Hinterlassenschaften alte Militärflughäfen / Truppenübungsplätze

Begonnen von Jan, 25. Oktober 2022, 16:16

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NoLi

Zitat von: Raddet am 26. Oktober 2022, 11:49Ja, Sie haben zweifellos recht. Ich habe einfach irgendwie vergessen, dass Uran nicht nur Radium und Atombomben ist, sondern auch schöne Farben für Keramik.

In diesem Fall ist es fast unmöglich, wenn der Uranabbau begonnen hat, festzustellen. Irgendwo habe ich kürzlich gelesen (die Referenz ist aufgrund von Verjährung und Unnötigkeit verloren), dass die erste Anwendung von Keramikfarbe auf Basis von Uranverbindungen bereits im alten Rom festgestellt wurde.
Uran wurde bewußt großtechnisch ab dem Jahr 1820 in der Keramik- und Glasindustrie verwendet, um kräftige Farben und unter natürlichem UV-Licht (tages-, jahreszeitlich und wetterabhängige Intensität) fluoreszierende Gläser serienmäßig im großen Stiel zu produzieren. Erste Abbaugebiete hierfür waren im Erzgebirge (Joachimsthal) und Böhmen.
Frühere Darstellungen wie die des rund 2000 Jahren alten römischen Mosaiks waren Zufallsprodukte durch Verwendung von urankontaminierten Ausgangsmaterialien und keine bewußte Anwendung von Uran.

Norbert

wrdmstr inc.

Zitat von: Jan am 26. Oktober 2022, 19:36Gab es nicht auch uranhaltige Munition? Davon müsste auf so einem Truppenübungsplatz doch noch was rumliegen.
Obwohl diese Munition sicherlich nur auf speziellem Gelände getestet wurde.

ja schon aber: abgereichert und ohne zerfallsprodukte und zersplittert und im boden zersetzt und mobilisiert da ist kaum was messbar (also im vorbeigehen und mit "kleinem besteck" am rucksack)..selbst in geschossfangbunkern die bis zur decke mit schwarzer schlacke gefüllt waren und vor beschusszielen war nix messbar

siehe auch https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=26451&pNid=0

Henri

Zitat von: wrdmstr inc. am 26. Oktober 2022, 21:01
Zitat von: Jan am 26. Oktober 2022, 19:36Gab es nicht auch uranhaltige Munition? Davon müsste auf so einem Truppenübungsplatz doch noch was rumliegen.
Obwohl diese Munition sicherlich nur auf speziellem Gelände getestet wurde.

ja schon aber: abgereichert und ohne zerfallsprodukte und zersplittert und im boden zersetzt und mobilisiert da ist kaum was messbar (also im vorbeigehen und mit "kleinem besteck" am rucksack)..selbst in geschossfangbunkern die bis zur decke mit schwarzer schlacke gefüllt waren und vor beschusszielen war nix messbar

siehe auch https://www.hzdr.de/db/Cms?pOid=26451&pNid=0

Hallo,

eigentlich gehört das eher in den youtube-thread, aber da es hier gerade über Uran-Munition geht, lohnt sich folgende Doku zu sehen:

https://www.youtube.com/watch?v=kLuR8UGco6k


Ab der 46. Minute wird gezeigt, dass zumindest auf ehemaligen Schlachtfeldern noch einiges an Kontamination zu finden ist:

https://youtu.be/kLuR8UGco6k?t=2756

Gleich am Anfang eine Messung an einem Panzer-Wrack:

https://youtu.be/kLuR8UGco6k?t=394

Und später noch mal:

https://youtu.be/kLuR8UGco6k?t=4670


Viele Grüße!

Henri