Rožná / Bukov Uran Minen

Begonnen von wrdmstr inc., 29. September 2023, 20:26

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wrdmstr inc.

Von der Popularität her irgendwie immer etwas im Schatten von Pribram stellte die Rozna I Mine 2017 als letzte aktive Uranmine Europas ihren Betrieb ein. Insgesamt wurden knapp 17mio Tonnen Erz gefoerdert und gut 20kt Uran daraus raffiniert. Die Tiefste Sohle lag bei 1200m.

https://mineralexpert.org/article/rozna-uranium-mine

https://nucleus.iaea.org/sites/connect/UPCpublic/Czech%2520Republic%2520Conventional%2520Uranium%2520Production%2520fro/Vinkler%2520-%2520U%2520mining%2520at%2520Rozna%2520deposit%2520DIAMO.pdf&ved=2ahUKEwiTuuKws9CBAxWS2QIHHep6DJQQFnoECDoQAQ&usg=AOvVaw3M-5-12tIrD-D-t1edE4FZ

In ca 600m Tiefe wird noch ein Untertagelabor (URF Bukov) betrieben.

Die Mine brachte auch viele Uranminerale wie zb Natrozippeit hervor.

https://www.mindat.org/loc-757.html

DG0MG

Gelegentlich befahren ja "irgendwelche Leute" die wenigen noch offenen Stollen des früheren Uranbergbaues im Erzgebirge. Aber das ist kompletter Kindergarten gegen das hier:


Ein >1000 Meter tiefer Schacht mit 24 Sohlen, funktionsfähig und nicht komplett verlassen. Der Förderturm Rozna II steht bei Dolní Rožínka in Tschechien. Mich wundert es, dass das nur so legär gesichert ist, denn dort ist der Staatsbetrieb DIAMO aktiv. U.a. wurde dort der letzte in Königstein gewonnene Uranschlamm hintransportiert und weiterverarbeitet: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=8004
Sie steigen den Schacht hinunter bis auf eine erste Sohle, gehen dann den Stollen eine ganze Weile (sie schätzen ~2 km) und kommen zu ebener Erde an ein Mundloch, hinter dem ÜT viele Gleise mit Weichen liegen. Ich denke, das ist am oder gar im Gelände des Aufbereitungsbetriebes östlich der Schlammteiche.
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

DL8BCN

Ich hatte mir das Video gestern schon angesehen.
Echt verrückt die beiden Jungs.
Nicht nur wegen der Stäube, die eingeatmet werden, sondern wegen der Absturzgefahr.
Total wahnsinnig!

Z. Erfall

Nur ein weiterer Baustein dessen, was die sonst so treiben. Guter Unterhaltungswert und teilweise sogar auf der einen Seite manchmal recht gut vorbereitet, z.B. mit Mehrgasmessgerät, aber auf de der anderen Seite grundsätzlich sehr unwissend und leichtsinnig - was die im Laufe ihrer Videos schon an Schadstoffen eingeatmet und sonstwie aufgenommen haben müssen, ist einfach unfassbar. Ich gehe davon aus, dass da einfach die Bildung in dem Bereich der Gefahren historischer Liegenschaften fehlt und damit auch (fast) jede entsprechende Sensibilität oder final zumindest die Fähigkeit, adäquat damit umzugehen.

VG

ZE


megapull

Zitat von: DG0MG am 14. Juli 2026, 13:09Gelegentlich befahren ja "irgendwelche Leute" die wenigen noch offenen Stollen des früheren Uranbergbaues im Erzgebirge. Aber das ist kompletter Kindergarten gegen das hier:


Ein >1000 Meter tiefer Schacht mit 24 Sohlen, funktionsfähig und nicht komplett verlassen. Der Förderturm Rozna II steht bei Dolní Rožínka in Tschechien. Mich wundert es, dass das nur so legär gesichert ist, denn dort ist der Staatsbetrieb DIAMO aktiv. U.a. wurde dort der letzte in Königstein gewonnene Uranschlamm hintransportiert und weiterverarbeitet: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=8004
Sie steigen den Schacht hinunter bis auf eine erste Sohle, gehen dann den Stollen eine ganze Weile (sie schätzen ~2 km) und kommen zu ebener Erde an ein Mundloch, hinter dem ÜT viele Gleise mit Weichen liegen. Ich denke, das ist am oder gar im Gelände des Aufbereitungsbetriebes östlich der Schlammteiche.

