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Autor Thema: Das ODL-Messnetz des BfS  (Gelesen 1596 mal)

DG0MG

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #30 am: 22. Mai 2019, 10:32 »
Im youtube-Kanal des BfS findet sich ein Video in dem man vermutlich die "Bastelwerkstatt" sieht, wo die Sonden und Messwertsender repariert werden. Ich würde gerne mal eine Betriebsbesichtigung bei der Patenbrigade machen  ;)


DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #31 am: 25. Mai 2019, 20:27 »
Wir hatten uns heute auf die Suche nach den weiteren, tatsächlichen Standorten von ODL-Sonden begeben. Nachdem wir in Carlsfeld trotz einstündiger ergebnisloser Suche nach Johanngeorgenstadt weiterfuhren, trafen wir dort Steffen, der dort gut vorbereitet auf Tour war. Irgendwie hatten wir dort auch die "Filzbrille" auf und irgendwann knurrte uns der Magen, sodaß wir weiter nach OK fuhren. Dort gibt es auch ein Meßnetz

https://www.sujb.cz/aplikace/monras/?lng=en_GB

und ein Sensor soll beim Haus 245 in Prebuz (Frühbus) installiert sein. Als wir ankamen, entlud sich dort gerade ein mehrstündiges Gewitter mit Graupelschauern, sodaß wir nach angemessener Wartezeit beschlossen, den Rückzug anzutreten. Doch wollten wir uns noch nicht ganz geschlagen geben und fuhren  erst einmal zum Tanken nach Olovi. Dort kostete der Liter Super mit Kundenkarte 1,25 Euro - in DL derzeit knapp unter 1,60 Euro - obwohl in OK mehr Mehrwertsteuer kassiert wird.

Dort wurde auch wieder besseres Wetter und so begaben wir uns auf die Suche nach den Sonden in Erlbach, Adorf und Prex. In Klingenthal standen wir vor einem dauerroten Bahnübergang der Vogtlandbahn und nachdem vor und hinter uns viele Fahrzeuge gewendet hatten, entschieden wir uns für ein Umfahrung innerorts. Ein Zug fuhr nicht auf der Strecke und die anderen Bahnübergänge waren intakt.

Zwischenzeitlich rief Steffen an und vermeldete den Fund der Sonde in Johanngeorgenstadt.

Irgendwann kamen wir auch in Erlbach an, fanden an den vermuteten Stellen aber auch keine Sonde. Es konnte also nur noch besser werden.

Weiter ging es zum Krankenhaus Adorf. Wir parkten in der Nähe des Haupteinganges des Krankenhausneubaus und ließen unser Auge in die Landschaft schweifen. An Ende einer großen Wiese unterhalb eines sehr abgewirtschafteten alten Krankenhausgebäudes stand etwas, was einer ODL-Sonde ähnlich sah. Stark verwittert (derzeit im Netz als defekt gekennzeichnet) sahen wir das Zielobjekt - Bild 1 und 2. Wenigstens waren wir nicht ganz erfolglos auf Tour.

Weiter ging es nach Prex zu einem Wasserwerk. Dort war die Suchaufgabe nach paar Minuten Fußweg auch erfüllt - Bild 3 bis 5.

Ergebnis: magere 40% Erfolgsquote

DG0MG

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #32 am: 26. Mai 2019, 09:34 »
Zwischenzeitlich rief Steffen an und vermeldete den Fund der Sonde in Johanngeorgenstadt.

Eigentlich war ich aus einem anderen Grund in Johanngeorgenstadt. Nachdem dieser erledigt war, wollte ich natürlich auch nochmal nach der bisher dort fehlenden Sonde schauen. Im Vorfeld stand natürlich wieder ein intensives Betrachten der in Frage kommenden Gegend in GoogleEarth auf dem Programm - leider zuerst ohne ganz konkrete Verdachtsfläche.

Geholfen hat dann ein nasestoßender Hinweis von DG0JN:
In meinem weiter oben veröffentlichten KMZ-File mit den ungenauen (gerundeten) Positionen ist auch die Höhe über NN der jeweiligen Sonde mit hinterlegt! Das hab ich zwar selber gemacht, jedoch nur der Vollständigkeit halber - ohne zu ahnen, dass es mal ernsthaft helfen könnte  :blush:

Diese Höhenangabe ist NICHT ungenau, sondern stimmt auffallend gut.



In GoogleEarth wird die Geländehöhe unter dem Mauszeiger angezeigt.



