geigerzaehlerforum.de

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Diese Geräte wurden u.a. von der Versandhandels-Firma Albert-Meyer-Elektronik (mit einigen Laden-Filialen), Hauptsitz Baden-Baden, ab dem Jahr 1986/1987 neben anderen Geigerzählern als Reaktion auf Tschernobyl angeboten. Ich nehme an, dass es sich bei diesen Geräten um damalige US-amerikanische Importe handelte, um die erhöhte Nachfrage nach Strahlungsmessgeräten schneller zu befriedigen. Brauchbare einfache deutsche Produkte von kleinen Herstellern, für den Laien geeignet (wie BEGA-10, Sanoquell, GMZ-1, GMZ-2, etc.) mit Preisen um DM 200.- kamen damals erst mit etwas Verzögerung auf den Markt.

Übrigens hatte die obige Firma als erste schnelle Reaktion auf Tschernobyl eine Ladung ältere US-militärische Survey Meter "AN/PDR-27" ergattert und vertrieben, bis die Aufsichtsbehörden einschritten: in den Gerätetransportboxen befanden sich neben Ersatzteilen u.a. jeweils ein stabförmiger Prüfstrahler Ra-226 mit 7 µCi (259 kBq)...

Gruß
Norbert
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Und hier die Bedienungsanleitung.
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Hier ein Bild von der Stirn
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Scheinbar ist ein defektes Zählrohr ein bekanntes Problem bei dem Teil. Ich hab zwei von den Dingern. Eins ebenfalls mit einer FHZ-74 und dann hat mich einer auf eBay noch mit einem defekten Modell betrogen. Das hat eine Endfenstersonde drin.
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Da es im Saarland bekanntlich wenig bis gar nichts zu messen gibt, ging es heute zu den Nachbarn nach Rheinland-Pfalz.
Direkt hier um die Ecke befindet sich die ehemalige Uranerzaufbereitungsanlage Ellweiler.
Das Ehemalige Betriebsgelände ist komplett saniert und die Gebäude wurden restlos rückgebaut. Dennoch gibt es die ein oder andere interessante Stelle vor Ort.

Auf opengeiger.de gibt es bereits ein recht ausführliches PDF Dokument zu der Location.
-> http://www.opengeiger.de/GeigerCaching/EllweilerBericht.pdf


Hinzuzufügen ist die starke Radonausgasung aus den Grundwassermessstellen auf einer der Halden.
Da eine der direkt nebeneinanderliegenden beiden Messstellen beschädigt war und die Abdeckung fehlte, ließ ich eine 6150 AD-17 Sonde ein Stück weit in das Rohr hinab. Ohne aufgesteckte Schutzkappe und luftdicht verpackt natürlich. Es wurden Werte zwischen 160 s-1 bis 175 s-1 gemessen.
Selbst nachdem die Sonde wieder aus dem Rohr gezogen wurde, sanken die Werte nicht mehr unter 30 s-1. Der schöne Gefrierbeutel, der als Kontaminationsschutz diente, hat seinen Zweck erfüllt und war nun also selbst kontaminiert. ;D









Was die Dosisleistung angeht sind die Halden eher unspektakulär. Das liegt aber auch daran, dass sie gründlich saniert und mit einer radonundurchlässigen Plane abgedeckt wurden. Über der Plane befinden sich 25 cm Kies als Schutzschicht, nochmal 60 cm Betonkies, wieder 20 cm Kies und letztendlich 95 cm Erde als Abdeckschicht.


Das ehemalige Abbaugebiet befindet sich Luftlinie ein paar hundert Meter weiter und liegt direkt nördlich von Ellweiler.
An einigen Stellen ist noch die Abbruchkante zu erkennen. An ihr lassen sich mit der AD-17 zwischen 0,5 bis 0,8 s-1 messen.








An manchen Stellen lassen sich auch noch Überreste der ehemaligen Anlage erkennen.






Steine, mal winzig klein, mal recht groß und sicher ein paar hundert Kilo schwer liegen dort reichlich herum.
Überwiegend allerdings ohne nennenswerte Ausbrüche nach oben was die Aktivität betrifft. Meistens bewegen sich die Werte wie an der Abrisskante und fast überall auf dem Boden zwischen 0,5 bis 0,8 s-1.
Allerdings gibt es auch ein paar Ausreißer. Bis zu 11,4 s-1 brachte zum Beispiel dieser ordentliche Brocken.






Die Dosisleistung direkt über dem Boden beträgt an manchen Stellen bis zu 0,9 Mikrosievert/h.