Ich habe aus zuverlässiger Quelle erfahren, dass DIAMO (das Unternehmen, dem alle ehemaligen und aktiven Minen und Abbaugebiete in Tschechien gehören) aufgrund dieses Videos bald alle derartigen Standorte in Tschechien schließen wird.

Ich spreche von Orten wie Příbram und ähnlichen, die von Sammlern genutzt werden.

Ich möchte die Männer im Video nicht kritisieren, aber im Vergleich zur Gemeinschaft der Uranbergbauforscher und Mineraliensammler sind die gemessenen Werte und die gefundene ,,Erzmenge" lächerlich.

Meiner Meinung nach lohnt es sich absolut nicht. Zumal es meines Wissens auch Tage der offenen Tür bei DIAMO gibt, neben einer großen Anzahl stillgelegter Minen, die alle gleich aussehen. Natürlich müsste man mehr recherchieren, um diese zu finden und hineinzukommen...

Die Videoqualität ist zwar beeindruckend, aber ich vermute, dass dies bald einen Aufschrei in der tschechischen Sammler- und Urban-Exploration-Szene auslösen wird, die solche Erkundungen (natürlich ohne 4K-Kameras) schon seit Jahren durchführt.

Außerdem stehen die Leute, die das dort schon lange machen, oft in Kontakt mit den Behörden und melden Kontaminationen, Sicherheitsmängel und hohe Strahlungswerte. Sie leisten also auch einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Unversehrtheit der Orte. Die Männer im Video haben offenbar Schlösser oder Tore zerstört, was die eigentliche Sorge war. Man kann ähnliche Orte normalerweise unversehrt erreichen.

Und wozu das Ganze? Sicher, das Video ist beeindruckend, aber die daraus resultierenden Folgen sind es vielleicht nicht wert. Und ich habe noch keine wirklich interessanten Szenen gesehen, in denen die gesamten Minenwände grün leuchten – ein Anblick, der in diesen Uranminen sehr häufig vorkommt und oft von anderen Forschern gepostet wird.

Ganz zu schweigen vom reißerischen Vorschaubild.
https://www.youtube.com/@radminerals  |  Automess 62AD25  |  Ludlum 3 + 44-2 scint & 44-7 AB/G  |  Radiacode 103/110/Zero  |  DP-75  |  Raysid

Lennart

Im Deutschen gibt es eine zutreffende Bezeichnung für diese Aktion: dummdreist.

Was die beiden da gefilmt haben ist, abgesehen von dem lächerlichen KI-Clickbait-Thumbnail, ziemlich beeindruckend. Es war aber abzusehen, dass das Konsequenzen haben muss.

megapull

Zitat von: Lennart am Gestern um 11:30Im Deutschen gibt es eine zutreffende Bezeichnung für diese Aktion: dummdreist.

Was die beiden da gefilmt haben ist, abgesehen von dem lächerlichen KI-Clickbait-Thumbnail, ziemlich beeindruckend. Es war aber abzusehen, dass das Konsequenzen haben muss.

Meiner Meinung nach sind Ihre Videos ein perfektes Beispiel dafür, wie man etwas ,,Falsches" (gefährliche Höhlen, Orte, Uranminen) richtig macht. Keine Sachbeschädigung, keine Störung der öffentlichen Ordnung.
https://www.youtube.com/@radminerals  |  Automess 62AD25  |  Ludlum 3 + 44-2 scint & 44-7 AB/G  |  Radiacode 103/110/Zero  |  DP-75  |  Raysid

Flipflop

Jedem Tierchen sein Pläsierchen  :drinks:

70 2912

Hallo zusammen.

irgendwie ist das schon krank, einfach in fremdes Betriebsgelände einzubrechen. Gesellschaftliche Werte gehen eben im Rausch der YT-Aufrufe und des damit verbundenen "Fames" verloren.

