Berlin, uranhaltige Fliesen an der Fassade des "Haus des Rundfunks".

Begonnen von NoLi, Gestern um 21:33

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NoLi

Berlin, uranhaltige Fliesen an der Fassade des "Haus des Rundfunks":


Mit "abenteuerlichen Erklärungen".



Und hier "der offene Geigerzähler" am Haus des Rundfunks:



Norbert

Radiator

Ich schau mir jetzt nicht 35 Minuten an, zumal ich eh nicht einordnen kann, was der sagt.

Das sind wohl Siegersdorfer Kacheln, https://jeder-zweite-berliner.blogspot.com/2011/01/das-markische-kreisau.html unterstes Bild. Deren Spezialität waren bunte Kacheln für Gebäudefassaden, und das überall in Deutschland. Ich bin mir nicht mehr sicher, ob dabei auch gewöhnliche Backsteine glasiert wurden oder ob das immer ein speziellerer Ton war.

Was der Kerl schwafelt von wegen die Russen haben die Fassade mit radioaktivem Abfall unbrauchbar gemacht - da scheint ihm der Aluhut verrutscht. Auch die Flächen wo angeblich was entfernt wurde sehen nach meiner Erinnerung immer so aus auf diesen Kacheln. Wenn sie diese offenbar gewollte "Verlaufstruktur" haben, wo Farbflecken und -ströme aus der glatten Fläche ausbrechen. Nach über 100 Jahren greift auch gewöhnliche Verwitterung an, dann blättert auch mal die Glasur von ihrer Trägerfläche.

Dazu muß man wissen, daß die Stadt Bunzlau, in deren gleichnamigen Kreis Siegersdorf liegt, für ihre Töpferwaren berühmt war und heute noch ist. Die Siegersdorfer Kacheln sind da praktisch eine industrielle Marktnische zwischen hübschen Tassen und stabilen Backsteinen. Es gab auch eine Tonröhrenfabrik, die hat praktisch alles rohrförmige in brauner Lehmglasur gemacht.

Im Kreis Bunzlau gab es auch Kupferbergbau. Das fällt mir ein weil Schlacke ja notorisch radioaktiv ist, und bunte Glasuren oft auch aus dem Bergbau kommen, bzw. vor Schwermetallen strotzen. Durchaus möglich, daß man Bergbaumaterial oder gleich Abfälle in die Glasuren gemischt hat, weil sie dann so schön bunt werden.

Bleifreie Glasur war in Preußen so ab 1850 für Lebensmittel vorgeschrieben. Das wird jedenfalls immer bei den Bunzlauer Geschirren erwähnt. Die wären damit 100 Jahre früher bleifrei gewesen als der Tourikram aus Italien/Spanien. :)

ChatGPT sagt nun, Siegersdorfer Kacheln wären mit Blei/Silikat glasiert und mit Kupfer/Eisen/Manganoxid gefärbt worden. Würde zu meiner Kupferminentheorie passen.

Wenn da nun irgendein Uranerz oder sonst ein Kracher vergesellschaftet war, hätte man das mangels Geigerzählern gar nicht entdecken können und mangels Problembewußtsein auch gar nicht wollen.

Also neben Schlacke-Pflaster sind zukünftig auch glasierte Wände Kandidaten zum Überprüfen.  ;D