Besuch im Zwischenlager Ahaus

Begonnen von DL8BCN, 23. Oktober 2026, 20:54

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DL8BCN


Radiohörer

Mein Fazit des Films: kanpp 5 min Friede, Freude, Eierkuchen!
Eigentlich kein Wunder, denn kritischer Journalismus sieht anderes aus: da müsste man sich ja tage-, wenn nicht wochenlang in ein Thema einarbeiten, event. mit Kritikern der Atomindustrie reden und auch mal selbst ein Messgerät in der Hand gehabt haben, um die richtigen Fragen stellen zu können :-\ 

Anscheinend wurde der "Pressetermin" absichtlich nur vor den Behältern für schwachaktive Abfälle (1µSv in 1m Abstand) durchgeführt.
War hier schon mal jemand in einem solchen Bereich: gibts da "normalerweise" Warntafeln mit Dosiswerten, s.u.? Wie hoch ist die ~ Dosis vor den blauen Castoren?

Neben den blauen Castoren , die nur kurz eingeblendet wurden, würden sicherlich welche herum stehen, die die Zuschauer u.U. beunruhigt hätten: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2936.0.html

@DL8BCN: Vielleicht gibts mal einen TdoT, an dem Du selber nachmessen kannst ;)

NoLi

#2
Zitat von: Radiohörer am 24. Oktober 2026, 14:09Mein Fazit des Films: kanpp 5 min Friede, Freude, Eierkuchen!
Eigentlich kein Wunder, denn kritischer Journalismus sieht anderes aus: da müsste man sich ja tage-, wenn nicht wochenlang in ein Thema einarbeiten, event. mit Kritikern der Atomindustrie reden und auch mal selbst ein Messgerät in der Hand gehabt haben, um die richtigen Fragen stellen zu können :-\ 
...
Ein Film, der die unspektakuläre Alltagssituation der (Ein)Lagerung beschreibt und zeigt...was sollte daran kritisch hinterfragt werden? Und wie sollten denn die "richtigen Fragen" lauten?

Bereiche erhöhter Dosisleistung sind deutlich durch Ketten gekennzeichnet, was nicht bedeutet, dass dahinter Lebensgefahr besteht...diese Bereiche sind für die Beschäftigten nur nicht als Daueraufenthaltsbereiche (2000 Std/Jahr) geeignet, weil sonst der gesetzliche Jahresdosisgrenzwert von 20 mSv überschritten werden kann. Trotzdem kann man sich dort auch längere Zeit aufhalten, je nach Dosisleistung. Und die Dosisleistung an den Wänden innen (!) liegt bei ca. 0,1µSv/h...da ist die Dosisleistung in Mutter Natur an vielen Stellen deutlich höher, was auch nicht ständig durch Kritikerjournalisten hinterfragt wird.

Die Dosis nach der zweistündigen Tour betrug  0,000 mSv (= < 1 µSv), so what? War doch alles zufriedenstellend gelaufen!

Wird in Kliniken mit radiologischer Abteilung und Nuklearmedizin die Örtlichkeit und Tätigkeit auch von "kritischem Journalismus" und mit "Messgerät in der Hand" hinterfragt?

Norbert

NoLi

#3
Zitat von: Radiohörer am 24. Oktober 2026, 14:09...
Anscheinend wurde der "Pressetermin" absichtlich nur vor den Behältern für schwachaktive Abfälle (1µSv in 1m Abstand) durchgeführt.
...
Auch hier wurde für die Berichterstattung das international von der ICRP propagierte und in die strahlenschutzgesetzgebenden nationalen Vorschriften eingeführte ALARA-Prinzip umgesetzt.

Zitat:
"1. Strahlenschutz-Prinzip (ALARA)

• Bedeutung: Steht für ,,As Low As Reasonably Achievable" (so niedrig wie vernünftigerweise möglich).
• Bereich: Ein grundlegendes Optimierungsprinzip im Strahlenschutz (Medizin, Kerntechnik und Industrie), das die Strahlenbelastung für Mensch, Tier und Umwelt so gering wie möglich halten soll.
"
(https://de.wikipedia.org/wiki/ALARA)

Der Kittel dient als Kontaminationsschutz für die Privatkleidung, falls man irgendwo an einem Behälter oder einer Hilfsvorrichtung zur Behälterentladung und Transport eine Berührung erfahren sollte, die Überschuhe dienen zur Verhinderung einer möglichen Kontaminationsverschleppung nach außerhalb des Kontrollbereiches. Die eingelagerten Behälter dürfen laut Gefahrgutverordnung ADR eine maximale Kontamination von Alpha = 0,4 Bq/cm² und Beta/Gamma = 4 Bq/cm² aufweisen; in der Realität liegen diese Werte aber weit drunter bis nicht mehr nachweisbar (eben ALARA).

Norbert