Ich hab nun eine kleine Statistik mit den bisherigen gefundenen Sonden und den jeweils im KMZ und bei GE angegebenen Höhen gemacht:


                    Bodenhöhe lt.
                    KMZ  |  GE  | Diff.
-------------------------+------+-------
Chemnitz            416     417  +1 m
Ehrenfriedersdorf   563     566  +3 m
Eilenburg           116     117  +1 m
Gera                311     312  +1 m
Greiz               384     384   0 m
Johanngeorgenstadt  841     843  +2 m
Nobitz              210     189 -21 m
Oberwiesenthal     1214    1215  +1 m
Osterfeld           247     245  -2 m
Plauen              385     388  +3 m
Rodewisch           467     472  +5 m
Schleiz             501     502  +1 m
Schlema             379     380  +1 m
Triebel             493     492  -1 m
Waldenburg          266     270  +4 m
Weimar              329     327  -2 m
Zwickau             322     332 +10 m


Man sieht, man kann der Höhenangabe mit wenigen Metern Differenz glauben.

Im Flachland nützt diese Information nichts aber in bergigem Gelände hilft sie ungemein und so gab es in Johanngeorgenstadt (im ErzgeBIRGE) nur einen Flecken, der innerhalb des oben beschriebenen Geländevierecks lag und dessen Höhe etwa 841 m ü. NN betrug.

So findet sich die Sonde hinter einem Neubaublock südlich der Eibenstocker Straße auf der Wiese, ebenfalls wieder frei zugänglich. Die Bedingung, innerhalb 20 m Umkreis keine höheren Gewächse zu haben, scheint nicht (mehr) erfüllt - die sichtbare Baumreihe gab es vielleicht am Aufstellungszeitpunkt noch nicht.

Unmittelbar in der Nähe auch eine Radonmessstelle des Landes Sachsen.
« Letzte Änderung: 08. Juni 2019, 18:13 von DG0MG »

DG0MG

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #33 am: 27. Mai 2019, 00:49 »
@DL3HRT, @DG0JN:

Ist euch eigentlich schonmal aufgefallen, dass wir über die Jahre andauernd zusammen SONDEN suchen?

  • WetterSONDEN
  • SpionageSONDEN
  • OrtsdosisleistungsmessSONDEN

Dabei heißen letztere doch im Amtssprech eher "Messstellen".  :yes:

DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #34 am: 27. Mai 2019, 07:15 »
Nee, so bewußt noch nicht, nur habe ich selbst leider noch keine Spionagesonde gefunden  :(  - schade!

DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #35 am: 30. Mai 2019, 19:35 »
Nachdem wir letztens in Carlsfeld erfolglos die Heimfahrt angetreten haben, ging es heute Nachmittag nach Ehrenfriedersdorf. Nach vorangegangener Standortdiskussion und entsprechender Vorbereitung begaben wir uns erst mal zu Freibad. Noch offiziell geschlossen, war das Tor weit offen, da die Badesaison vorbereitet wurde. Nach kurzem Gespräch mit zwei Akteuren durfte ich das Schwimmbecken umrunden. Aber dort war nichts zu finden. Weiter ging es südwärts zum Gewerbegebiet zu einer "Verdachtsfläche" - auch dort nichts als hoher Rasen. Nun war das "Greifensteinstadion" an der Reihe. Die beiden Spielflächen waren von mehreren Seiten gut einsehbar - nichts, was auch nur annähernd wie eine ODL-Sonde aussah  :(

Aber so schnell gaben wir nicht auf und so wurden wir dann doch noch mit einem Blick auf die ODL-Sonde belohnt. Diese stand in der Südwestecke des Stadions zwischen zwei Fichtenhecken im Schatten einer hohen Fichte. Die BfS-eigene Standortvorgabe, im Umkreis von 20 m sollte kein höherer Bewuchs sein, wurde hier glatt negiert.

DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #36 am: 02. Juni 2019, 20:46 »
Da es auf unserer Liste noch genügend rote Markierungen gibt, fuhren wir heute mal Richtung Norden. Erstes Ziel war der Flugplatz in Nobitz. Dort schauten wir uns erst mal das Umfeld des Towers an, wohl wissend, daß dort eher keine Sonde steht, da außerhalb des Planquadrats. Der Tower lachte schön bunt angemalt - ein wahres Kunstwerk - doch dort prangte am Zaun von mehreren Seiten ein Piktogram mit einer durchgestrichenen Kamera. Das habe ich aber erst bemerkt, als schon ein Bild im Kasten war, da ich auf derartige Dinge in unserem "freien Land" nicht primär achte. Daher gibt es auch hier im Forum kein Bild davon. Aber das war ja auch nicht das Ziel unserer Suchfahrt. Der kostenpflichtige Parkplatz und die Wiesen um den Tower wurden gerade gemäht.

Wir fuhren also weiter Richtung Nord ins "Zielgebiet". Dort befindet sich das Museum "Flugwelt Altenburg" mit seinem Gebäude und zwei Außengeländen mit großem Fluggerät, auch der Bundeswehr und der Marine. Die hatten vor langer, langer Zeit also auch mal flugfähige, zuverlässige Technik. Ins Museum gingen wir nicht. Ich war dort schon mal drin und meine XYL ist kein Museumsfan. Im Freigelände war nicht das Gesuchte zu erblicken. Also schauten wir uns die anderen, frei zugänglichen Flächen bis zum Zaun, der um den Flugplatz führt an - nichts. Auch auf den Flächen dahinter war nichts zu sehen und Flugbetrieb war trotz schönstem Wetter eher spärlich. Wir fuhren noch eine Ehrenrunde zur Flugschule hinter dem Museum und stellten den PKW in den Schatten. Hier sahen die Wiesen schon wüster aus, da dieses Jahr noch nicht gemäht und man mußte schon genau hinschauen um hier evtl. etwas zu finden. Wir wollten schon schweren Herzens weiter fahren, da fiehl mir hinter dem Zaun in der Nähe einer Drehtür etwas metallisches auf. Dort stand im hohen Gras das Objekt. Noch eine Woche und die Sonde wäre nicht mehr zu sehen gewesen. Schnell also noch ein paar Bilder (Bild 1-3) gemacht. Das war dort nicht ausdrücklich verboten und weiter ging es Richtung Zwenkau.

Nach unzähligen Umleitungen erreichten wir das gut besuchte Freibad. Hier hatte man sämtliche Rasenflächen gut gepflegt und so mußte ich nur noch den richtigen, freien Blick zum Objekt haben. Um das Objekt führte entlang des Zaunes ein Weg, der einen Blick ins Bad von mehreren Seiten bot. Es dauerte auch nicht lange und schon hatte ich die Sonde im Blick. Sie steht dort etwas abseits der Fläche, wo zwischen zwei Toren Fußball gespielt wurde. Nun galt es noch möglichst unbemerkt ein paar Beweisfotos zu machen, ohne daß man gleich als Paparazie galt. Mit der Sonne im Rücken war das kein Problem (Bild 4-5), dann ging es zurück.

DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #37 am: 08. Juni 2019, 23:02 »
Heute, zum Pfingstsamstag ging es über Hohenberg an der Eger und Waldsassen und zurück über OK. Ziel war diesmal jedoch nicht die wunderschöne Burg Hohenberg und auch nicht Kappel und Basilika in Waldsassen. Nein, wir wollten mal sehen, wo in beiden Orten die ODL-Sonde versteckt ist.

In Hohenberg war unser erstes Ziel die Sportanlage am südwestlichen Ortsrand mit ausgedehnten Rasenflächen. Dort stimmte zwar die Höhe nicht, aber das hat noch nichts zu bedeuten. Die erfolglose Suche dort blieb nicht ganz unbeobachtet und so sprach mich eine Frau aus der Gaststätte nebenan an, ob sie mir helfen könne. Konnte sie aber leider nicht, denn sie hatte so etwas noch nie gesehen.
Es ging daher weiter zu einem Punkt, bei dem auch die Höhe annähernd stimmen könnte. Bei GE konnte man nicht so recht ausmachen, welche Funktion das Gebäude am zweiten Punkt hatte. Dort angekommen sahen wir bereits vom PKW aus, daß wir hier goldrichtig waren. Das kleine Gebäude entpuppte sich als Kläranlage für die oberhalb gelegene Wohnsiedlung an der Weißenbachstraße. Vom hoch stehenden Gras mal abgesehen, war hier kein höherer Bewuchs (Bild 1 und 2).

Nun kam die zweite Suchaufgabe in Waldsassen an die Reihe. Kläranlage und Freibad lagen zwar am Weg, aber außerhalb des "Zielgebietes". Und so war dort auch nichts zu finden. Weiter ging es in das Karree Schulstraße, Lämmerstraße, Goethestraße/Eichendorfstraße. Dort befinden sich mehrere Objekte in öffentlicher Trägerschaft - Polizeirevier, Grundschule, Mittelschule und Realschule - alle mit viel Rasen ringsum. Schließlich parkten wir bei der Realschule und betrachteten uns die ausgedehnten Grünanlagen, welche sogar gerade am Pfingstsamstag frisch bepflanzt wurden. Rechts vom Haupteingang war Kunst angesagt. Hier standen drei übergroße Köpfe, die den Eingang bewachten oder die Besucher observieren, die zur ODL-Sonde gehen, denn die fanden wir in der südwestlichen Ecke des Grundstücks. Der hohe Bewuchs in Form von Bäumen dürfte schon älter sein, als die Sonde. Hier hat es das BfS offensichtlich mit den eigenen Qualitätskriterien nicht so genau genommen (Bild 3-9).

