Herne und Witten: Strahlende Substanz beschäftigt Feuerwehren stundenlang

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NoLi

" Herne und Witten : Strahlende Substanz beschäftigt Feuerwehren stundenlang

Stand: 11.09.2026, 20:45 Uhr

In Herne und Witten hat die Feuerwehr heute stundenlang nach Hinweisen auf eine unbekannte Substanz gesucht.

Gegen 13 Uhr 30 klingelt bei der Feuerwehr Herne das Telefon. Am Apparat eine Person mit Übelkeit. Kurze Zeit später startet die Feuerwehr einen ABC-Einsatz. Vierzig Minuten danach geht auch bei der Feuerwehr Witten ein Anruf ein. Im Industriegebiet hätte es einen Betriebsunfall gegeben. Auch hier rücken die Feuerwehrleute aus, etwa fünfzig Beamte sind im Dienst.

Beide Einsätze haben etwas gemeinsam: die Betroffenen sprechen von einer radioaktiven Substanz, die in einem Betrieb in Witten aufgetaucht sein soll. Der Mensch aus Herne war wohl mit ihr Kontakt gekommen. Die Feuerwehr wird aber später bei ihm keine Verstrahlung feststellen.
Verdächtiger Behälter: so groß wie ein Schuhkarton

Bei der betroffenen Firma wird dann ein verdächtiger Behälter gefunden. So groß wie ein Schuhkarton, wie die Feuerwehr Witten dem WDR später mitteilt. Und tatsächlich: der Behälter strahlt. Worum es sich genau handelt, können die Beamten aber lange nicht feststellen.

Um ihn herum wird ein Sicherheitsabstand von 100 Metern eingerichtet. Der schuhkartongroße Behälter wird dann in einen Strahlenschutzbehälter gepackt. Mittlerweile ist klar: bei der strahlenden Substanz handelt es sich um Cäsium. Das Alkalimetall kann in verschiedenen Formen auftreten. Als Cäsium 137 ist es radioaktiv.
Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Industriegelände in Witten.

In Witten soll in einem Industriepark an der Stockumer Straße radioaktiver Stoff ausgetreten sein.
Bildquelle: Fernandez / News4 Video-Line TV

Die betroffene Firma nutzt laut Feuerwehr das Cäsium vermutlich als Prüfstrahler. Damit kann geprüft werden, ob ein Strahlungsmessgerät funktioniert.
Betriebsunfall noch ungeklärt

Wie es zum Austritt des radioaktiven Cäsiums kommen konnte, ist noch nicht bekannt. Der Strahlenschutzbeauftragte der betroffenen Firma war heute ebenfalls vor Ort. Mittlerweile hat das Bundesamt für Strahlenschutz den Fall übernommen und klärt, was nun mit dem Cäsium passiert.

Auch in Witten mussten drei Mitarbeitende des Betriebs auf Strahlung untersucht werden. Auch sie konnten, genauso wie der Kollege aus Herne, von den Einsatzkräften "frei gemessen" werden. Gefahr besteht laut Feuerwehr Witten nicht.
Strahlende Substanz

WDR 11.09.2026 29 Sek. Verfügbar bis 10.09.2028 WDR Online
Einsatzkräfte der Feuerwehr auf dem Industriegelände in Witten.
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Unsere Quellen:

    Gespräch mit der Feuerwehr Witten
    Reporter vor Ort

Sendung: WDR.de, Strahlende Substanz beschäftigt Feuerwehren stundenlang, 11.09.2026, 20:45 Uhr
"
(https://www1.wdr.de/nrw/ruhrgebiet/ennepe-ruhr-kreis/grosseinsatz-firma-raeumung-radioaktivitaet-strahlung-witten-100.html)


"Großeinsatz in Witten: Verdacht auf einen radioaktiven Stoff
Avatar photo von Redaktion 11.09.2026 - 21:03 Uhr

In Witten-Annen kam es am Freitag zu einem größeren Feuerwehreinsatz. Die Einsatzkräfte wurden am Nachmittag gegen 14.08 Uhr zu einem Gewerbegebiet an der Stockumer Straße gerufen. Hintergrund war der Fund eines Behälters mit dem radioaktiven Stoff Cäsium-137.

Der betroffene Bereich wurde vorsorglich geräumt und abgesperrt. Nach den bisherigen Informationen besteht für die Zivilbevölkerung keine Gefahr. Rund um den Behälter wurde ein Sicherheitsabstand von 100 Metern eingerichtet. Der Behälter war nach Angaben der Feuerwehr Witten ungefähr so groß wie ein Schuhkarton und wurde anschließend in einen speziellen Strahlenschutzbehälter gebracht.

    📌 Gefahren durch Radioaktivität

        Ionisierende Strahlung besitzt genug Energie, um Elektronen aus Atomen oder Molekülen herauszuschlagen.
        Trifft sie auf lebende Zellen, kann sie das Erbgut (DNA) beschädigen.
        Dies kann entweder zu langfristigen Folgen wie Krebs führen oder bei extrem hohen Dosen zu akuter Strahlenkrankheit und Gewebeschäden

Vier Personen auf Kontamination geprüft

Die Feuerwehr war mit einem größeren Aufgebot vor Ort und führte umfangreiche Messungen durch. Insgesamt wurden vier Personen mit speziellen Messgeräten überprüft und ,,frei gemessen". Dabei handelte es sich um drei Mitarbeiter des betroffenen Betriebs in Witten und eine Person aus Herne. Eine Kontamination wurde bei keiner der vier Personen festgestellt.

