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Autor Thema: Youtube-Sammelthread  (Gelesen 221 mal)

DG0MG

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Youtube-Sammelthread
« am: 17. März 2019, 19:05 »
Aus irgendeinem Grund sehenswerte Videos hier hinein!

Es gibt auch Kanäle, die sich mit diversen Geigerzählern befassen:

« Letzte Änderung: 11. September 2019, 11:07 von DG0MG »

DG0MG

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Re: Youtube-Sammelthread
« Antwort #1 am: 25. März 2019, 21:34 »
SPIEGEL-TV:

AKW-Abriss: Mit Flex, Kärcher und Wischlappen


Gerade einmal 13 Monate war das Kraftwerk Mülheim-Kärlich am Netz, lange lag es still, jetzt wird es abgerissen. Ein Gang durch eine milliardenteure Abrissstelle, der zeigt, wie Atomausstieg konkret funktioniert.


DG0MG

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Re: Youtube-Sammelthread
« Antwort #2 am: 07. September 2019, 19:54 »
Ein sehenswertes Grundlagen-Erklär-Video zur Atomphysik, Strahlungsarten, Aktivität, Halbwertszeit, Isotopen usw. mit Prof. Harald Lesch:


katze

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Re: Youtube-Sammelthread
« Antwort #3 am: 11. September 2019, 07:49 »
Ein sehr trauriges Thema ist ja der Einsatz von Uranmunition:



Der Film ist schon von 2003. Bei Minute 5 etwa sieht man das Messgerät, das der Arzt verwendet.

DG0MG

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Re: Youtube-Sammelthread
« Antwort #4 am: 11. September 2019, 08:17 »
Bei Minute 5 etwa sieht man das Messgerät, das der Arzt verwendet.

.. einen GENITRON mini monitor.

Der gezeigte Arzt Prof. Siegwart-Horst Günther war der erste, der den Zusammenhang zwischen Uranmunition und Erkrankungen der Bevölkerung und Soldaten öffentlich thematisierte.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Siegwart-Horst_G%C3%BCnther
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Uranmunition

DG0MG

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Re: Youtube-Sammelthread
« Antwort #5 am: 22. September 2019, 17:37 »
Ein intressanter deutscher Film aus 1958, der zeigt, wie weit man damals im Wissen um die Problemer radioaktiver Strahlung und deren Ursachen eigentlich schon war:

"Atomstaub über uns" - Gefahren radioaktiver Strahlung (Dokumentation, 1958)



u.a.:
- das japanische Fischerboot "Lucky Dragon", das bei einem Atombombentest verstrahlt wurde
- in Tonopah, Nevada gibt es mehr Geigerzähler als Fernsehantennen
- schon 1958 wird die Umweltradioaktivität in der Atmosphäre in Heidelberg durch Messung auf einem Schwebstofffilter und in München durch Untersuchung des Regens gemessen.
- ausführliche Behandlung von Missbildungen bei Neugeborenen, die Kernwaffenversuche werden dafür verantwortlich gemacht. Heute weiß man, dass für einen Teil davon das Medikament "Contergan" verantwortlich war.
- Die Sicherheitsvorkehrungen bei Kernreaktoren, Zitat: "Es müsste mit dem Teufel zugehen .."


DG0MG

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Re: Youtube-Sammelthread
« Antwort #6 am: 25. September 2019, 20:14 »

Selbst das recht merkwürdige Genre der "scripted Reality", manchmal auch "Hartz-IV-TV" genannt, hat das Thema Radioaktivität für sich entdeckt. Bei yt findet sich ein grausamer Ausschnitt aus einer 45-minütigen Folge von "Auf Streife - Die Spezialisten":



Zum eigenen Amüsement zwinge man sich auch mal, die Kommentare des offensichtlich eher jungen Publikums zu lesen. Da prallen Welten des Wissens aufeinander.

Die komplette Folge gibts direkt bei SAT1 (ab 17:10 min):

https://www.sat1.de/tv/auf-streife-die-spezialisten/video/3114-pleasure-island-ganze-folge

Der vollkommen krude Inhalt:
Ein Patient im weißen Kittel(!) wird mit Atemnot in eine Notaufnahme eingeliefert, die er hat, seitdem er seiner Frau beim Kochen helfen sollte (Hä? Im Kittel?). Aus der Tasche des Kittels fällt ein kleines Gläschen über das er mühsam hervorbringt, es wäre Uran darin, das er im Darknet gekauft hätte. Mit diesem Uran wolle er einen kleinen Atomreaktor bauen. Er liegt so mit Atemnot auf der Liege, von Arzt und Schwester umringt - seine Frau macht ihm darüber  Vorwürfe. Auf die vorerst in die Ecke gestellte kleine Dose wird eine "Bleischürze" vom Röntgen gelegt, die eher wie ein zusammengefaltetes Handtuch aussieht. Es wird die Feuerwehr gerufen, die unter Vollschutz SCHNURSTRACKS zu dem in der Ecke liegenden Gläschen geht und einen GAMMASCOUT(!) ranhält, nachdem sie mit einem Müllgreifer ausm Baumarkt die "Bleischürze" hochgehoben haben. Das Gläschen wird in eine Edelstahlthermokaffeekanne bugsiert und die Feuerwehr zieht damit ab. Als Krankheitsursache des Patienten stellt sich dessen vorsorgliche Einnahme von 30(!) Jodtabletten heraus.

EH, WER DENKT SICH SOWAS AUS und was hat der vorher geraucht?

Und in welcher Gehaltsklasse arbeitet der Requisiteur? Haben die überhaupt einen, oder macht den Job gar ein Praktikant?



Und nicht weniger schlimm ist diese Folge von "Klinik am Südring":



Die Patientin Angelika geht nach einer Hüft-OP nirgendwo ohne ihren "Talisman" - einem Stein - hin. Dem Arzt fällt auf dem Dosimeter einer Schwester eine Anzeige von 16 mSv auf. Später wird noch Haarausfall bei der Patientin festgestellt und die Feuerwehr gerufen. Die untersucht das Krankenzimmer. "Am Nachttisch haben wir einen erhöhten Wert von 19.8 MilliSievert festgestellt". "Milli" nicht "Mikro"! Und nicht "pro Stunde". Obwohl der Stein gar nicht da ist. Dann bei der Patientin, die den Stein in der Hand hat: Blick auf den GammaScout: "Joa, das Messgerät schlägt jetzt voll aus, 23 komma 6 Sievert.". Der Stein entpuppt sich als Pechblende und die Frau war strahlenkrank.

Gut, die Story ist nicht ganz so krude, wie die oben, aber trotzdem wär' es doch schön, wenn bei sowas mal ein Fachberater hinzugezogen würde, der wenigstens auf die gröbsten Patzer aufmerksam macht. Achtet mal auf die beiden Stellen, wo der Arzt auf das Dosimeter der Schwester schaut. Das ist so richtig gespielt, weil an der Jackentasche angebracht, wo man nie "zufällig" hinschauen würde. Dass "normale" Schwestern (also keine Röntgenschwestern) gelegentlich überhaupt Dosimeter tragen, scheint zu stimmen, wenn sie im Röntgen aushelfen oder so. Aber ich kenne Dosimeteranbringungsorte eigentlich immer in Brusthöhe, vielleicht findet sich mal ein Strahlenschutzbeauftragter, der mehr dazu weiss.