Lebensmittelmessung mit Radiacode und Radiacode Marinelli Silikonbehälter

Begonnen von dave_one, Gestern um 15:49

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dave_one

Hei alle,
Habe mir für meinen Radiacode den Marinelli Silikonbehälter besorgt. Dieser ist bereits in die Software (App) von Radiacode integriert.

Nachdem wir hier in unserem Wald letztes Jahr kiloweise über Pfifferlinge gestolpert sind, habe ich einige kg davon eingetrocknet. Pfifferlinge sind wilde Pilze, die besonders gern Caesium anreichern, und die Rentierhalter im Norden mussten ja nach Chernobyl zuhauf ihre Herden schlachten. Nicht weit vom Polarkreis entfernt, erwartete ich mir also von einer Messung zumindest einen merkbaren Anstieg.
Da die teilweise -20*C einen gewissen stubenhockenden Effekt mit sich führen, habe ich endlich eine Messung vorgenommen.

Probenmessung laut Vorgabe von Radiacode:

Hintergrundmessung über 96 Stunden.


Marinelli Behälter dicht gepackt mit getrockneten Pilzen. Nettogewicht in die App eingetragen: 14 Gramm.

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Ich habe die Messung nach 8 Stunden gestoppt (nach Passieren von 662keV).

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Das Ergebnis ist für mich nicht nachvollziehbar: Das Spektrum der Pilze / die gesamte Zählrate ist NIEDRIGER als der Hintergrund!?
Messort ist an genau gleicher Stelle mit dem gleichen Messgerät, ohne Änderung einer Kalibrierung oder ähnlichem. Sogar das Wetter war gleich (kein besonderer Niederschlag o.ä.).
Das gesamte Spektrum der Pilze erscheint geringer als der Hintergrund zu sein, fast so als ob der Messkopf im Silikonmarinelli von der Hintergrundstrahlung abgeschirmt worden sei, was ja Unfug ist.
Mit unterschiedlichen Teststrahlern habe ich ermittelt, dass sich die Linien deren Isotopen mit den Linien im Spektrum decken. Einen reinen Cs137 Teststrahler habe ich leider nicht, nehme aber nicht an, dass mein Gerät falsch kalibriert ist.

So woran kann das liegen: Ein Messfehler? Zu kurzer Messzeitraum? Zu hohe Hintergrundstrahlung?

Grüsse David :paratrooper: