mineralien interessiert und verwende dafür normalerweise ein Ludlum Model 3 mit einer Scinitillationssonde und einem selbst gebauten Geiger Detektor. Das Mirion ist für mich handlich um im Feld zwischen Uranium und Thorium Mineralisationen unterscheiden zu können aber ich wuerde es auch gerne zum lokalisieren unf verfolgen von Vererzungen verwenden. Eine Frage die ich hätte wäre ob der Empfindlichkeitsbereich im Search Modus verstellbar ist da er bei den Vererzungen an denen ich getestet habe sofort in die Sättigung geht. Anbei das Mirion im Feld.

Zugpferd

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #107 am: 05. Oktober 2020, 17:50 »
Hallo eb,
lese ich da 24µSv/h ? und das an drei Bowling Löchern?  ;)
Was ist das und wo ist das?

Hast Du denn auch die "London2012" Version? Der Lautsprecher ist dauerhaft deaktiviert und du kannst keine Einstellungen vornehmen?
Dann bist Du hier genau richtig...
Gruß Keule


eb

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #108 am: 05. Oktober 2020, 18:00 »
Hallo Keule,

das ist in Finnland an einer Uranvererzung. Die Bohrlöcher sind ca 20 Jahre alt und sind vom Finnischen Geologischen Survey. Es gab die Idee die hiesigen Atomkrafterke mit Uran aus Finnland zu betreiben aber ein Großteil der Lagerstätten sind unergiebig wie auch diese im Bild.

Auch ich habe die London 2012 Ausgabe :-) wie die meisten hier im Forum, mit all den kleinen Problemchen wenn man keine Anleitung und Software hat.

Cheers

Zugpferd

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #109 am: 05. Oktober 2020, 19:32 »
Also bezüglich Einstellungen, ich poste hier mal Einstellungen die ich noch nicht durchblickt habe...

Allerdings ist einiges auch plausibel, anderes würde ich mal wieder testen...


Zugpferd

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #110 am: 05. Oktober 2020, 20:05 »
So, und hier kann ich mal eine non-compliant Kalibrierung zeigen, allerdings musste ich die Cursor wirklich sehr dicht aneinander schieben.
Wieder mit Cs137

Henri

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #111 am: 05. Oktober 2020, 22:38 »
Das Rote ist die Vergleichskurve, das blaue das, was Du selbst aufgenommen hast, oder?

Vielleicht muss der Centroid (senkrechter Strich), der jetzt auf dem Peak der roten Vergleichskurve liegt, auf dem Peak der blauen Kurve liegen?

Und: Dein Strahler muss 500-5000cps generieren können. Kann er das? (und wie wollen die das mit K-40 als Referenzisotop sicherstellen???)

stsch69

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #112 am: 05. Oktober 2020, 22:42 »
Cool, was nutzt du da? Ist das nur ein Nuklid Finder oder ist das Spektrum aus dem HDS101 ?

Das ist "InterSpec". Die Software öffnet direkt die mit HDSmass gespeicherten .spe Dateien. Die Peaks findet die SW automatisch, aber leider nicht die zugehörigen Nuklide. Es ist aber eine gute Datenbank vorhanden mit welcher man die Peaks ganz gut zuordnen kann.

Das Programm kostet nichts.
Download:
https://github.com/sandialabs/InterSpec

stsch69

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #113 am: 05. Oktober 2020, 22:44 »

Und: Dein Strahler muss 500-5000cps generieren können. Kann er das? (und wie wollen die das mit K-40 als Referenzisotop sicherstellen???)

Das klappt auch mit weniger, dauert dann aber länger. Habe ich mal mit 250g KCl gemacht.

Zugpferd

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #114 am: 06. Oktober 2020, 15:56 »
Das Rote ist die Vergleichskurve, das blaue das, was Du selbst aufgenommen hast, oder?

Vielleicht muss der Centroid (senkrechter Strich), der jetzt auf dem Peak der roten Vergleichskurve liegt, auf dem Peak der blauen Kurve liegen?

Und: Dein Strahler muss 500-5000cps generieren können. Kann er das? (und wie wollen die das mit K-40 als Referenzisotop sicherstellen???)


