Reichweite verschiedener Bluetooth gekoppelter Geräte unter Wasser

Begonnen von Radiohörer, 25. September 2026, 21:29

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Radiohörer

...beim Talk mit Flipflop kam die Frage auf, wie weit man mit einem Radiacode, Raysid oder ?? unter Wasser Messwerte übetragen kann.
Eigene Versuche, erstmals an einer Quelle mit Granittrog bei Altenhammer
https://mapy.com/en/letecka?l=0&source=osm&id=1023697989&x=12.3221728&y=49.7310313&z=19 ,
mit RC und Raysid in je einem PET-ling musste ich feststellen, dass der RC senkrecht untergetaucht die Verbindung ~10cm tiefer als der Raysid halten kann.
Mit drei 500 mm langen PE-Rohren mit 50, 75 und 100 mm Durchmesser hab ich das heute mal ausprobiert. Bei 100mm wäre sicher noch mehr als 50 cm möglich gewesen, nur ist dann der Auftrieb so groß, dass das Rohr schwierig mit einer Hand ruhig zu halten und parallel zu fotografieren ist :-\

DG0MG

Zitat von: Radiohörer am 25. September 2026, 21:29Bei 100mm wäre sicher noch mehr als 50 cm möglich

Wieso so dick?
Je dicker das Rohr ist, umso mehr Kraft muss man wegen des Auftriebs doch aufwenden, um das Rohr unter Wasser zu drücken/zu halten.
Wenn man das Handy genau über das offene Rohr hält (==> keine Signaldämpfung schräg durchs Wasser) dann sollten doch problemlos auch mehrere Meter möglich sein. Und da würde ich doch einfach ein 50mm-Rohr nehmen. Das ist handlicher und strengt weniger an. Der Vollständigkeit halber müsste man noch genau wissen, wo im Handy/Tablet die Bluetooth-Antenne sitzt und genau diese Stelle über die Rohröffnung halten.

Hier hatte ich den RadiaCode mit allseitig 30cm Wasser umgeben: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,778.0.html
Aber das hat die Funkverbinung natürlich komplett abreissen lassen.
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

Radiohörer

Zitat von: DG0MG am 26. September 2026, 09:17Wieso so dick?

Je dicker das Rohr ist, umso mehr Kraft muss man wegen des Auftriebs doch aufwenden, um das Rohr unter Wasser zu drücken/zu halten.

Wenn man das Handy genau über das offene Rohr hält (==> keine Signaldämpfung schräg durchs Wasser) dann sollten doch problemlos auch mehrere Meter möglich sein. Und da würde ich doch einfach ein 50mm-Rohr nehmen. Das ist handlicher und strengt weniger an. Der Vollständigkeit halber müsste man noch genau wissen, wo im Handy/Tablet die Bluetooth-Antenne sitzt und genau diese Stelle über die Rohröffnung halten.
...weil ichs hab und kann ;D

Das hatte ich so ähnlich beschrieben bzw. gemeint.

Auch das hab ich nach dem Lesen Deiner Anmerkung mit dem 50mm Rohr heute mit/ohne Meter mit Phone/Tab noch mal probiert:
- erstens finde ich im Web keine Unterlagen, die bei meinen beiden genau die Lage der Antennenposition zeigt und
- zweitens hab ich nach je 12 Positionen der beiden Geräte über dem Rohr, der Radiacode unterstützt einen löblicher Weise mit einem Empfangspegel, keinen gravierenden Unterschied zu den vorherigen Versuchen feststellen können.
Noch mal probier ich den Scheiß nicht :(

Wen´s wirklich interessiert --> viel Spaß und Erfolg!

Floppyk

Gibt es eine Möglichkeit ein Bluetooth-Signal zu verstärken um die Reichweite zu erhöhen? Ich habe keine Repeater gefunden, die für WLan bzw. WiFi alltäglich sind.

bernd-das-brot

Das einzige, was ich in dieser Richtung kenne, ist ein Bluetooth Proxxy, meist auf Basis des ESP32, so etwas wird im Smarthome-Bereich genutzt, um entlegene Sensoren zu erreichen. Allerdings verstärkt der nicht das Signal, sondern reicht es über WLan oder Ethernet weiter.

