ODL-Sonde DLM1420-2200 55/2 Schaltung

Begonnen von Radioquant98, 29. Oktober 2024, 21:55

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DL8BCN

Ich habe die Platine in ein Alurohr eingebaut.
Allerdings ist das ein gewaltiges Kanonenrohr mit 80mm Durchmesser und 2mm Wandstärke und 500mm Länge geworden.
Die Platine hat eine Breite von 75mm und 12 Gummipuffern.
Da passt es mit etwas Vaseline geschmiert genau rein.
Siehe Bilder.
Den Aludeckel oben ebenfalls mit 2mm Dicke habe ich aufgeklebt und von innen eine ca. 2cm dicke Schicht aus 2-Komponenten Silikon gegossen.Das ist garantiert wasserdicht.
In den unteren Deckel kommen dann IPON Verschraubungen.
Eventuell noch ein Beutel Trockenmittel. Der untere Deckel muss jedenfalls abnehmbar bleiben.Da überlege ich mir noch eine Lösung.


DL8BCN

Ich habe die verbaute Typ /E Sonde noch gegen mein anderes vorhandenes Zählrohr 70031/A getauscht.
Das /E hatte mir zu wenig Impulse ausgegeben.Teilweise nur 60 pro Minute.
Das /A macht bei meinem geringen Background von ca. 70 nSv/h ungefähr 110 bis 120 cpm.
Die Spannung am Zählrohr bei dieser Originalplatine beträgt 440V, was mir fast etwas gering vorkommt.
Ich habe vorsichtshalber den Anodenwiderstand von 3 MOhm auf 5 MOhm
erhöht, mit einem 2 MOhm Widerstand in Reihe.
Das läuft genauso gut und sollte das ZR schonen, weil es eher dem Datenblatt entspricht.
Das ganze läuft jetzt mit einem Arduino Uno und LCD Display und funktioniert.
Den Arduino Geiger-Sketch habe ich irgendwo im Internet gefunden.
Ich weiß nicht mehr wo.
Da es nicht mein geistiges Eigentum ist, möchte ich es hier nicht veröffentlichen.
Wenn ich die Seite wiedergefunden habe, schicke ich den Link.





Radiohörer

Zitat von: Radioquant98 am 15. Februar 2026, 09:45Wie weit ???? - wie weit sind die professionellen Sonden vom Anschluß entfernt ?
...nach meiner Erfahrung um die 50 m, selten bis 100m.

Wenn man S/FTP Kabel mit Paarschirmung verwendet, kann man bei weiteren Entfernungen auch 2 oder 3 Pärchen für die Stromversorgung verwenden und nur ein Pärchen fürs Signal.
Bei vorhandenem Schirmgefecht ggf. dieses als Masse.  --> ausprobieren!

Bei Garteninstallation ist auch ein nagerfester Wellschlauch empfehlenswert 8)

Es gibt auch günstige, kleine PoE auf 5/12/15V Wandler.

Am günstigsten kommt an hochwertige Kabel bei einer Neuverkabelung ran: da bleiben häufig Reste auf den Trommeln, die zu kurz sind und dann keiner abwickeln will --> fragen kost nix ;)

DL8BCN

Die Arduino Software lässt sich noch nicht richtig kalibrieren.
Die 0,07 μSv/h werden richtig angezeigt.
Aber bei höheren Dosisleistungen zeigt es viel zu wenig an.
Muss ich mir noch mal den Sketch von Opengeiger- Bernd ansehen.
Wie war das noch.
Ist es eine lineare Funktion der Zählrate zur Dosisleistung?
Also doppelte Zählrate pro Zeiteinheit gleich doppelte Dosisleistung?
Es gab mal eine Formel für das 70031A.
ODL=(cpm-60)/840.
Die muss dann ja mit in die Software implementiert werden.
Habe ich meine Frage schon selber beantwortet. Ist keine lineare Funktion!





Peter-1

Bei meinem Rohr ist es :
(CPM - 46)/779 = µSv/h
Gruß  Peter

DL8BCN

Hallo Peter. Wie hast du die Werte ermittelt?
Ausprobieren?

