Kleine HV-Platine

Begonnen von Radioquant98, 21. Februar 2026, 16:13

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Radioquant98

Hallo Zusammen,

mich hat mal interessiert wie gut oder schlecht die HV-Erzeugung vom Bosean FS5000 ist. Im Gerät wollte ich nicht eingreifen, also habe ich die Bauteile besorgt. Den IC gab es aber nur in China - mit gemischten Gefühlen bestellt und Glück gehabt.
Der Aufbau ist dem Original nachempfunden.
Das schwierigte war das Hühnerfutter aufzulöten, da die Platine keinen Lötstopp hat - eben  selbst hergestellt - auf dem Komputer sieht alles schön groß aus :D

Also , ich bin zufrieden. Das größte Problem ist, die richtigen Drosseln zu finden. Es fließen doch erhebliche Impulsströme, die auch die Drossel nicht in die Sättigung treiben.

Ich habe nun drei Varianten aufgebaut. Eine mit der großen 10µH, Eine mit der mittleren 22µH und Eine mit einer mickrigen 10µH.
Die Daten sind in der Tabelle.

Die Zwei kleinen Platinen sind ohne Impulstransistor, nur Festspannung und keinen CE-Eingang(Pin 3 einfach auf +Ue)

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Viele Grüße
Bernd

DL8BCN

Sieht klasse aus.
Und eine kleine Hochspannungsplatine braucht man eigentlich immer.
Wir Bastler jedenfalls :D

Radioquant98

Danke.

Aber hauptsächlich lernt man dabei - auch für Reparaturen wichtig.
Das ist mein erster Wandler mit 300kHz. Da darf man vom Datenblatt-Layout fast nicht abweichen.
Das ist schon erstaunlich, was so ein winziger MOSFET für Ströme schalten kann.

Viele Grüße
Bernd

DL8BCN

300 khz ist schon eine Ansage.
War sonst eher 30 khz, oder?

Radioquant98

Zitat von: DL8BCN am 21. Februar 2026, 20:03300 khz ist schon eine Ansage.
War sonst eher 30 khz, oder?

Anfangs mit Germanium nur bis 10...15kHz, dann mit Silizium bis 20...30kHz, dann bis 100kHz und jetzt bis ????
Der IC ist ja auch schon alt - heute ist der FET und Gleichrichter mit drin.

Und das Schlimmste daran, das gibt es nur als SMD

Viele Grüße
Bernd

DG0MG

Wow, was für ne "Piepsel"-Arbeit! Ein Lineal hättest Du mitfotografieren sollen!  ;D

Wenn ich die Stromaufnahmen anschaue, dann scheint die kleine Platine mit 22µH bei höherer Spannung die effizienteste zu sein. Bei niedrigerer Spannung ist die große mit 10µH besser.

Mich würde interessieren, ob die lange Vervielfacherkette nötig ist, oder ob es vllt. auch mit halb so vielen Dioden geht?
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

Radioquant98

Ohhhhh, meine Lineale haben alle nur mm-Einteilungen :D

Die Drossel muß einmal eine hohe Güte bei 300kHz haben und zum Anderen einen hohen Sättigungsstrom haben. Nun und dann sollen sie auch noch klein sein. Daten habe ich nur von der großen Drossel und von einer nicht brauchbaren Kleineren, deren Sättigungsstrom hierfür viel zu klein ist. Die Induktivität hat einen bestimmten Spielraum. Höhere Induktivität bringt bei gleichem Impuls eine größere Spannung, hat aber auch Gegenwirkung wegen des höheren Gleichstromwiderstandes bei gleicher Baugröße. Wie so oft muß man immer wieder einen Kompromiß eingehen - klein und gut beißen sich.

Die Kaskade wäre eigentlich garnicht nötig - eine Drossel und eine Diode reichten, wenn da die Verluste und die Bauteile mitspielen würden.
Das Hauptproblem sind Dioden mit geringem Sperrstrom und hoher Sperrpannung bei der Frequenz. Und dann kleine MOSFETs mit hohem Strom und hoher Spannung mit kleinstem Kanalwiderstand bei Gate/Source-Spannungen von maximal 2,5V - braucht eigentlich Keiner, außer Geigerzähler.
Der Drain/Source-Widerstand berenzt den Drosselstrom und erhöht somit die benötigte Induktivität deren Verluste nun aber auch alles wieder begrenzen.

Derzeit ist wohl das Optimum bei einer Versorgung aus einer LiIon-Zelle bei einer Induktionsspannung um die 200V erreicht. Die Bauteile müssen ja auch zu einem vernünftigen Preis beschaffbar sein.

Wenn eine geringe Stromaufnahme im Leerlauf nicht notwendig ist, wird alles viel einfacher :)

Viele Grüße
Bernd

silfox

Hallo Bernd,

tolle Arbeit und Ergebnis.

Vielen Dank.

Ulrich