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Autor Thema: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue  (Gelesen 274 mal)

DG0MG

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IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« am: 11. April 2019, 16:40 »
Der WochenEndSpiegel, Ausgabe Aue/Schwarzenberg schrieb in seiner Ausgabe vom 19.10.2018 auf Seite 1:


"Wir sehen das Gelände der Industriellen Absetzanlage (IAA) Hakenkrümme östlich von Aue. Sie enthält sowohl radioaktiv belastete Altablagerungerungen des Uranerzbergbaus als auch bodenschutzrelevante konventionelle Altablagerungen, die eine Gefährdung für das Grundwasser darstellen."

Ist mir bisher noch nicht untergekommen.


DL3HRT

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #1 am: 11. April 2019, 17:19 »
In der "Chronik der Wismut" finden sich einige Daten.
  • Einspülzeit: 1949 - 1957
  • Fläche: 6 ha
  • mittlere Mächtigkeit: 10 m
  • Masse: 1.07 Mio. t
In etwa vergleichbar mit der IAA Dänkritz II.
Das sollte man sich einmal vor Ort anschauen.



DG0MG

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #2 am: 15. April 2019, 17:28 »
Da passiert offenbar schon was, es ist gerodet worden und die Kröten werden umgesiedelt:


Staasucher

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IAA Aue Hakenkrümme
« Antwort #3 am: 22. September 2019, 11:52 »
Bei meinem letzten Besuch waren bisher nur die Bäume entfernt. Aktivität ist überall festzustellen, besonders im hinteren Bereich zum Wald hin, dort kommt man an tiefere Schichten. Siehe Bilder 8)

Mal sehen wies ausschaut wenn diese Schichten freigelegt werden. :o

https://www.wismut.de/de/altstandorte_sanierung_aktuell.php?id=1801&back=altstandorte_sanierung_aktuell.php%3Fyear%3D2019%26index%3D0

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DG0MG

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #4 am: 22. September 2019, 12:28 »
  • Einspülzeit: 1949 - 1957

Für ne IAA (Schlamm aus der Erzaufbereitung) sieht das ziemlich hügelig aus?

DG0MG

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #5 am: 22. September 2019, 13:53 »
Für ne IAA (Schlamm aus der Erzaufbereitung) sieht das ziemlich hügelig aus?

Aha, im oben verlinkten Artikel auf der WISMUT-Seite steht:

Betrieben wurde die IAA bis 1956/57 und anschließend an die lokalen Verwaltungsbehörden zur weiteren Nutzung übergeben. Bis Anfang der 1980er Jahre wurde die Fläche der IAA als Deponie genutzt. Daher handelt es sich um eine sogenannte Mischaltlast.

Es wurde also noch "anderes" abgekippt.

DG0MG

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #6 am: 06. Oktober 2019, 22:57 »
Interessant ist, dass sich auf dem Gelände früher zwei WISMUT-Schachtanlagen befanden: Am südöstlichen Hang der Stolln 298 und ziemlich in der Mitte der ~136 m tiefe Schacht 305 - beide aus 1950. Bemerkenswert, dass man dann später genau dorthin Aufbereitungsschlamm pumpt, wie in ein Waschbecken mit Stöpsel. Die IAA liegt außerdem ca. 20 Meter über dem Wasserpegel des Schwarzwassers.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_aller_Wismutsch%C3%A4chte

Staasucher

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #7 am: 07. Oktober 2019, 11:41 »
Wenn die Schächte tatsächlich an diesen Stellen liegen würde es beim Abtrag interessant werden, die Halden dieser Anlagen sollten sich ja dann genau im Absetzbereich befinden :o :)
Auf die schnelle konnt ich jetzt nix zur lage dieser Schächte finden. Grad im Stress wegen Klinik aufenthalt.
Sollt ich nicht ewig da Hocken müssen, könnt ich aber Ende nächster Woche mal wieder vor Ort mir ein Bild machen  :D
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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #9 am: 07. Oktober 2019, 11:48 »
Und in der Chronik steht noch dazu woher das Material an sich kam, Objekt 100. Wurde direkt in einem Teil der Nickelhütte verarbeitet 8)
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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #10 am: 07. Oktober 2019, 11:50 »
Die Bergbauanlage dazu gehörten zum Revier Freibad/Hakenkrümme. Das wiederum zum Objekt 29
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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #11 am: 15. Oktober 2019, 13:06 »
Die Sanierung hat wohl begonnen. Morgen kann ich die Klinik verlassen. Denk Wochenende werd ich das erste mal vor Ort mich umschauen :) Werd paar Fotos machen 8)
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DG0MG

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #12 am: Gestern um 10:51 »
Die Sanierung hat wohl begonnen.

Nun, man hat am Dienstag den ersten Spatenstich getätigt.

Die "Freie Presse" schreibt heute:


"In diesem Jahr wolle man noch die Zufahrtsstraße fertigstellen, auf der die schweren Baufahrzeuge vom Becherweg aus auf das Gelände rollen, sagte Markus Oehme von der Baufirma Oehme aus Dorfchemnitz. "Mit den Erdarbeiten beginnen wir nach dem Winter, je nach Wetterlage. Bodenfrost stört uns weniger, aber der Schnee sollte weitgehend weg sein.""

Das klingt also nicht so, als ob da schon schwere Technik dort steht.

Staasucher

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Re: IAA 'Hakenkrümme' bei Aue
« Antwort #13 am: Gestern um 15:43 »
Hm..... Na mitn Spaten hätt ich ah selber mal e Loch machen können :D

Aber wozu....
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