DL8BCN

Ich habe mir dieses Thema noch einmal durchgelesen:
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,1031.0.html
Da findet man wirklich viele hilfreiche Infos.
Auch die Antwort der Fa. VACUTEC auf meine Anfrage zum Eigennulleffekt des 70031A.

Peter-1

Ich habe durch Vergleich mit den ODL Sonden an verschiedenen Orten den Zusammenhang Zählrate zu µSv/h ermittelt. Die Korrelation von 0,99 ist auch nicht schlecht!
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
Gruß  Peter

DL8BCN

Das ist natürlich ein extremer Aufwand.
Ist nicht auch eine höhere Dosisleistung z.B. 10 μSv/h oder 100 μSv/h relevant, die normalerweise nicht in der Natur messbar ist.
Dort sollte die Sonde doch auch richtig messen.

Peter-1

Wenn ich richtig rechne so bekomme ich 100 µSv/h in 1 Meter Abstand bei Cs137 mit lockeren 1 GBq !!!  Da mache ich sicher keine Messung.
Ich will nur glaubhafte Werte bis max. 1 µSv/h. Die Sonde ist doch auch nicht für das Gelände zum suchen gedacht. Wenns in meinem Garten mal 100 µSv/h anzeigen sollte, dann haben wir andere Probleme  >:(
Gruß  Peter

DL8BCN

Das stimmt schon, kann man so sehen :)

NoLi

Zitat von: Peter-1 am Gestern um 14:16Wenn ich richtig rechne so bekomme ich 100 µSv/h in 1 Meter Abstand bei Cs137 mit lockeren 1 GBq !!!  Da mache ich sicher keine Messung.
Ich will nur glaubhafte Werte bis max. 1 µSv/h. Die Sonde ist doch auch nicht für das Gelände zum suchen gedacht. Wenns in meinem Garten mal 100 µSv/h anzeigen sollte, dann haben wir andere Probleme  >:(
100 µSv/h bedeuten gemäß "Notfallplan des Bundes nach §98 StrlSchG":

Richtwert der Ortsdosisleistung für die Abgrenzung eines Gefahrenbereichs (ODL).

Tab. C.2.3 Kontaminationsrichtwerte und Richtwerte der ODL für die Schutz-
maßnahmen Evakuierung, Aufenthalt in Gebäuden und Abgrenzung:
Aufforderung zum Aufenthalt in Gebäuden, Abgrenzung eines Gefahrenbereichs.


Norbert

NoLi

Zur Ergänzung (ODL = Ortsdosisleistung):

1 µSv/h bedeuten gemäß "Notfallplan des Bundes nach §98 StrlSchG":

Tab. 3.2 Kriterien, bei deren Erfüllung in der Regel von einem Notfall auszuge-
hen ist:
...
3. Die ODL ist um mindestens 1 μSv/h gegenüber der Untergrundstrahlung erhöht(*3).
(ODL gemessen in einer Entfernung von 1 m von einem Objekt oder 1 m über dem Boden.
(*(3) Ausnahmen können gelten im Zusammenhang mit geplanten Tätigkeiten im Sinne von § 4 StrlSchG (zum
Beispiel in unmittelbarer Nähe von Versandstücken der Gefahrgutklasse 7 nach dem Europäischen Über-
einkommens vom 30. September 1957 über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der
Straße (ADR) oder Ordnung für die internationale Eisenbahnbeförderung gefährlicher Güter (RID)) und
bei bestehenden Expositionssituationen.)


und

3.6.4 Das betroffene Gebiet
...
139 Insbesondere in der Dringlichkeitsphase eines Notfalls ist vorsorglich davon auszuge-
hen, dass mindestens eines der Kriterien nach Rn. 138 erfüllt ist oder erfüllt sein kann,
wenn nach Wolkendurchzug eine ODL von 1 μSv/h überschritten wird oder überschrit-
ten werden kann.



Übrigens: die Bedingungen gemäß letztem Absatz 3.6.4, Randnummer 139, waren Ende April und Anfang Mai 1986 in München und Teilen von Bayern und Baden-Württemberg kurzzeitig erfüllt...
(LfU Bayern  https://www.lfu.bayern.de/strahlung/tschernobyl_und_mehr/tschernobyl_bayern/doc/tschernobyl.pdf)

Norbert