☢ geigerzaehlerforum.de ☢

Neueste Beiträge

Seiten: [1] 2 3 4 ... 10
1
Auch nicht VERkaufen:

Das "Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg" führt in einer jährlichen Liste die radiologisch relevanten besonderen Vorkommnisse auf:


Fall Nr. 28 in 2014 war ein

"Fund eines Radium-Emanators des Typs "Lukator" (sog. "Radiumbecher", Aufschrift: 5000 Mache-Einheiten pro Tag ≈ einige hundert kBq Ra-226++) bei einer Privatperson (Verkaufsversuch über eine Internet-Auktion)"

Das Wort "Verkaufsversuch" könnte man so interpretieren, dass die Auktion angezeigt und dann noch vor dem Verkauf abgebrochen wurde.
2
Deshalb würde ich so ein Teil auch nie kaufen. Mich interessiert nur die technische Umsetzung.

Schon krass, im Nachhinein betrachtet,  welche Wunderwirkung dem Radium damals zugeschrieben wurde.
3
Wahrscheinlich ist es aber besser, sowas nicht zu kaufen, wenn ich mir diesen Artikel durchlese:


".. einen Radium-Trinkbecher über den Internet-Dienst eBay gekauft hatte. Die Behörden in Münster in Nordrhein-Westfalen erfuhren von diesem Geschäft, ermittelten Namen und Anschrift des Käufers und verständigten die Strahlenschutzbehörde in Kiel. Diese stellte den Becher in der Wohnung des Käufers sicher."

Das kann also mächtig Ärger geben!
4
Diese Becher oder auch sogenannte Radium-Emanatoren tauchen immer wieder bei ebay.com auf. Oft werden sie von Verkäufern aus Deutschland für sehr viel Geld angeboten. Denen ist schon klar, das diese Objekte hier nicht gehandelt werden dürfen.

Aktuell ein Angebot aus den USA für recht wenig Geld: https://www.ebay.com/itm/163777500467

Mich würde die technische Umsetzung interessieren. Das Radium muss in unlöslicher Form in einer porösen Matrix deponiert werden, damit das gebildete Radon in das Wasser gelangt.


 
5
Das Qualitätsmedium "TAG24" hat ein Bild des Bechers:


Die haben auch eine Angabe zur Aktivität:

"In einem Abstand von einem Meter sei die Strahlung fünf Mal so hoch wie die natürliche Umgebungsstrahlung."

Das wären 0,15 µSv/h * 5 = 0,75 µSv/h

Spielt man eine wenig mit den Werten im Strahlungsrechner kommt man auf etwa 2.7 MBq (Ra-226) und kann dann auch ausrechnen, was der GZ anzeigen würde, wenn man ihn nahe ans Gefäß hält:
In 5 cm Entfernung 305 µSv/h.
6
Meldung am 16.07.2019
https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/radioaktives-gefaess-auf-flohmarkt-in-wehrheim-aufgetaucht-16288225.html
Interessant ist, dass es sich nicht um die bekannten Uranglasuren oder um Urangläser handelt, sondern um radiumhaltige Material.
7
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Re: Cäsium-137 in Achern verschwunden
« Letzter Beitrag von DG0MG am Gestern um 10:42 »
1.7 mSv/h in (wahrscheinlich) 10 cm Entfernung.
Daraus müsste man die Aktivität errechnen können.

Dieses Thema (mir ist das nicht ganz so geläufig) hatten wir schonmal bei Wolke 005, dort schrieb "Cs137":

Die Rechnung ist sehr einfach . Dosisleistungskonstante x Aktivität / Radius zum Quadrat .

Selbiges kann man bei https://de.wikipedia.org/wiki/Dosisleistungskonstante nachlesen:

Dosisleistung [mSv/h] = Dosisleistungskonstante * Aktivität [GBq] / Abstand^2 [m]
Die Dosisleistungskonstante für Cs-137 ist 0,0927.

nach der Aktivität umgestellt:

Aktivität [GBq] = Dosisleistung [mSv/h] * Abstand^2 [m] / Dosisleistungskonstante

Aktivität [GBq] = 1,7 mSv/h * (0,1 m)^2 / 0,0927

Aktivität [GBq] = 0,183 GBq
                  =========


Das ist geringer, als meine fixe Schätzung oben, aber könnte schon hinhauen.
Oder?