DL3HRT

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Irgendwo im Nirgendwo - Die ODL-Sonde Lodmannshagen
« Antwort #38 am: 10. Juni 2019, 16:52 »
Wir waren über Pfingsten in Wolgast. Wenigstens eine der vier ODL-Sonden im Umkreis wollte ich finden. Da wir ohnehin in dieser Richtung unterwegs waren, habe ich mich für die ODL-Sonde Lodmannshagen entschieden.

Das Finden der Sonde war kinderleicht, denn sie steht "irgendwo im Nirgendwo"  :) Keine Bebauung, welche den Blick auf die Sonde versperrt. Zuerst ging es über Kopfsteinpflaster, welches vermutlich noch aus der Kaiserzeit stammt. Danach verlief die Route für etwa 2km  km auf einer landwirtschaftlichen Betonplattenstraße bis man zur Sonde gelangt. Zum Glück kommt man von dort aus zu Fuß weiter (siehe Fotos).

Standort der Sonde: 54°05'02.0"N 13°39'16.5"E

Die Sonde wird von Kühen und Reihern bewacht. Die Gegend dort ist richtig idyllisch. Schön, dass wir mal dort waren.

DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #39 am: 10. Juni 2019, 23:05 »
Nachdem wir gestern einen Ruhetag eingelegt hatten, zog es uns heute Richtung Grimma, denn dort galt es in Beiersdorf eine ODL-Sonde zu finden. Der Höhe nach tippte ich auf eine Waldwiese in der Nähe eines Steinbruchs. Das Steinbruchumfeld war von vielen Verbotsschildern der Basalt AG gekennzeichnet. Das hielt mich trotzdem nicht davon ab, das Gelände näher zu betrachten. Nach kurzer Zeit zeigte sich mitten in der Wiese das in der Sonne glänzende Zielobjekt (Bild 1 - 4).

Es war also nach dem schnellen Fund noch genügend Zeit, um eine weitere ODL-Sonde zu suchen. Ich wählte als nächstes Ziel Kleinpösna am Südostrand von Leipzig. Dort hatte ich allerdings außer den Koordinaten der Eckpunkte nichts Konkretes. Nachdem an der örtlichen Feuerwehr nicht das Gesuchte stand, bin ich zu Fuß durch die Straßen gegangen und betrachtete die gut gepflegten Gärten, den Spielplatz, den Friedhof, ein großes Gelände der örtlichen LPG..., fand aber nichts. Wo der Kindergarten sich befinden könnte, war mir unbekannt, da in der Kartensoftware nicht vermerkt. Die Sonne brannte, und so gönnten wir uns eher aus Frust noch ein Eis bei "Di Lago" in der Dorfstraße 39. Und während wir so unser Eis schlecken, schweift mein Blick auf ein Hintergebäude, was sich als Kindergarten entpuppt. Auf halbem Wege zum "Strolchenland" steht direkt unter einem Baum eine glänzende ODL-Sonde (Bild 5 - 10).

Eigentlich wollten wird dann noch in Leipnitz ein ODL-Rätsel lösen, was uns aber leider nicht gelang.

DL3HRT

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #40 am: 12. Juni 2019, 19:43 »
Nachtrag zur ODL-Sonde Lodmannshagen. Hier der Link zu den Daten: ODL-Sonde Lodmannshagen

DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS im Fränkischen Schiefergebirge
« Antwort #41 am: 15. Juni 2019, 21:13 »
Heute sollte unser Ziel das Fränkische Schiefergebirge sein. Dort waren wir schon lange nicht mehr und dort gibt es auch noch rote Kreise auf unserer Karte. Erstes Ziel war Gefell. Im Planquadrat waren nicht viel Möglichkeiten, geht man von Liegenschaften in öffentlicher Hand aus. So steuerten wir zuerst das örtliche Freibad an. Ein kleiner Plausch mit dem Bademeister führte aber nicht zum gewünschten Ergebnis. Er meinte, sein Bad und den Ort zu kennen und konnte uns nicht weiterhelfen. Die Besichtigung der wasserwirtschaftlichen Anlagen führten, soweit von öffentlichen Bereich einsehbar, auch zu keinem Ergebnis. Nach über einer Stunde vertaner Zeit und keiner weiteren Idee ging es daher weiter.

