Zählrohr TOTAL 6150 / G-190 Flüssigkeitssonde

Begonnen von DL8BCN, 07. Januar 2024, 22:28

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NoLi

Zitat von: Eltatoni am 15. April 2026, 15:09Ich habe mir vor Kurzem diese TOTAL 6150 G-190 Flüssigkeitssonde zugelegt, aber sie kann nur ein paar Sekunden lang messen und fängt dann an zu leuchten. Weiß jemand, woran das liegen könnte? :(
Falls es das Originalzählrohr ist, vier Möglichkeiten:

1.) Das Löschgas ("Zählgas") der Sonde ist verbraucht, die Sonde geht in die Glimmentladung über. Passiert, wenn die Sonde mit höherer Zählrate über einen längeren Zeitraum betrieben wurde (Intergral größer 10^10 Impulse).
2.) Die Hochspannung am Sondenausgangs (falls HV dort vorhanden) des DL-Messer 6150 ist zu hoch; Defekt in der Hochspannungsregelung.
3.) Über die Metall-/Glasverbindung (Anode/Kathode) ist mit der Zeit etwas Luft in das Zählrohr eindiffundiert (Zählrohrinnenraum steht unter Unterdruck von etwa 300 mbar).
4.) Falls die Sonde im Sockel eine eingebaute Hochspannungsversorgung oder sonstige Elektronik beinhaltet, dort ein Defekt (HV zu hoch; Vorwiderstand durch Alterung zu niederohmig).

Was macht das im DL-Messer 6150 eingebaute Zählrohr zur Dosisleistungsmessung, zeigt dies über längerem Zeitraum ein normales Verhalten (im empfindlichsten Messbereich ein bis zwei Zeigerzucken pro Minute)?

Norbert

Radioquant98

Spannung viel zu hoch.

Viele Grüße
Bernd

Eltatoni

Ich habe das Hochspannungsnetzteil getestet und messe etwa 500 V.

Eltatoni

Zitat von: NoLi am 15. April 2026, 15:40
Zitat von: Eltatoni am 15. April 2026, 15:09Ich habe mir vor Kurzem diese TOTAL 6150 G-190 Flüssigkeitssonde zugelegt, aber sie kann nur ein paar Sekunden lang messen und fängt dann an zu leuchten. Weiß jemand, woran das liegen könnte? :(
Falls es das Originalzählrohr ist, vier Möglichkeiten:

1.) Das Löschgas ("Zählgas") der Sonde ist verbraucht, die Sonde geht in die Glimmentladung über. Passiert, wenn die Sonde mit höherer Zählrate über einen längeren Zeitraum betrieben wurde (Intergral größer 10^10 Impulse).
2.) Die Hochspannung am Sondenausgangs (falls HV dort vorhanden) des DL-Messer 6150 ist zu hoch; Defekt in der Hochspannungsregelung.
3.) Über die Metall-/Glasverbindung (Anode/Kathode) ist mit der Zeit etwas Luft in das Zählrohr eindiffundiert (Zählrohrinnenraum steht unter Unterdruck von etwa 300 mbar).
4.) Falls die Sonde im Sockel eine eingebaute Hochspannungsversorgung oder sonstige Elektronik beinhaltet, dort ein Defekt (HV zu hoch; Vorwiderstand durch Alterung zu niederohmig).

Was macht das im DL-Messer 6150 eingebaute Zählrohr zur Dosisleistungsmessung, zeigt dies über längerem Zeitraum ein normales Verhalten (im empfindlichsten Messbereich ein bis zwei Zeigerzucken pro Minute)?

Norbert

Das interne Röhrchen funktioniert einwandfrei und dosiert präzise. Ich habe es etwa 8 Stunden lang getestet.

Radioquant98

Zitat von: Eltatoni am Gestern um 10:12Ich habe das Hochspannungsnetzteil getestet und messe etwa 500 V.

Womit gemessen?

Viele Grüße
Bernd

NoLi

Zitat von: Eltatoni am Gestern um 10:23Das interne Röhrchen funktioniert einwandfrei und dosiert präzise. Ich habe es etwa 8 Stunden lang getestet.
500 Volt sind ok, auch für das interne Zählrohr. Dann liegt es doch am Zählrohr. Die großen Flüssigkeits-Geiger-Müller-Zählrohre hatten auch beim Konkurrenzmodell GRAETZ X-50 (u.a. damaliges Katastrophenschutz/Zivilschutz Gerät) das selbe Problem, so dass diese nach einigen Jahren in den Zentralwerkstätten getauscht werden mussten (Stecksystem mit dem Sockel).

Norbert

Radioquant98

Hallo Norbert,

ich kenne das nur so. Wenn ein Zählrohr Luft zieht, steigt die Zündspannung. Und Hochdosisrohre werden meist mit einer höheren Spannung betrieben.
Ich kenne zwar weder Gerät noch die verbauten Zählrohrtypen.
Aber intern sitzt meist das Hochdosisrohr.
Die Sonde ist aber ein Niederdosisrohr. Und darin befindet sich dann irgendeine Spannungsanpassung. Im einfachsten Fall ein Spannungsteiler. Ist der masseseitige Widerstand hochohmiger geworden steigt die Zählrohrspannung. Aber auch ein Koppelkondensator kann Feuchtigkeit gezogen haben.
Das Zählrohr selber könnte in Ordnung sein, wenn in der Steckeinheit noch was eingebaut ist.
Jedenfalls ist im Moment die Spannung am Rohr viel zu hoch.

Viele Grüße
Bernd

Eltatoni

Sollte ich versuchen, die Widerstände in der Sonde auszutauschen?

Eltatoni

Zitat von: Radioquant98 am Gestern um 10:58
Zitat von: Eltatoni am Gestern um 10:12Ich habe das Hochspannungsnetzteil getestet und messe etwa 500 V.

Womit gemessen?

Viele Grüße
Bernd
ein normales Multimeter

NoLi

Zitat von: Eltatoni am Gestern um 13:29...
ein normales Multimeter
Ups, nix gutt! Weil der Innenwiderstand dieser Geräte viel zu niedrig ist, bricht bei der Spannungsmessung ein Teil der Spannung zusammen und das Multimeter zeigt deutlich zu wenig an. Wenn die Anzeige jetzt schon bei 500 Volt liegt, ist sie tatsächlich deutlich höher. Dies würde die Glimmentladung erklären.
HV immer möglichst mit einem elektrostatischen Voltmeter oder mit einem Spannungsmessgerät mit sehr hohem Innenwiderstand messen! Ein "einfaches" normales Multimeter ist dafür nicht geeignet.

Norbert