Was die Signalübertragung durch Wasser angeht, ist die Antwort sehr einfach: Verstärkt man das Signal soweit, das eine nennenswerte Signalstärke durchdringt, kocht das Wasser und/oder alles rund herum, was Wasser enthält! ;D Bluetooth sendet auf 2,4GHz, was auch die Grundfrequenz von WLan ist, es gibt noch ein Gerät, was in fast jedem Haushalt zu finden ist, das diesen Frequenzbereich nutzt: Der Mikrowellenofen! Die eigentliche Resonanzfrequenz von Wasser, bei der die Dämpfung am höchsten ist, liegt irgendwo um 22GHz, man hat sich, obwohl die Effizienz deutlich niedriger ist, für die Frequenz von 2,4GHz entschieden, da die Eindringtiefe höher ist und, der aus technischer Sicht wohl wichtigste Grund, 2,4GHz sind im weltweit einheitlichen, freien ISM-Band, es muß sich nicht mit strengen, länderspezifischen Regularien im Funkbereich herumgeschlagen werden, denn so dicht, wie manch einer denkt, ist die Mikrowelle nämlich nicht! ;)

Die Dämpfung von Wasser ist bei 2,4GHz also so hoch, daß mehr als ein paar cm Reichweite, bei hunderten von Watt an Sendeleistung in der Mikrowelle, nicht möglich sind. Im ISM-Band sind, je nach Übertragungsart bis zu 10mW bei Einzelfrequenz oder 100mW bei Frequenzhopping erlaubt, das reicht nicht einmal, um großartig an der (Wasser)Oberfläche zu kratzen, was die Nutzung zur Signalübertragung durch Wasser unmöglich macht.

Zusätzlich kommt noch hinzu, daß sich so hohe Frequenzen schon ähnlich verhalten wie Licht, grob kann man sagen, das überall da, wo Licht reflektiert wird, auch die Funkwellen abgelenkt werden, je flacher der Winkel ist, mit denen sie auf die Wasseroberfläche auftreffen, umso stärker die Ablenkung.

Im RC-Modellbaubereich gibt es fast ausschließlich nur noch 2,4GHz Fernsteuerung, mit einer Ausnahme: Der U-Boot-Modellbau, dort wurden noch sehr lange die alte 40MHz Frequenz genutzt, aus oben genannten Gründen, mittlerweile verschiebt es sich dort in Richtung 800-900MHz.

Bei der Geschichte mit dem Rohr wäre es einen Versuch wert, es innen mit Alufolie auszukleiden, um die Funkwellen möglichst im Rohr zu halten, ob das hilft:  :unknw:

Lennart

Das ist zwar leicht OT, aber man könnte das Problem ganz leicht lösen. Ich denke, die Bluetooth-Reichweite der RadiaCode-Geräte ist absolut ausreichend. Bei mir reichen sowohl RC-101, 102 und 110 durch mehrere Räume bis in die Bleiburg. Selbst in meiner Messingabschirmung, die mit (übertrieben) engen Toleranzen gefertigt wurde, bekommt man noch eine Verbindung hergestellt.

Wenn man, wie bei den RadEye SPRD-Modellen, einfach einen Countdown einstellen könnte, der der Aufzeichnung des Spektrums vorausgeht, wäre das schon mal sehr hilfreich. Dann müsste für ein Spektrum noch eine voreingestellte Aufnahmedauer möglich sein, nach deren Ablauf eine automatische Speicherung erfolgt.

Das löst alle Probleme, die aus Verbindungsabbrüchen resultieren und ist letztendlich nur eine softwareseitige Anpassung der App, die meiner Meinung nach schon lange überfällig ist. So kann man dann auch auf dem Grund des Marianengrabens messen, ohne ein 11 km langes Rohr. Naja, zumindest so lange man das Gerät gegen den Wasserdruck sichern kann  ;)