Permanente Außensonde Vacutec 70013

Begonnen von DL8BCN, 16. August 2024, 20:49

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Radioquant98

War das ein neues oder gebrauchtes Zählrohr?

Wenn das die Doppelimpulsauswirkung bei verbrauchtem Löschgas sind müßte Du es mit dem Oszi sehen können.

Dann müßten die Ausreißer aber auch im Haus zu beobachten sein.

Viele Grüße
Bernd

DL8BCN

Das waren gebrauchte oder alter Neubestand vor Jahren bei Ebay gekauft.Kann man immer schlecht überprüfen. Kann schon sein, das es da nach einiger Zeit Ausfälle gibt.
Das Zählrohr habe ich noch nicht weiter getestet.Ein anderes läuft nun problemlos draußen.
Ich hatte damals glaube ich 5 Stück bekommen.
Lief seit August 2024 draußen.Kamen damals für wenig Geld aus der Ukraine.

Radioquant98

Ja, der ganze Geigerkram aus dem Osten war mal wesentlich billiger.
Bei unbenutzten alten Rohren kenne ich nur Luftzieher, also zünden garnicht mehr.
Und bei Gebrauchten die Doppelimpulse, die aber nur vom Lesen her.

Bin gespannt.

Viele Grüße
Bernd

Radioquant98


DL8BCN

Ich will ja noch die 70013 durch eine energiekompensierte 70031A ersetzen.
Dann habe ich dasselbe Zählrohr, das auch bei den ODL-Messnetz verwendet wird.

Peter-1

Das ist eine gute Idee. Wie willst Du die Sonde kalibrieren?
Einmal an die Nordsee bei Wanna, da gibt es eine gut zugängige Sonde an einer Schule mit niedrigem Wert und dann in den Schwarzwald nach Großherrischwand mit hohem Wert. Mit 2 Punkten kann man schon gut vergleichen und die Anpassung vornehmen.
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Gruß  Peter

Radioquant98

Hallo Peter, das dann aber nur per Auswertungssoftware - oder?

Viele Grüße
Bernd

DL8BCN

Mir reicht es eigentlich mit meinen nächstgelegenen ODL Sonden zu kalibrieren.
Also nur der niedrige Wert.

Peter-1

Ich kann nur von den Datenblattwerten zur Kalibrierung abraten. Es muß ja nicht so sein, wie ich es gemacht habe und in ganz Deutschland herumgereist bin, aber einige Stellen mit unterschiedlichen ODL-Werten sollten es sein.

1. Schritt:
mit der eigenen 70031A Sonde in die Nähe einer BfS-Sonde stellen und wenigstens 10 Min. die CPM messen ( mitteln ). Uhrzeit notieren um dann später den Stundenwert des BfS zu erfahren. An einem Ort 2 bis 3 Werte sammeln.

2. Schritt:
sind an mindest 2 Orten mit unterschiedlichen Werten die Daten gesichert, kann mit einer lin. Regression die Konstante und der Koeffizient ermittelt werden.

3. Schritt:
damit läßt sich rechnen.  Bei meiner 70031A-Sonde z.B.:
( CPM - 46 ) / 799 = µSv/h

Wie gut oder schlecht das ist zeigen die Grafiken.
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Peter
Gruß  Peter

NoLi

Auch die geeichten BfS-Sonden haben zulässige Toleranzen, in der Regel +/- 20 % vom echten physikalischen Sollwert. Die Eichung besagt nur, dass die Messwertanzeige der Sonde innerhalb dieser Toleranzen liegt, sagt aber nichts über die tatsächliche Abweichung des Sollwertes aus. Es kann durchaus passieren, dass die eine BfS-Sonde eine Abweichung von + 19 % aufweist, die andere Sonde eine Abweichung von - 19 %...das wäre eine Anzeigeabweichung zwischen beiden Sonden von 38 %; beide Sonden liegen damit aber immer noch innerhalb der zulässigen Toleranz.
Blöde wird es, wenn die ausgewählten Vergleichssonden zufälligerweise alle eine deutliche positive oder negative Toleranz hätten, dann würde die Eigensonde auf diese Fehlertoleranz abgeglichen. Wenn man es genau haben möchte, bleibt nur eine Sondenkalibrierung auf einem zugelassenen Eich-/Kalibrierstand, wie z.B. beim KIT 

https://www.sum.kit.edu/Kalibrierlabor.php

https://www.sum.kit.edu/1227.php

Norbert

Peter-1

Oder man versucht mit vielen unterschiedlichen Meßstellen die Ausreißer zu erkennen und nicht mit einzubeziehen. So habe ich die Sonde in Großherrischwand gefunden und dem BfS mitgeteilt was mir dann auch einen Besuch in Neuherberg brachte.  ;D
Gruß  Peter

Radioquant98

Na ja, ich denke es reicht wenn die Hobbysonden eine plötzlich erhöhte Strahlung detektieren und dann reicht das Datenblatt und ein Vergleich.

Viele Grüße
Bernd

Peter-1

Hallo Bernd,
ich will nicht wissen ob's rauf oder runter geht, sondern schon einen glaubhaften Wert, sonst könnte ich auch ein SBM20 nehmen.
Nach Datenblatt : Eigeneffekt 40 CPM , Empfindlichkeit Cs137 14 CPS/1µSv/h,
bei Co60 18 CPS/1µSv/h.
Mein Zählrohr direkt von Vacutech bezogen: Eigeneffekt 46 CPM, Empfindlichkeit bezogen auf die BfS Sonden 20,8 CPS/1µSv/h.

Somit habe ich einen etwas höheren Eigeneffekt und eine geringere Empfindlichkeit als das Datenblatt zeigt. Ohne die eigenen Vergleiche läge ich ganz schön daneben.
Gruß  Peter

DL8BCN

Meine eigene ODL Sonde ist eine stationäre Sonde, die ich nicht so einfach durch die Weltgeschichte kutschieren kann.
Ok, ich kann natürlich nur die Sonde mit Elektronik und Impulszähler bzw. Theremino- Software auf Notebook mitnehmen. Das ist mir aber zu aufwändig.
Ich bin eher der Meinung vom Bernd: Es soll nur eine Trendanzeige sein.
Für genauere Messungen gibt es ja andere Geräte.

Radioquant98

Hallo Peter,

die Messung des Nulleffektes ist an bestimmte Bedingungen gebunden. Du wirst diese speziellen Bedingungen herstellen können. Ein Bastler aber wohl eher nicht. Darum meine bescheidene Sichtweise.

Ja wenn es um wirklich echte Meßwerte, hast Du schon Recht.
Nur bei diesen geringen Meßwerten mit ihren großen Toleranzen ......... welcher Amateur braucht das so genau ?

Viele Grüße
Bernd