Alles über PMTs

Begonnen von Radioquant98, 16. Dezember 2025, 08:29

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Peter-1

Hallo Andreas,

Du wirst es sicher gegen die gut gemeinten Ratschläge machen, aber ich versuchs nochmal. Wenn die Kathode auf Massepotential liegt gibt es weniger störende Einflüsse im Glas. Das wurde auch von Hamamatsu schon so beschrieben.
Glaube mal den Fachleuten !
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
Gruß  Peter

Radioquant98

Hallo Andreas,

für Spektrometie genügt der Impulsausgang.

Ob K oder A an Masse gibt es jeweils Vor-und Nachteile , die auch mechanisch baubedingt sind - steht auch in irgenwelchen Dokus

Wir arbeiten hier mit K an Masse.

Viele Grüße
Bernd

DL8BCN

Noch mal generell zur Dynoden- Spannungsteilerkette.
Man findet Angaben zum Gesamtwiderstand der Kette mit 100 MOhm bis 10 MOhm.
Meine PMT's sind 8-Stufig (XP3312).
Im Datenblatt sind die Widerstände als Faktoren angegeben. Also z.B. 2-1,5-1,5-1-1-1-1-1-1-0,5.
Für meine funktionierenden PMT hatte ich immer ca. 100 MOhm in Summe geschaltet.
Irgendwo hatte ich gelesen, daß die Theremino PMT Schaltung nur sehr kleine Ströme liefern kann.Daher der sehr hochohmige Aufbau.Ich bin nun gerade am testen mit einer niederohmigeren Variante.
Mal schauen, wie sich das auswirkt.

Radioquant98

#33
Ja genau Rainer, diese Teilerfaktoren sollten so eingehalten werden, wie der Hersteller  es vorgibt.
Der Gesamtwiderstand ist bei Impulsbetrieb in großen Grenzen variirbar, aber die die anodennahen Dynoden müssen, wegen des höheren Strombedarfes mit Kondensatoren gestützt werden.
Nur für Gleichlichtanwendungen ist ein niederohmiger Teiler notwendig - diese Dimensionierung bringt aber auch den linearsten Betrieb und ist also für Gleichlicht-und Impulsanwendung gleichermaßen verwendbar.
Ein hochohmiger Teiler hat aber den Vorteil geringer Leistungsaufnahme. Die Anpassung der Stützkondensatoren habe ich bisher immer prozentual der Herstellerschaltungen genommen - also zehnfacher Widerstand ein zehntel Kondensator bei angenommenen zehntel des Anodenstromes.

Viele Grüße
Bernd

ABel

Hallo,

in der Dokumentation des Theremino PMT-Adapters wird angegeben:
Standard-Schema (bis 1000V): max. 50µA (Rgesamt > 20MΩ)
Schema bis 500V: max. 100µA (Rgesamt > 5MΩ)
Schema bis 1500V: max. 25µA (Rgesamt > 25MΩ)

Mein Scionix-Detektor enthält als PMT einen ETL 9266 von ET Enterprises mit 10 Dynoden. Als Standard-Widerstandskonfiguration nennt das Datenblatt K-2*R-Dy1-R-Dy2-R-Dy3-R-Dy4-R-Dy5-R-D6-R-Dy7-R-Dy8-R-Dy9-R-Dy10-R-A (es gibt noch eine ,,High Pulsed linearity"-Konfiguration: K-2*R-Dy1-R-Dy2-R-Dy3-R-Dy4-R-Dy5-R-D6-R-Dy7-2*R-Dy8-3*R-Dy9-4*R-Dy10-3*R-A). Das Datenblatt nennt für R aber einen Wert von 330 kΩ, das geht mit der Theremino-HV-Versorgung nicht.

Gruß Andreas

DL8BCN

Ich verwende ja den GSPro5 Adapter von Gammaspectacular (https://www.gammaspectacular.com/blue/gamma-spectroscopy/gamma-spectrometers/gs-pro-v5)
Da gibt es wohl keine Angaben zur Strombelastbarkeit. Spannung geht bis 2000V.
Ansonsten habe ich auch den original Theremino-PMT-Adapter.
Wenn ich den Theremino Adapter verwende, bleibe ich dann in Summe über 20MOhm.
Könnte sein das der GSPro5 etwas leistungsfähiger ist.

Radioquant98

Profigeräte können, so weit ich weiß, immer auch höhere Ströme, um eben auch für recht niederohmige Teiler verwenbar zu sein.
Du kannst doch mal messen, ab welchem Strom die Spannung zusammen bricht.

Viele Grüße
Bernd

Radioquant98

Zitat von: ABel am 27. Januar 2026, 07:29
Zitat von: ABel am 27. Januar 2026, 07:29(es gibt noch eine ,,High Pulsed linearity"-Konfiguration: K-2*R-Dy1-R-Dy2-R-Dy3-R-Dy4-R-Dy5-R-D6-R-Dy7-2*R-Dy8-3*R-Dy9-4*R-Dy10-3*R-A). Das Datenblatt nennt für R aber einen Wert von 330 kΩ, das geht mit der Theremino-HV-Versorgung nicht.

Gruß Andreas

Das Datenblatt nennt für R aber einen Wert von 330 kΩ, das geht mit der Theremino-HV-Versorgung nicht.

Gruß Andreas


Genau deshalb soll man eine bestimmte Impulszahl pro Sekunde nicht übersteigen.

Viele Grüße
Bernd

DL8BCN

Ich habe gestern mal gelötet ;D
Einen Spannungsteiler für einen XP3312 Photomultiplier, den ich noch als Ersatz habe.
Diesmal mit einem Gesamtwiderstand von gut 20 MOhm.
Als Stützkondensatoren 22nF/2kV zwischen den letzen beiden Dynoden in Richtung Anode.
Aus Versehen auch einen dritten C von der letzten Dynode zur Anode.
Das funktioniert dann aber gar nicht!
Was man machen kann ist wohl ein Kondensator zwischen Kathode und Anode.
Der muss dann aber noch spannungsfester sein.
Ich dachte erst es liegt an den zu niederohmigen Widerständen.
Dann habe ich den Fehler entdeckt und den Kondensator zur Anode ausgelötet.
Getestet habe ich mit einem 3-Zoll Plastikszintillator und dem Ludlum 12 bei 1000V.
Da die Spannung doch um einiges zusammenbrach, habe ich wieder die hochohmigere Variante verwendet.
Gesamt habe ich jetzt 60 MOhm, nicht 100 MOhm wie bei meinen früheren Versuchen.
Ich denke das ist ein ganz guter Kompromiss.
Zählrate ist jetzt außerhalb der Bleiburg bei 2500 cpm.
Ich hatte gelesen, daß der PMT sich erst vom Licht erholen muss, um wieder die volle Empfindlichkeit zu haben.
Das ist nun über Nacht hoffentlich passiert.
Heute Nachmittag werden ich die Zählrate noch mal messen und schauen, ob sie höher geworden ist.





Peter-1

Die Verstärkung ändert sich kaum, aber das Rauschen läßt est langsam wieder nach. Wenn sich die Verstärkung geändert hat, so wurde durch zu hohen Lichteinfluß die Kathode leicht geschädigt und erholt sich ganz langsam wieder. Also Geduld !
Gruß  Peter

Radioquant98

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Was man machen kann ist wohl ein Kondensator zwischen Kathode und Anode.
Der muss dann aber noch spannungsfester sein.
[/quote]
Nein nur zwischen HV und Masse(Katode an Masse) oder Dynode und Masse - letzteres anstatt der Überbrückungs-Cs der Dynode.

Viele Grüße
Bernd