Eine der überprüften Personen stammte aus Herne und hatte über Übelkeit geklagt. Deshalb wurde sie vorsorglich auf eine mögliche Kontamination untersucht. Nach den bisherigen Erkenntnissen war die Person jedoch nicht kontaminiert. Zunächst hieß es, sie könnte möglicherweise Kontakt zu dem radioaktiven Stoff gehabt haben. Zu den Angaben über den möglichen Kontakt gibt es allerdings weiterhin Widersprüche. Der Einsatz in Herne hatte bereits gegen 13.30 Uhr begonnen – rund 40 Minuten bevor die Feuerwehr Witten alarmiert wurde.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Trotz des umfangreichen Einsatzes bestand beziehungsweise besteht nach Angaben der Feuerwehr keine Gefahr für die Bevölkerung. Durch die 100-Meter-Absperrung rund um den Behälter wurde verhindert, dass Menschen in den Gefahrenbereich gelangen. Zunächst war für die Einsatzkräfte offenbar nicht eindeutig feststellbar, um welchen radioaktiven Stoff es sich handelte. Bei weiteren Untersuchungen wurde schließlich Cäsium-137 identifiziert.

Nach Angaben der Feuerwehr nutzte die betroffene Firma das Cäsium vermutlich als Prüfstrahler. Damit kann beispielsweise überprüft werden, ob Strahlungsmessgeräte ordnungsgemäß funktionieren. Wie es genau zu dem Betriebsunfall kam und ob dabei radioaktives Material aus dem Behälter austrat, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Weitere Informationen zum Einsatz und zum weiteren Umgang mit dem Cäsium-137 werden erwartet."
(https://www.derwesten.de/region/witten-verdacht-radioaktiver-stoff-id302157291.html)
In diesem Artikel: ein merkwürdiges KI-Bild von einem Strahlenmessgerät  "Messung in Witten (KI-Bild). Foto: KI-Bild"


Hörbeitrag:
"Blaulicht
Radioaktiver Stoff ausgetreten: Wittener Feuerwehr im Großeinsatz
Witten. In einem Wittener Gewerbegebiet ist ein Prüfstrahler umgekippt. Dabei trat ein radioaktiver Stoff aus. Für die Bevölkerung besteht keine Gefahr. Was bislang bekannt ist.
Inga Heidl
Von Inga Heidl, Redakteurin
11.09.2026, 16:22 Uhr"
(https://www.waz.de/lokales/witten/article413128887/atomarer-stoff-in-gewerbegebiet-ausgetreten-wittener-feuerwehr-im-grosseinsatz.html)


"Blaulicht
Herne: ABC-Einheit rückt aus – Strahlenverdacht in der Goebenstraße
Herne. Ein Mann fürchtet nach Feierabend, sich mit Radioaktivität kontaminiert zu haben – und ruft die Feuerwehr. 37 Einsatzkräfte rücken an.
Michael Muscheid
Von Michael Muscheid, Leiter Lokalredaktion
11.09.2026, 21:04 Uhr
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ABC Alarm Real Herne Großeinsatz Feuerwehr
In Herne gab es ABC-Alarm - die Sondereinheiten ABC und Dekontamination für Personen rückten aus (Archivbild).© WAZ | Arne Poll
KI-Stimme. Info

Wegen des Verdachts auf eine Kontamination beim Umgang mit einem Prüfstrahler ist die Feuerwehr Herne am Freitag, 11. September, gegen 15 Uhr zu einem Großeinsatz in den Ortsteil Baukau-Ost ausgerückt. Sie sperrte die Goebenstraße und untersuchte einen Mann. Schnell gab es Entwarnung.

Wie ein Feuerwehr-Sprecher gegenüber der WAZ mitteilte, hat sich ein Mann telefonisch bei der Feuerwehr gemeldet. Er sei nach der Arbeit mit dem Fahrzeug unterwegs gewesen und habe befürchtet, dass er sich auf der Arbeit beim Umgang mit einem Prüfstrahler kontaminiert haben könnte. Mit einem Prüf- oder Teststrahler, einer schwachen radioaktiven Strahlenquelle, wird in Betrieben die Funktion von Strahlungsmessgeräten kontrolliert.

Die Leitstelle habe daraufhin die Einsatzkräfte beider Feuerwachen sowie die Sondereinheiten ABC und Dekontamination für Personen an die Goebenstraße geschickt. Vor Ort hätten Feuerwehrleute in Schutzanzügen Messungen durchgeführt. Weder im Umfeld noch an dem Mann selbst hätten die Einsatzkräfte radioaktive Strahlung festgestellt. Ein Notarzt habe den Mann ebenfalls untersucht und keine gesundheitlichen Einschränkungen festgestellt. Der Mann habe daraufhin weiterfahren können.

Nach anderthalb Stunden sei der Einsatz beendet gewesen, mehr habe die Feuerwehr nicht machen müssen. Insgesamt seien 37 Einsatzkräfte der Feuerwehr Herne und des Rettungsdienstes vor Ort gewesen. Die Freiwillige Feuerwehr habe währenddessen den Grundschutz der Stadt sichergestellt.
"
(https://www.waz.de/lokales/herne-wanne-eickel/article413130931/herne-abc-einheit-rueckt-aus-strahlenverdacht-in-der-goebenstrasse.html)


Norbert