8
Allgemeine Diskussionen / Re: Das ODL-Messnetz des BfS
« Letzter Beitrag von DG0JN am 15. Juli 2019, 18:54 »
Wenn man etwas nicht weiß, sollte man fragen. Das habe ich gestern mal getan und eine freundliche Mail an die Leute vom BfS geschrieben, die sich damit schließlich auskennen:

"...interessiert habe ich mir Ihre Homepage zur ODL-Meßstellenliste in Tabellenform und als Karte angeschaut.

Wenn man die aktuelle Karte der Meßstellen anschaut, dann findet man dort in Summe derzeit 1682 Meßstellen. Schaut man sich die aktuelle Liste der Meßstellen nach Bundesländern aufsummiert an, kommt man auf eine Zahl von 1743.

Woher kommt die Differenz von 61 Meßstellen?

Und noch etwas interessiert mich in Bezug auf die tabellarische Übersicht. Woher bezieht das BfS die hier veröffentlichten Höhendaten der Standorte der einzelnen ODL-Sonden?..."

Heute schon kam die Antwort, welche ich Euch nicht vorenthalten will:

"...Die Differenz der Messstellenanzahl zwischen der Kartendarstellung und der Messstellenliste ergibt sich daraus, dass in der Karte nur die Messstellen dargestellt werden, die sich aktuell im Normalbetrieb befinden und somit zuverlässig aktuelle Messwerte liefern. In der Messstellenliste werden zudem momentan defekte Messstellen (aktuell 42) und Messstellen im Testbetrieb (aktuell 19) aufgeführt. Hierzu zählen beispielsweise Messstellen, an denen vor Ort Bauarbeiten durchgeführt werden, oder Messstellen die nach Umbauten oder Wartungsarbeiten für ein paar Tage auf Plausibilität geprüft werden, bevor sie wieder in den Normalbetrieb übergehen.

Die Höhe über Normalnull der einzelnen Sondenstandorte wird beim Aufbau der jeweiligen Messstelle, oder bei Bedarf auch bei den routinemäßigen Wartungsarbeiten, durch unsere Außendienstmitarbeiter mittels GPS bestimmt..."

Besten Dank an die Mitarbeiter vom BfS für die schnelle Antwort auf meine Fragen.

Nun ist allerdings nicht klar, welche GPS-Geräte die Mitarbeiter verwenden. Ist das was für die Hemdtasche (etrex, Smartfon o.ä.) oder ein Gerät mit großer Antenne und DGPS? Aber damit werde ich die Leute nicht nerven. Es würde aber erklären, warum es manchmal größere Differenzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit gibt. Und dann wäre da auch wieder der Faktor Mensch mit seinem kleksenden Kuli und den unleserlichen Notizen zum Schluß am Büroschreibtisch.  ;D
9
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Re: Cäsium-137 in Achern verschwunden
« Letzter Beitrag von DG0MG am 15. Juli 2019, 17:37 »
Na ganz so viel war es wohl nicht, wenn der Zeitungsartikel 1,7 mSv/h angibt. Aber trotzdem möchte ich den Strahler auch nicht in meiner Nähe haben.

Aber das verlinkte Dokument ist hochinteressant - was es alles gibt!
Feuchtemessung im Fußboden! Hab ich noch nie gehört.

Und es wird auf Seite 23 auch meine Frage beantwortet, wie die Messapparatur angeordnet gewesen sein könnte:


10
Allgemeine Diskussionen / Prenzlauer Berg verliert Strahlkraft
« Letzter Beitrag von pangeiger am 15. Juli 2019, 16:33 »
ich bin eher zufällig über diese Stelle gestolpert. Unterhalb des Straßenbelgast hat man ein HRQ (Hochradiaktive Quelle) entdeckt (2010), die 10mS/h Gammastrahlen emittiert. Und jetzt kommts:

"Es habe keine Gefahr für Passanten oder Anwohner gegeben, erläutert Rath. Denn es handele sich nur um einen Bruchteil der Strahlung, der viele Menschen im Beruf ausgesetzt seien. Um die maximal erlaubte Jahresdosis etwa für Röntgenärzte zu erhalten, hätte man 100 Stunden lang exakt über der Strahlenquelle stehen müssen, so Rath."

Rechnen wir mal nach: 100 h = 100x 10mS = 1000mS = 1 Sievert Gesamtdosis nach 100 Stunden. Die armen Röntgenärzte, die so was jedes Jahr verkraft müssen. Zur Erinnerung ab 100 - 200mS treten Symtome einer leichten Strahlenerkrankung an.
Seiten: [1] 2 3 4 ... 10