Tatsächlich andersrum. Die rote ist gemessen, die türkisen ist gegeben. Was ich nun seltsam finde das das Spektrum insgesamt so hoch ist. Da ist ein Fehler drin... hatte vorher glaube ich mit Radium Röhre gemessen... Das hat er wohl übernommen... grrr. Dann muss ich das nochmal machen. Danke für den Hinweis... evtl ist deswegen auch die Kalibrierung im Eimer...

Janni

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #115 am: 17. Oktober 2020, 21:43 »
Bin auch gerade mit meinem HDS-101G am Spielen und hab die letzten Tage so dies und das ausprobiert. Jetzt messe ich gerade paar Spektren.  :)

Die Kalibrierung ist ja vor allen Dingen sehr einfach. Ich habe noch einen PDS 100G von Mirion (wollte ich auch mal irgendwann vorstellen), da ist die Kalibrierung komplizierter.

Was mich wundert ist, dass man die Kalibrierung an einem einzigen Peak vornimmt. Ich kenne das eigentlich sonst, dass man mindestens zwei Peaks braucht wegen der Linearität. Also idealerweise einen vorne und einen weit hinten im Spektrum... Aber hier kann man ja nur einen auswählen und das Spektrum passt ganz gut.  :))

Janni

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #116 am: 17. Oktober 2020, 22:04 »
Hier Uranerz aus Joachimstal

Janni

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #117 am: 17. Oktober 2020, 22:43 »
Thorium Glühstrumpf

Zugpferd

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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #118 am: 18. Oktober 2020, 09:06 »
Hier Uranerz aus Joachimstal

Uii, liegt ja exakt bei 609, wow.

Ich habe ein Problem beim HDS feststellen können bzw. Erkenne nicht wo ich das Verhalten abstellen kann.

Wenn man verschiedene Gegenstände hintereinander messen will zeigt das Gerät immer auch den vorherigen Peak an.

Misst du also Ra226 und willst danach Cs137 messen ist ein deutlicher Peak vom Ra226 vorhanden, es zieht also nach...
Bisher habe ich dazwischen immer das Gerät neu starten müssen, eine erneute Background Messung via Gerät klappt nicht, auch nicht via Software, es verbessert das Ergebnis zwar aber nein, er muss auf vergangene Daten zurückgreifen. Da gibt es irgendwie eine Latenz.

Evtl. Kann man das in den Einstellungen ändern, für mich klingt es etwas wie das beschriebene VBS, aber das hab ich deaktiviert.

Das finde ich ärgerlich, denn sehen tut man das nur im Softwaremodus, auf dem Gerät selber nicht. Und wer weiss was das Gerät macht wenn man es solo betreibt.

Die ganze Geschichte wird sicherlich den Hintergrund haben das die Messzeit dadurch wesentlich verkürzt wird, aber fürs Spektren ansehen und interpretieren ist es unschön.

Ich würde die anderen mal bitten sämtliche Einstellungen zu Posten, erst dann wird man sehen welche Parameter Gerätespezifisch und welche Anwendungsspezifisch sind.

Ich kann die gerne nochmal hintereinander weg posten, sonst sind die zuweit  verstreut im Beitrag.

Janni, ist dir das beim Messen vom Thorium aufgefallen nachdem Du Radium gemessen hast, oder hast du es dann korrigiert, oder die Messung sogar getrennt voneinander aufgenommen?

Was bisher geholfen hat ist die Spektren nur mit dem ersten erstellten Background (des Tages) zu vergleichen.
Ansonsten aktualisiert er scheinbar permanent das Background Spektrum und speichert es mit ab.




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Re: Mirion MGP-HDS-101G
« Antwort #119 am: 18. Oktober 2020, 09:14 »
Interessieren , oder spielen muss ich auch nochmal mit der Report Seite, dort kann man auch irgendwie eine Kalibrierung machen, mich wurmt es auch ein wenig das nur ein Nuklid herangezogen wird.
Aber selbst wenn ich mit Cs137 kalibriere liegt mein Gerät immer ca 4-5 keV daneben. (zuviel)
Auch das kann man glaube ich korrigieren hab mich nur noch nicht getraut die Parmeter zu ändern... und wüsste auch nicht welchen Parameter, das muss man erspielen...