3,3v Geigerzähler für SBM20 und J305

Begonnen von Lordcyber, 06. März 2022, 12:02

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Xodor

Ja, eine I2C RTC geht natürlich auch. Da kann man den Alarmausgang benutzen um den Controller aus dem Deep-Sleep aufzuwecken.
Trotzdem würde ich es in zwei Baugruppen auftrennen: einmal den Zähler mit HV Teil welcher per I2C oder UART angesteuert und ausgelesen wird. Und als zweite Baugruppe den Controller, der die Daten RTC gesteuert vom Zähler ausließt und per Datenfunk an das Backend überträgt.
Damit ist alles schön universell gehalten. 

Turbo-Tom

Ich würde das alles mit einem einzigen PIC und einem Funkmodul machen. Selbst einfachste PICs wie der 16F876 bieten die erforderlichen Funktionen. Er hat einen Zähler, der im asynchronen Betriebsmode weiterarbeitet, selbst wenn der Prozessor "schläft". Natürlich bieten größere Prozessoren (PIC18) noch deutlich mehr Möglichkeiten, und teilweise ist auch die Programmierung komfortabler.

Meine Erfahrung mit diesen MCUs ist, dass sie extrem unempfindlich gegenüber elektrischen Störungen und sehr robust sind, weit besser als die ATMegas. Ein weiterer Vorteil ist, dass sie mit bis zu 5V versorgt werden können, so dass beim Betrieb mit einer LiIon-Zelle kein Spannungsregler erforderlich ist und somit ein weiterer "Ruhestromverbraucher" eliminiert werden kann. Die weitere Peripherie kann dann bei Bedarf vom Controller über High-Side-Switches bzw. Spannungsregler mit Standby-Eingang aktiviert werden. Wakeup-Timer und Low Power Oszillatoren etc. gibt's dort auch alles integriert.

An diejenigen, die hier erst kürzlich hinzugekommen sind: Wenn Ihr wollt, schaut Euch doch mal meinen SBT10-Geigerzähler an, der macht auch alles mit einem einzigen Controller (wenn ich den im ESP-07S WiFi-Modul enthaltenen nicht mitzähle), hier einem PIC18F252 -- allerdings ist das Teil nicht auf geringstmöglichen Stromverbrauch ausgelegt, sondern als "Proof of Concept" für meine verrückte Idee mit der Ortsauflösung gedacht gewesen. Aber er zeigt gut, dass man wirklich nicht mehr als eine CPU in so einem Gerät braucht, man muss dann bei der Programmierung halt einige Interrupts bemühen, und die eine oder andere ISR vielleicht auch in Assembler programmieren...  :)

Xodor

Hallo Tom,

das hört sich sehr gut an und ist ein tolles und interessantes Projekt.
Ich präferiere allerdings immer noch das Ganze auf zwei Baugruppen aufzuteilen. Dadurch kann ich mit sehr wenig Aufwand den Zähler an die verschiedensten Anwendungen anpassen, ohne dass ich hier etwas ändern muss. So kann ich schnell ein MCU Board mit ESP32/8266, Pic Micro, AVR, STM32  oder MSP430 in den verschiedensten Konfigurationen (je nachdem was man machen möchte) anschließen. Das ist meiner Meinung auch ,,Maker freundlicher", da einige daraus vielleicht gerne was anderes als einen reinen Zähler-Node bauen möchten.

Da ich das ganze nur als Hobby mache, und Leiterplatten Entwicklung und Design für mich echt eine Herausforderung ist (Grundkenntnisse in KI-CAD sind vorhanden) versuche ich es immer so einfach wie möglich zu gestalten, dass ich meine Baugruppen auch mal schnell mit anderen Projekten und/oder Testschaltungen verwenden kann.