Hinweise auf Th- und Seltenerdmetalle rund um Nagy-Kopasz, Budapest

Begonnen von megapull, Gestern um 16:54

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megapull

In einem Gebiet von etwa 4 Quadratkilometern westlich von Budapest wurde zwischen 1956 und 1958 bei der Uranexploration eine radioaktive Anomalie entdeckt. Diese wurde größtenteils durch Thorium in Tonvorkommen der Deckschicht verursacht.

Wie spätere Untersuchungen jedoch bestätigten, stammten die radioaktiven Elemente, Seltenerdmetalle (Ce, U, Sc, Y, La, Hg), aus einem Biotit-Magmatit unterhalb des Hangschutts und wurden so in die Tone eingebracht.

Die Formation wurde durch mehrere geneigte Explorationsbohrungen zwischen dem Hosszú-árok und dem Szarvas-árok entdeckt. Dabei wurden 53 Meter Magmatit unter 1,6 Metern Deckschutt gebohrt, bevor man auf triassischen Dolomit stieß. Es wurden mehrere Explorationsbohrungen – und wenn ich richtig gezählt habe, 10 Explorationsschächte – niedergebracht, jedoch wurden keine industriell abbaubaren Vorkommen gefunden.

Das Vorhandensein von Uran wurde vor Ort bestätigt, jedoch war es in jedem Fall im Vergleich zu Thorium in extrem geringer Konzentration vorhanden.


Ich war schon einmal hier, bin aber mit neuen Instrumenten und Kameras im Schnee zurückgekehrt, um die Funktionsweise von Raysid zu testen.

Ich hoffe, das Video war informativ; meine Kamera hat sich jedenfalls verbessert. :)

Ein paar interessante Forschungsergebnisse (leider wird ein Übersetzer benötigt):
https://edit.elte.hu/xmlui/handle/10831/37761
https://epa.oszk.hu/01600/01635/00163/pdf/EPA01635_foldtani_kozlony_1962_4_455-457.pdf
https://atomfizika.elte.hu/akos/tezisek/tdk/szabozsuzsi_bakos.pdf
https://core.ac.uk/download/pdf/154253278.pdf

Mein älteres Video

Die hier durchgeführten Studien sind so alt und in Vergessenheit geraten, dass mittlerweile Touristenpfade angelegt wurden, die einige der schwächeren Messstellen kreuzen. Selbst die Förster (wie im Video zu sehen) wussten nicht, was es mit diesen Orten auf sich hatte, obwohl ich an mehreren Stellen 10 µSv/h am Boden messen konnte.

Definitiv ein faszinierendes Gebiet, und ich bin mit der Analyse dessen völlig überfordert. Ich habe über zehn Studien zu diesem Ort gelesen, und die Geologen streiten sich immer noch darüber, wie das Thorium dorthin gelangt ist. Daher werde ich es gar nicht erst versuchen, es selbst zu erklären.
https://www.youtube.com/@radminerals_hu  |  Graetz X5C Plus  |  Ludlum 3 + 44-2 scint & 44-7 AB/G  |  Radiacode 103  |  DP-75 |  Raysid

DL8BCN

Die Geologie und Mineralogie interessiert mich immer.
Danke für den Beitrag!