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Kaufberatung / Re: Pancake oder geschlossenes Zählrohr?
« Letzter Beitrag von Coopa am Gestern um 19:50 »
Hallo zusammen,

@Norbert: Gamma-Scout und CEM DT-9501 hatte ich bei meinem Recherchen anfangs auf der Karte, da wie von dir beschrieben recht großer Funktionsumfang inkl. Blenden, wenn auch nicht die beste Sensorik. Was mich vom Gamma-Scout eher wieder abgebracht hat ist einerseits die Größe und andrerseits die doch recht auffällige Optik. Man möchte das Ding ja dann auch mal unterwegs benutzen ohne dass die Leute denken es ist ein Atomunfall  passiert ;)
Beim CEM DT-9501 kam ich nach dem lesen einiger Reviews ebenfalls zum selben Schluss: Extrem professionelle Optik aber die Qualität kann da nicht mithalten. Von daher leider auch raus.

@Henri: Verstehe, zur "Entdeckungsreise" ist es wichtig, dass ich überhaupt was erkenne, bzw. kann ich hier die Hintergrundstrahlung als Vergleich nehmen um ein Gefühl zu bekommen (Background 10CPS, Mat. A 50CPS, Mat. B 80 CPS usw...) ob das Ergebnis dann je nach Strahlenart um Faktor 3 oder sogar mehr daneben liegt, ist sekundär. Beim Dosimeter macht es hingegen sehr wohl einen großen Unterschied ob ich 50 oder 150mSv abbekommen habe, ein aufsummieren von Schätzwerten bringt daher nichts, daher professionelles Gerät mit energiekompensation. Alles klar.
Welches Gerät es jetzt wird? Vermutlich mal ein Einsteigergerät mit SBM-20 oder M4011 für unterwegs dazu eine Eigenbaulösung mit Pancake um auch schwächere bzw. Alpha-Strahler zu messen. Danach werde ich schauen wohin sich die Reise entwickelt, am Ende ist es wie bei allen Hobbys:
Man muss mal irgendwo anfangen und sieht dann was einem an der Ausstattung gefällt / nicht gefällt
und rüstet dann dementsprechend auf. Vielleicht kommt dann später ein professionelles Dosimeter sowie ein RD1008 dazu.

@Fusor: Über den liest man sehr viel positives, steht auf meiner Wunschliste für später, bin schon gespannt auf deine Erfahrungen.
Fürs erste möchte ich aber mal ein Gerät das unabhängig vom Smartphone arbeitet.

Ich danke euch nochmals recht herzlich für die ganze Infos, wünsche eine schöne Woche und melde mich wieder wenn ich die ersten Erfahrungen gesammelt habe  :bye:
LG. Jürgen
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Kaufberatung / Re: Pancake oder geschlossenes Zählrohr?
« Letzter Beitrag von Fusor am Gestern um 19:09 »
Hallo-

meins ist noch nicht da- aber bei mir ist das Atom Fast 8850 als "immer dabei" gedacht- ist zwar (fast) nur Gamma empfindlich, dafür aber dank Szintillator sehr empfindlich und dank SiPM sehr robust... Funktionsumfang ist sehr schön und es ist klein und wie ich finde auch ziemlich preisgünstig :unknw:

Greets
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Kaufberatung / Re: Pancake oder geschlossenes Zählrohr?
« Letzter Beitrag von NoLi am Gestern um 18:35 »
...Auch die Dicke des Fensters kann unterschiedlich sein (je dünner, desto empfindlicher): Bei der LUDLUM 44-9-Sonde sind 1,7 mg/cm2 angegeben, für das BETA-1-1 im Radiascan gibts diese Angabe leider nicht.

Ich hatte mal eine Angabe über die Fensterdicke des Beta-2 / Beta-2-2 gefunden...umgerechnet auf das Flächengewicht ergab dies einen Wert von 4 bis 5 mg/cm². Ich nehme an, dies gilt auch für das Beta-1-1.

Gruß
Norbert
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Deutsche Strahlenmessgeräte (BRD) / Re: FHZ 731 am FAG FH40F2
« Letzter Beitrag von NoLi am Gestern um 16:32 »


Aaaah Mist!  Dann wird es wohl doch unverbastelt bleiben müssen

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Gruß
Norbert
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Kaufberatung / Re: Pancake oder geschlossenes Zählrohr?
« Letzter Beitrag von Henri am Gestern um 15:31 »
Das von dir erwähnte Graetz X50 wäre grundsätzlich auch interessant.

Kleiner Nachtrag hierzu:

da das ein Uralt-Analog-Gerät ist, kann es gut sein, dass die Kalibrierung in den einzelnen Messbereichen nicht mehr stimmt. Da auf der Skala aber immer auch eine Impulsrate aufgedruckt ist, könnte man mit einem Impulsgenerator relativ leicht nachkalibrieren. Das Ding würde sich aber eh nur für Tchernobyl lohnen, wenn man wirklich "heiße" Stellen findet, für den Alltag ist es viel zu unempfindlich. Aber sehr billig, sehr robust, und wasserdicht.
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