Zitat von: megapull am Gestern um 11:41
Zitat von: Lennart am Gestern um 11:30Im Deutschen gibt es eine zutreffende Bezeichnung für diese Aktion: dummdreist.

Was die beiden da gefilmt haben ist, abgesehen von dem lächerlichen KI-Clickbait-Thumbnail, ziemlich beeindruckend. Es war aber abzusehen, dass das Konsequenzen haben muss.

Meiner Meinung nach sind Ihre Videos ein perfektes Beispiel dafür, wie man etwas ,,Falsches" (gefährliche Höhlen, Orte, Uranminen) richtig macht. Keine Sachbeschädigung, keine Störung der öffentlichen Ordnung.

Naja, zumindest einen Hausfriedensbruch und Einbruch kann man schon ansetzen.

Zitat von: DG0MG am 14. Juli 2026, 13:09Sie steigen den Schacht hinunter bis auf eine erste Sohle, gehen dann den Stollen eine ganze Weile (sie schätzen ~2 km) und kommen zu ebener Erde an ein Mundloch, hinter dem ÜT viele Gleise mit Weichen liegen. Ich denke, das ist am oder gar im Gelände des Aufbereitungsbetriebes östlich der Schlammteiche.

Ca 1,35 km Luftlinie ziemlich genau östlich sind die beiden wieder ans Tageslicht gekommen, gelegen an dem Gleisanschluss des Geländes. Dort sieht man auch die Grubenbahngleise, welche im Berg verschwinden.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Ob die dortigen Behörden nicht anhand des selbst gedrehten Beweis-Videos rechtliche Schritte unternehmen könnten? Vielleicht würde das dann die Klick-Hascherei etwas eindämmen...

Im Video waren einige Kameras sichtbar, verwunderlich dass die beiden da nicht bei Ihren Begehungen registriert worden sind.

VG
Thomas

Lennart

Zitat von: 70 2912 am Gestern um 14:21irgendwie ist das schon krank, einfach in fremdes Betriebsgelände einzubrechen. Gesellschaftliche Werte gehen eben im Rausch der YT-Aufrufe und des damit verbundenen "Fames" verloren.

Ein direkter "Einbruch" war es sicher nicht, sondern gewöhnlicher Hausfriedensbruch. Streng genommen macht das jeder, der sich für Lost Places interessiert. Bei aller Dreistigkeit ist es aber auch so, dass der Zugang einfach nicht ausreichend gesichert ist und der Übergang zum Lost Place in Tschechien teilweise fließend ist. "Gesellschaftliche Werte" sehe ich nicht direkt gefährdet, auch wenn die beiden natürlich für Klicks und Geld dort eingestiegen sind. Jeder andere "Urbexer" hätte es genauso gemacht, ob nun gefilmt wird, oder nicht. Bei der Menge an Aufrufen ist jedoch die (ungewollte) Aufmerksamkeit wahnsinnig groß, so dass das schnell weitreichende Konsequenzen haben kann.

Nebenbei bemerkt gibt es im deutschen Strafrecht gar keinen "Einbruch"  ;)

Zitat von: 70 2912 am Gestern um 14:21Ca 1,35 km Luftlinie ziemlich genau östlich sind die beiden wieder ans Tageslicht gekommen, gelegen an dem Gleisanschluss des Geländes. Dort sieht man auch die Grubenbahngleise, welche im Berg verschwinden.

Genau, den Stollen hatte ich auch schon gefunden und als einzig mögliche Option angenommen. Es handelt sich um den Wasserlösungsstollen R-3, mit einer angegebenen Gesamtlänge von 1,526 km.