Darf es etwas Radon sein? Der Radon-Mess-Thread

Begonnen von katze, 03. Januar 2020, 00:35

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Flipflop

Habe Heute mal das Staubsauger-Experiment im Keller gemacht, der Sauger lief keine 5 Minuten und ich konnte am Filter mit dem GQ600+ in etwa 4-5 X mehr messen, nach ca 2,5 Stunden konnte ich am Filter nichts mehr messen. Funktioniert. (Es fehlt der Rn.Wert im Keller und in etwa das Luftvolumen das durch den Sauger gelaufen ist)

DL3HRT

Probier mal mit viel kürzerer Saugzeit. Bei mir reichen schon 30 Sekunden.

Radiohörer

@Flipflop: kannst Du bitte mal das Handbuch des GMC600+ lesen
https://www.gqelectronicsllc.com/download/GMC-600PlusUserGuideDE.pdf
und uns vernünftige Werte in cps, cpm oder µSv/h, statt 4-5x mehr, geben: siehe unten.

Rudolf (RIP) hat sich echt viel Mühe mit den HB gegeben...

Flipflop

Radon und Folge-Produkte im und aus dem Stollen. Wäre ja schon mal interessant wie viele Bq/m3 das waren, 100-200KBq/m3? RC102, GQ 600+, AranetRn+ und FFP3 Maske.

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Radiohörer

...hast Du auch mal vorne an der Kleidung im Brustbereich (Vorsicht: Frischhaltefolie ums Messgerät: sonst Kontamination!) gemessen ;)
Heute dürfte es (>16h) schon zu spät sein. Aber leg ruhig mal den GMC auf und berichte, wenn es noch erhöhte Werte gibt.
Man kann sich auch schön die Abklingkurve der Maske oder der Kleidung mit den im GMC gespeicherten Werten nach Übertrag in eine .xls-Datei plotten lassen.

Mit dem https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,3008.msg39073.html#msg39073
und dem CHNADKS RM-73 (beide haben die selbe SW und dürften vom selben Hersteller sein)
kannst Du, bei halben Kapitaleinsatz, auch bis 40 kBq/m³ messen. Such mal nach Rn + Moffette.
Darüber nur mit dem von Opengeiger und Silfox hier vorgestelltem Selbstbauten
Rikamino --> https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2305.0.html
oder Profigeräten.
Ob es diese, nach Veröffentlichung in einer Zeitschrift, mittlerweile als Baussatz gibt, weis ich aktuell nicht.
Auch was bei ihren Vergleichsmessungen auf längere Zeit gesehen heraus gekommen ist, haben sie, glaube ich, ohne es zu überprüfen, nicht mehr berichtet :(




Flipflop

Ja, ist ein bisschen gruselig, alles wird Radioaktiv. Der GQ 600+ zeigte nach dem Stollen ca. 600 CPM an, = in etwa 10 X mehr? Normalerweise habe ich den RC in einer Plastiktüte, habe ich die Tüte mit der Aussenseite um den RC gewickelt, zeigte er in etwa 25-30 CPS an.

Radiohörer

...eher ganz normal, wenn man sich mal damit beschäftigt hat ;D
Es hat schon seinen Grund, warum einige Radon-"Heil"-Stollen die zugeführte Luft filtern, bevor sie die Leute einatmen dürfen.
Oder bei den Wannenbädern mal abgedeckt/mal am Hals abgedichtet wird --> siehe Steffens Bericht.
Aus dem gleichen Grund werden einige Bergwerke und Höhlen nicht mehr geführt, weil das Personal, dass ja mehrfach am Tag für mehrere Stunden die erhöhten Konzentrationen an Rn-Zerfallsprodukten, die gerne an Aerosole binden oder, weis ich leider nicht genau, erst deren Bildung begünstigen, ausgesetzt sind.
Wenn Rn zerfällt werden die beiden geladenen Teilchen mit ~6 MeV in feuchter Luft sicher irgend einen Effekt auslösen.
Aber das werden uns die hier sicher mitlesenden Profis schon erzählen ;)

Mir fällt gerade ein, dass man mal mit verschiedenen FFP-Masken (1, 2 & 3) messen könnte, welcher nach z.B. einer Stunde aktiver ist.
Das kann man natürlich auch mit dem Staubsauger machen. Allerdings müsste man die Saugzeiten an die unterschiedlichen Durchlässigkeiten der Filter anpassen bzw. den Luftdurchsatz messen.
Am TdoT in Königstein war übriges ein Rn-Mess-Anhänger mit einem Erdgaszähler ausgestellt...

Radiohörer

Zitat von: Flipflop am 15. August 2026, 10:24Ja, ist ein bisschen gruselig, alles wird Radioaktiv. Der GQ 600+ zeigte nach dem Stollen ca. 600 CPM an, = in etwa 10 X mehr? Normalerweise habe ich den RC in einer Plastiktüte, habe ich die Tüte mit der Aussenseite um den RC gewickelt, zeigte er in etwa 25-30 CPS an.
...noch heute morgen oder gestern nach dem Besuch?

Flipflop

#443
Zitat von: Radiohörer am 15. August 2026, 09:57Rikamino --> https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2305.0.html
oder Profigeräten.

lch brauche meistens den AranetRn+ und wenn ich ein paar mal im Jahr in einem Stollen bin, habe ich halt kein Messgerät für Rn. und sonnst würde es dann wieder Monate lang rumstehen, Vielleicht kaufe ich mal einen air-Q radon, mit all seinen Vor und Nachteilen..... wenn ich mal ein paar hundert Quaklos dafür übrig habe. :)

https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2950.0.html

DL8BCN

Gestern hat es seit langer Zeit mal wieder ordentlich geregnet :yahoo:
Es scheint eine größere Menge Radon Folgeprodukte ausgewaschen zu haben.
Meine permanente Messstation außen am Haus hat einen schönen Buckel aufgezeichnet.
Siehe Bild.
Von 0,065 μSv/h nach 0,080 μSv/h.

Flipflop

Keine Ahnung wo jetzt der richtige Ort für dieses Thema ist. Habe mal eine 0,5 Lt Flasche Radonhaltiges Wasser Luftfrei abgezapft, nach 8 Std. kann ich mit dem RC und vor allem mit dem GQ 600+ eine deutliche Aktivität nachweisen. Würde sagen Radonquelle gefunden.  :good:

NoLi

Zitat von: Flipflop am 02. September 2026, 23:08Keine Ahnung wo jetzt der richtige Ort für dieses Thema ist. Habe mal eine 0,5 Lt Flasche Radonhaltiges Wasser Luftfrei abgezapft, nach 8 Std. kann ich mit dem RC und vor allem mit dem GQ 600+ eine deutliche Aktivität nachweisen. Würde sagen Radonquelle gefunden.  :good:
Was bedeutet "deutliche Aktivität" konkret in Zahlen?

Norbert

Flipflop

Ob die Rechnung so stimmt? Nach rund 10 Std. Messe ich abzüglich Hintergrund ca. 1/3 weniger. Ist das erste Mal dass ich Rn. nachweisen konnte, sonnst konnte ich immer nur eine Abnahme der Aktivität feststellen. Jedenfalls, funktioniert. :good:

Flipflop

Erkundung einer natürlichen radioaktiven Quelle

Ionizing Radiation Lab


megapull

Hier in Ungarn naht das kältere Wetter und damit steigt mein Wunsch, jeden Morgen die Fenster zu öffnen.

Das mag kontraproduktiv erscheinen, aber wie ich bereits erwähnt habe, besteht meine Wohnung aus industriellen Schlackenziegeln und autoklaviertem Porenbeton, die beide eine höhere Urankonzentration als normal aufweisen und daher eine ständige Radonquelle darstellen können.

Dies ist am deutlichsten auf meinen Böden zu erkennen, wo ich 0,4–0,5 µSv/h messen kann, wenn ich einen Laminatboden habe, und die Hälfte dieses Wertes, wenn ich Innenfliesen habe (was zeigt, dass dies als Schutzmaßnahme recht gut funktioniert).

Da die beiden Laminatbodenräume leider am schlechtesten belüftet sind, habe ich mir für Langzeitmessungen im Haus natürlich einen Aranet Rn+ gekauft.

Dies gilt umso mehr, als ich eine relativ kleine Mineraliensammlung besitze, die ebenfalls eine Radonquelle sein könnte (vielleicht ein Dutzend münzgroße oder kleinere Autunit-Exemplare, meist mit Acryl überzogen, in Plastikboxen, die Boxen selbst in einem Acrylschrank). Diese werden im kleineren Raum etwa auf Kopfhöhe in einer Ecke platziert. An meinem etwa 1 m entfernten Schreibtisch sind Hintergrundpegel normal (z. B. 0 % Unterschied bei Langzeitmessungen mit oder ohne Mineralien).

Ein Raum ist etwa 4,5 x 5 m groß, während der kleinere vielleicht 2 x 5 m groß ist. Beide Räume haben eine Tür, der kleinere Raum hat jedoch nur ein kleines Kippfenster, während der große Raum zwei große Fenster hat.

Ich stehe jetzt vor den Messungen für ein paar Monate, werde aber noch eine Weile bis vielleicht Weihnachten warten, um das Experiment wirklich in Gang zu bringen.

Bisher waren die Werte in den wärmeren Monaten tagsüber völlig normal und lagen zwischen 0 und 20-30 Bq/m3, gelegentlich auch über 40, blieben aber immer unter 50.

Dies galt für beide Räume, wobei der kleinere Raum stets ~10 Bq/m3 höhere Werte aufwies als der größere Raum.

Bisher trage ich dazu bei, dass der Raum kleiner ist und die Belüftung schlechter ist, und natürlich die Mineralien, aber der Unterschied ist bisher vernachlässigbar.

Als das kältere Wetter einsetzte, stiegen diese Werte deutlich an.

In der Nacht, wenn das Haus abkühlt (und warme Luft nach oben strömt usw.), erreichen die Radonwerte jetzt 100–150 Bq/m3, was genau an meiner persönlichen ,,Das ist nicht gut"-Toleranzgrenze liegt. Natürlich habe ich versucht, meine Mineraliensammlung zu räumen, nur um festzustellen, dass dies auf lange Sicht überhaupt keinen Unterschied macht.

Mit den größeren Werten ist der Unterschied zwischen den beiden Räumen nun etwas übertrieben. In den Nachtstunden erreichen die Radonwerte im großen Raum 100–110 und im kleineren Raum 100–150. Dieser erreicht seinen Höhepunkt etwa um 7–8 Uhr morgens und nimmt im Laufe des Tages allmählich ab.

Das liegt zwar immer noch unter der Grenze, aber ich bin überhaupt nicht glücklich darüber, aber wir sind sowieso schon seit langem auf der Suche nach einem neuen Zuhause.

Die Moral der bisherigen Geschichte: mehrere Tonnen Schlackensteine > eine kleine Sammlung eines Mineralienliebhabers

Ich werde das Excel/Diagramm natürlich veröffentlichen, sobald ich weitere Daten gesammelt habe.
https://www.youtube.com/@radminerals  |  Automess 62AD25  |  Ludlum 3 + 44-2 scint & 44-7 AB/G  |  Radiacode 103/110/Zero  |  DP-75  |  Raysid