Zweites Ziel sollte die ODL-Sonde in Geroldsgrün in Franken sein. Hier fuhren wir zur Lothar-Faber-Schule oben auf dem Berg östlich des Ortes. Unser Fahrzeug parkten wir am Ende der Straße ab. Nach einer halten Runde um die Schule zeigte sich die Sonde in der südwestlichen Ecke vor einer Hecke. Schnell noch ein paar Bilder gemacht und weiter ging es (Bild 1 bis 7). Und wenn man das gelbe Etikette ganz genau betrachtet, dann sieht man, daß es davon verschiedene Versionen gibt. Es wurde überklebt und das Alte schimmert noch durch.

Sonde drei sollte in Wurzbach gefunden werden und bereitete uns einiges Kopfzerbrechen. Hier gab es in "Zielgebiet" Kindergarten, Grundschule, eine neue Sporthalle, Spielplätze, einen verwilderten Stadtpark, Skilift, ein nicht mehr genutztes Naturbad, DDR-Neubauten... und überall war nichts zu entdecken. Daher entschloß ich mich noch zu einer letzten Suche bei einem Wasserwerk auf der Höhe in der Südwestecke. Wir fuhren an einem Familotel vorbei zur nächstgelegenen Parkmöglichkeit. Gegenüber standen DDR-Neubauten, ziemlich abgewirtschaftet, in denen offensichtlich ausländische Mitbürger wohnten. Ich wollte schon Richtung Wasserwerk gehen, da bemerkte ich, daß am Ende eines gesperrten Weges ein altes Heizwerk aus DDR-Zeiten stand, gesichert mit Sperrscheibe und "Betreten verboten - Eltern haften für ihre Kinder". Da meine Eltern beide nicht mehr leben, brauchen die auch nicht mehr zu haften. Ich ging also noch ein paar Schritte, bis ich rechts im hohen Gras die ODL-Sonde sah. Das genügte mir für ein paar Aufnahmen. Im nicht mehr genutzten Heizhaus hat jetzt der Wurzbacher Schützenverein sein Domizil (Bild 8 und 9).

DG0MG

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS im Fränkischen Schiefergebirge
« Antwort #42 am: 16. Juni 2019, 08:41 »
Erstes Ziel war Gefell. [..] steuerten wir zuerst das örtliche Freibad an.

Ist der Sportplatz nördlich des Bades eingezäunt?

DG0JN

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #43 am: 16. Juni 2019, 19:36 »
Ist der Sportplatz nördlich des Bades eingezäunt?

Nein, das ist alles frei zugänglich und ich habe eigentlich in jede Ecke geschaut. Wo ich nicht alles sehen konnte, war bei einem Objekt der Wasserwirtschaft - siehe Anhang

DG0MG

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Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Antwort #44 am: 25. Juni 2019, 20:57 »
ODL-Messstelle Leipnitz.
Leipnitz ist ein beschauliches, kleines Dörfchen südöstlich von Leipzig und Ortsteil von Grimma.

Und Leipnitz hat einen Sportplatz - vermutlich ist das auch der Dorfplatz für diverse Feste wie das Maibaumsetzen. Die Höhe stimmte, das Gelände ist frei zugänglich. Von weitem hat man nur eine abgesteckte Tierweide gesehen, erst beim näheren Hinschauen entpuppte sich einer der weißen, in der Wiese steckende Stöcke dann doch als das gesuchte Messgerät.

Offenbar hat den Bauern dort niemand gesagt, dass das ein empfindliches Messgerät ist und es vielleicht nicht vorteilhaft sein könnte, den immerzu tickenden Hochspannungsweidezaun unmittelbar an der Sonde vorbeizuführen  :o
Hoffentlich ist das nicht der Grund, dass die Sonde auf der odlinfo-Seite aktuell als "DEFEKT" angezeigt wird.

Das Gebäude ist eine kleine Turnhalle, viele Räume schien es nicht zu geben. Was mich auf die Idee brachte, doch mal zum Fenster hineinzuschauen. Gute Idee! Man sieht den verschlossenen Schaltschrank mit der Aufschrift "BUND" und die Kabel, die hineingehen. In dem Schaltschrank befindet sich der Messwertsender (der Linux-Einplatinenrechner).
Auf dem Schaltschrank sieht man ein schwarzes Stummelchen, vielleicht werden hier die Daten trotz der sichtbaren TAE-Dose per Mobilfunk übertragen.