Strahlen-Alarm an Lkw in Bad Honnef.

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NoLi

Mit Video des WDR:
"Verdacht auf radioaktive Strahlung : Strahlen-Alarm an Lkw in Bad Honnef

Stand: 04.11.2026, 07:13 Uhr

Großeinsatz für die Feuerwehr auf der A3 bei Bad Honnef: Dort waren am Abend mehrere Stunden lang Teile eines Autohofs abgesperrt. Gefahrgut-Spezialisten untersuchten einen Lkw auf radioaktive Strahlung.
Von
Christoph Hensgen blickt in die Kamera

Der Verdacht: Von dem Sattelschlepper könnte eine leicht radioaktive Strahlung ausgehen.

Der Fahrer des Lasters hatte gegen 21.45 Uhr selbst die Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises angerufen. Er klagte über Übelkeit und Unwohlsein. Er vermutete, dass dies mit der Ladung zusammenhängen könnte, die er am Montag mit seinem Lkw transportiert hatte.
Lkw transportierte Schlacke

An dem Tag hatte er Schlacke geladen. Ein Rückstand aus der Metallverarbeitung, der in Hochöfen oder Stahlwerken entsteht und schwach radioaktiv sein kann.

Die Leitstelle schickte sofort einen Rettungswagen und Einsatzkräfte an die A3. Darunter auch Spezialkräfte der Feuerwehr Troisdorf mit ABC-Fachberatern.
Fahrer in Bonner Uni-Klinik geliefert

Rettungssanitäter untersuchten den Lkw-Fahrer noch am Einsatzort. An ihm wurden Messungen durchgeführt, um eine mögliche Kontamination nachzuweisen.
Hinter einem Flatterband sieht man im Hintergrund Einsatzkräfte und Fahrzeuge bei Nacht.

Der Einsatz dauerte mehrere Stunden.
Bildquelle: WDR / Christoph Hensgen

Obwohl die Untersuchungen keinen Hinweis darauf ergaben, dass der Mann mit einem gefährlichen Stoff in Berührung gekommen war, wurde er vorsorglich in die Bonner Uni-Klinik gebracht.
Messungen an Lkw ohne Ergebnis

Zeitgleich untersuchten Kräfte den Sattelschlepper mit der Schlacke. Der stand auf einem Lkw-Parkplatz des Autohofs zwischen weiteren Lastern. "Wir haben das Fahrzeug auf alle möglichen gefährlichen Stoffe hin untersucht - ohne Ergebnis", erklärte Lennard Gerlach von der Feuerwehr Bad Honnef.
Auf dem Bild ist der verdächtige LKW von hinten zu sehen.

Der verdächtige Lkw an der A3
Bildquelle: WDR / Christoph Hensgen

Insgesamt 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren in Bad Honnef im Einsatz. Erst nach mehreren Stunden konnten sie den Autohof um kurz nach 1 Uhr morgens wieder freigeben. Was die Untersuchungen des Lkw-Fahrers durch die Ärzte der Uni-Klinik ergeben haben, ist noch nicht bekannt."

(https://www1.wdr.de/nrw/rheinland/rhein-sieg-kreis/strahlen-alarm-lkw-bad-honnef-100.html)



"Strahlenverdacht
Lkw-Fahrer klagt über Übelkeit: Messungen am Autohof Bad Honnef


Messungen der Feuerwehr zeigten keine erhöhten Werte, der Fahrer kam ins Krankenhaus – nach dreieinhalb Stunden war der Einsatz auf dem Autohof beendet.
Von Jan Voß 07.11.2026 · 15:00 Uhr

Der Fahrer eines Sattelzugs ist am Dienstagabend (3. November) von Schwindel und Übelkeit übermannt worden. Die Symptome waren so gravierend, dass er seinen Lkw auf dem Autohof an der A3 in Bad Honnef abstellen und gegen 21. 44 Uhr die Rettungskräfte alarmieren musste. Sein Verdacht richtete sich auf die Ladung.
Schlacke als Ladung löst Alarm aus

Der Lkw transportierte Schlacke, einen Rückstand aus der Metallverarbeitung, der in Hochöfen oder Stahlwerken entsteht und schwach radioaktiv sein kann, teilte er der Rettungsleitstelle mit.

Die Leitstelle reagierte sofort. Ein Rettungswagen rückte aus, doch die Lage war unklar, deshalb wurde zusätzlich die Feuerwehr an die A3 beordert. ,,Wir hatten die diffuse Meldung, dass hier gefährliche Stoffe, Gefahrgut im Spiel sein könnte", erklärt Lennard Gerlach von der Feuerwehr Bad Honnef auf Nachfrage dieser Zeitung. Auch eine Strahlenbelastung konnte wegen des Krankheitsbildes nicht ausgeschlossen werden.
Feuerwehr im ABC-Einsatz

Die Feuerwehr nahm zunächst mit eigener Technik Messungen am Lkw vor. Später wurde die Messgruppe aus Troisdorf nachalarmiert. Vor Ort waren darüber hinaus zwei ABC-Fachberater, einer aus Bad Honnef, einer aus Troisdorf.
Keine erhöhten Werte, Fahrer in der Uni-Klinik

Der Verdacht bestätigte sich glücklicherweise nicht. ,,In keiner der Messungen konnten wir erhöhte Werte feststellen, die Anlass zur Sorge bereitet hätten", berichtet Gerlach weiter. Nach knapp dreieinhalb Stunden endete der Einsatz am Lkw. Der Fahrer wurde wegen seiner Beschwerden in die Bonner Uni-Klinik gebracht. Auch an ihm wurden zuvor Messungen vorgenommen, eine Kontamination stellten die Einsatzkräfte nicht fest.
Die Route erschwerte die Ursachensuche

Die Route des Lkw erschwerte die Suche nach der Ursache. Er kam aus Frankfurt und fuhr über Rheinland-Pfalz weiter nach Duisburg. Dort soll an der letzten Station ein Messwert erhöht gewesen sein. ,,Aber ihm ging es dann nicht gut, und das hat diese ganze Kette in Gang gesetzt", ordnet Gerlach ein.
Lkw hatte keine Gefahrguttafel

Hinzu kam, dass an dem Lkw nur ein Abfallsymbol, aber keine Gefahrguttafel angebracht war. ,,Wenn Lkw eine Gefahrguttafel haben, ist die Sache schon viel klarer. Hier konnten wir gar nicht sagen, was genau die Ladung eigentlich ausmachte", so Gerlach. Und bei Industrieabfall wie hier müsse man immer damit rechnen, dass alles Mögliche drin sein könne.
Knapp 40 Einsatzkräfte sperren den Autohof ab

Der Aufwand war enorm: Knapp 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren im Einsatz, rund zehn Fahrzeuge. Der Bereich um den Lkw wurde abgesperrt, der Autohof teilweise abgeriegelt. ,,Wenn sich die Radioaktivität bestätigt hätte, wäre die Evakuierung noch weiter", erklärt Gerlach. Die Einsatztaktik würde dann sogar verlangen, noch deutlich weiter abzusperren. In diesem Fall konnte eine Teilsperrung der Autobahn jedoch vermieden werden.
"
(https://www.ksta.de/region/rhein-sieg-bonn/bad-honnef/lkw-fahrer-klagt-ueber-uebelkeit-messungen-am-autohof-bad-honnef-1-1410348)

Norbert