München: Strahlen-Alarm an Biergarten

Begonnen von DG0MG, Gestern um 18:29

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Banev

Zitat von: Lennart am Heute um 15:35
Zitat von: BanevAb welcher ODL würdet ihr denn zum Telefon greifen?
Das könnte ich so pauschal gar nicht beantworten. Für mich persönlich hängt das von mehreren Faktoren ab:
- bestätigen mehrere Geräte die Anwesenheit ionisierender Strahlung?
- Fehlalarm sicher auszuschließen?
- ist das Nuklid künstlich oder natürlichen Ursprungs?
- bekanntes Uranbergbaugebiet?
- Punktquelle oder großflächig ausgedehntes Strahlungsfeld?

Es ging mir um die Art von Situation, die in diesem Fall vorlag:
  • Ich bin der einzige vor Ort und habe nur ein Gerät dabei, das mir jedoch in der Bedienung vertraut und als zuverlässig bekannt ist.
  • Es ist ein Geigerzähler, ich kann also das Nuklid nicht eingrenzen.
  • Es ist kein Glitch, d.h. die Messung ist reproduzierbar und ich kann einen Fehlalarm durch mehrfache Prüfung der Ortsabhängigkeit der DL mit einiger Wahrscheinlichkeit ausschließen.
  • Es handelt sich um eine Stelle in einer ›radiologisch unverdächtigen‹ Umgebung – also weit und breit keine Bergbauhalde/weggeworfene Mineraliensammlung/Abklingbecken/seltsamer Gegenstand mit Trefoil ...  :o
  • Es gibt keine offensichtliche Quelle für stärkere EM-Strahlung (Sendemast/Hochspannungsleitung ...) in der Umgebung, die das Gerät evtl. beeinflussen könnte.
  • Lichtabhängigkeit kann ich ebenfalls ausschließen (Gerät in Tasche/Hülle/Ärmel ...).
  • Die DL ist höher als beispielsweise auf einer Halde in Jachymov oder am Rosinaschacht in Freital
  • Ich bin mir relativ sicher, dass hier nicht nur ein Radiologie-Patient an einen Baum gepinkelt hat ;D