Definition eines PMT-Pulses

Begonnen von ABel, 14. März 2026, 10:50

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Radioquant98

Ooooch Andreas, und wieder alles hochwissenschaftlich und im Endeffekt weicht es von der Realität ab. Aber was schreibe ich da, Du weichst ja von deiner Schaltung keinen Millimeter ab.

"Mit dieser Lösung (Poti im Adaptereingang) bin ich nicht zufrieden, da arbeite ich lieber mit dem alten Adapter und einem Widerstand in der Signalleitung."

Wäre ich mit Beiden nicht - deshalb die RC-Glieder.
Da Du  noh Platinen hast, baue die Schaltung von hinten , also dem Integratur OPV2 auf - Füttere den mit den PMT-Impulsen und gucke dir mal Alles mit dem Oszi an. Den Eingangspegel mußt Du aber mit dem Anodenwiderstand einstellen und mit einem HV-Kondensator auskoppeln.

Ansonsten kann dir auch keiner weiterhelfen.

Viele Grüße
Bernd

ABel

Hallo,

OK, alles wieder akademisch / simuliert:

Es sieht nun für mich so aus, das ich einen riesen Fehler gemacht habe, als ich den Leitungswiderstand vor dem BNC-Kabel und nicht danach eingesetzt habe. Wenn das BNC-Kabel eine Kapazität von 100 pF hat, dann habe ich mir mit dem Widerstand von 3 MOhm eine RC-Stufe mit 3 MOhm x 100 pF = 300 us zusätzlich vor meinen Adapter gebaut. Seh ich das richtig?

Anliegend ein Vergleich, 3 MOhm vor dem BNC-Kabel (Amplitude -4 V), ohne BNC-Kabel (Amplitude -60 V), 3 MOhm nach dem BNC-Kabel (Amplitude -12,5 V).

Offen bleibt die Frage, wie groß ist die Kapazität des BNC-Kabel? 100 pF ist nur ein üblicher Vorgabewert. Es finden sich Angaben zwischen 83 und 101 pF / Meter.

Gruß Andreas

ABel

Hallo,

Entschuldigung, mein Schema hatte einen Fehler. Der PMT-Adapter hatte kein GND.

Nach der Behebung des Fehlers sind die Veränderungen nun nicht mehr gar so gravierend, aber dennoch bedeutend.

Ohne BNC-Kabel hat die Amplitude -3,1 V und der Puls ist sehr kurz. Mit BNC-Kabel und RS vor dem BNC-Kabel sind es -1 V und der Puls ist lang, mit RS nach dem BNC-Kabel sind es -1,45 V.

Gruß Andreas

ABel

Hallo,

gestern Abend hatte ich die Möglichkeit mit einem 500MHZ-Oszilloskop (LeCroy waveRunner 6050) zu messen. Hab eine 10x-Tastspitze verwendet, aber die Option zur Einstellung des Tastverhältnisses nicht gefunden, also alle Spannungen Mal 10. Leider hatte ich nicht viel Zeit. Drumm nur eine Messung des Spannungsabfalls über dem Lastwiderstand (PMT_RL2 = 100 kOhm), ohne externe Last an der Signalleitung. Es sollte alles dem anliegenden LTspice-Schema entsprechen.

Mit einem C0 von 10 pF (der Hersteller spricht von C0 < 10 pF!) war eine Modellierung des Anodenpulses, die ungefähr der Oszilloskopmessung entsprochen hätte, nicht möglich. Drum hab ich das Verhältnis von TauFall zu TauRise vorgegeben und einen ungefähren C0-Wert durch ausprobieren ermittelt.

Gruß Andreas