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Autor Thema: RadiaScan 701A  (Gelesen 11056 mal)

Henri

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Re: RadiaScan 701A
« Antwort #90 am: 24. Mai 2021, 14:50 »
Bekommt denn der Zähler einen Schaden, wenn er in den Überlauf geht?

Ich vermute, eher nicht. Nur das Zählrohr wird schneller altern.

Bei Übersättigung kann sich das Zählrohr nicht mehr regenerieren, um einen erneuten Impuls entgegenzunehmen. Es kommt einfach zu einer Dauerentladung. Die ist aber nachwievor hochohmig, also kein Kurzschluss der Hochspannungsversorgung. Sollte die HV allerdings schlecht konstruiert sein und nicht auf Dauer so hohe Ströme liefern können, wäre schon möglich, dass da was durchbrennt.
Halbleiter können ja auch selber durch hohe Strahlungsdosen in einen Latch-Up https://de.wikipedia.org/wiki/Latch-Up-Effekt geraten und beschädigt werden, deshalb kann Strahlung an sich schon die Elektronik beschädigen, unabhängig von einer Überlastung.

Da bei der Zählelektronik jedenfalls keine Impulse mehr eingehen, wird nur noch "0" angezeigt. Man hätte einfach den Stromverbrauch der HV überwachen können. Ist der Stromverbrauch hoch, aber die Zählrate niedrig, wird Überlast angezeigt. Das wäre mit einem Transistor und drei Widerständen oder so gegangen. Kostet fast nichts, man muss so was halt nur auf dem Schirm haben.

Bei Profigeräten bezahlt man einfach auch viel Geld für's Know-How der Ingenieure und eine aufwändige Qualitätssicherung.

Viele Grüße!

Henri

Peter-1

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Re: RadiaScan 701A
« Antwort #91 am: 24. Mai 2021, 15:18 »
Wenn ihr alle so hohe Dosen messen wollt, warum dann nicht eine Ionisationskammer?
Babyline 31 war mein Freund im Beruf. Allerdings nicht im Sommer mit Bleischürze und Beihandschuhen auf der Leiter herumturnen und nach Leckstrahlung an Röntgenanlagen suchen. Babyline 31 ist kein Leichtgewicht. Für richtig hohe Dosen im Strahlenfeld an Meß- und Teststrecken waren es div. Geräte der PTW Freiburg.

Peter
Gruß aus Bayern - Peter