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Autor Thema: Radioaktiv belastete Wildschweine - Problem Sau  (Gelesen 155 mal)

DG0MG

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Radioaktiv belastete Wildschweine - Problem Sau
« am: 04. Februar 2019, 21:26 »
Ein Audio-Beitrag des DLF über radioaktiv belastete Wildschweine:

So manche Sau in Bayern, Baden-Württemberg oder Thüringen ist noch immer verstrahlt - und das mehr als 30 Jahre nach Tschernobyl. Die Bayerischen Behörden sagen: Belastetes Fleisch kommt nicht in den Verzehr. Doch ein pensionierter Strahlenschutzbeauftragter der Bundeswehr ist sich da nicht sicher. Von Karl Urban
Hören bis: 12.08.2019 17:30



oder hier:



Der Bayerische Rundfunk hatte vor einiger Zeit einen ähnlichen Beitrag:



und auch dieser Beitrag berichtet über radioaktives Wildschweinfleisch und Pilze:



DL3HRT

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Re: Radioaktiv belastete Wildschweine - Problem Sau
« Antwort #1 am: 04. Februar 2019, 21:44 »
Ich hatte Ende 2017 getrocknete Pilze aus Süddeutschland vor dem Detektor. Die Cäsium-137 Aktivität war noch sehr deutlich (ca. 200 Bq/kg), wenn auch unter dem Grenzwert von 600 Bq/kg. Aber Grenzwerte sind ja bekanntlich willkürlich gewählt...
Im angehängten Gammaspektrogramm ist die Cs-137 Aktivität sehr gut zu sehen. Referenz ist eine Pilzprobe, deren Aktivitä in einem Labor genau bestimmt wurde.

DG0MG

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Re: Radioaktiv belastete Wildschweine - Problem Sau
« Antwort #2 am: 04. Februar 2019, 22:43 »
Ich hatte Ende 2017 getrocknete Pilze aus Süddeutschland vor dem Detektor.

Wieviel war das?
500g ungetrocknet?

DL3HRT

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Re: Radioaktiv belastete Wildschweine - Problem Sau
« Antwort #3 am: 05. Februar 2019, 06:54 »
Das waren 50g getrocknete Pilze. Die hatten eine spezifische Aktivität von ca. 2000 Bq/kg. Da man für Pilze einen Wasseranteil von 90% ansetzt, ergeben sich so ca. 200 Bq/kg bezogen auf die Frischmasse. Das ist ein Drittel vom Grenzwert.

DG0MG

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Re: Radioaktiv belastete Wildschweine - Problem Sau
« Antwort #4 am: 05. Februar 2019, 08:10 »
Im ersten Film werden auch Pilze gesammelt und gemessen.

Du brauchst unbedingt mal ein Wildschwein!  :pleasantry:

DG0MG

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Re: Radioaktiv belastete Wildschweine - Problem Sau
« Antwort #5 am: 11. September 2019, 20:58 »

11. September 2019 16:30 Uhr
Wie radioaktiv sind Bayerwald-Schwammer?
Das Landratsamt Cham lädt alle Schwammerlsucher dazu ein, die Fundstücke auf Strahlenbelastung zu testen.

Im Zuge des Tages der offenen Tür am Sonntag bietet das Landratsamt Cham einen besonderen Service an: Alle Schwammerlsucher können Pilze aus dem Landkreis kostenlos auf ihre radioaktive Belastung untersuchen lassen. Notwendig für die Untersuchung sind etwa 500 Gramm saubere Pilze einer Sorte und Angaben über den ungefähren Fundort (Gemeindebereich).



Ist mein Pilz radioaktiv?
Am Tag der offenen Tür am Sonntag können alle Schwammerlsucher Pilze aus dem Landkreis kostenlos auf ihre radioaktive Belastung untersuchen lassen. Notwendig für die Untersuchung sind etwa 500 Gramm saubere Pilze einer Sorte und Angaben über den ungefähren Fundort (Gemeindebereich). Die abgegebenen Pilze werden im Landratsamt von den amtlichen Lebensmittelkontrolleuren untersucht.



Als Folge des Reaktorunfalls des Kernkraftwerks in Tschernobyl im April 1986 kann auch im Landkreis Cham die Radioaktivität in Waldpilzen noch vereinzelt erhöhte Werte aufweisen. Jeder, der wissen will, ob nun gerade die Pilze von seinem „Schwammerlplatz“ noch radioaktiv belastet sind, kann es kostenlos erfahren. Die abgegebenen Pilze werden im Landratsamt von den amtlichen Lebensmittelkontrolleuren untersucht.