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Autor Thema: Mineralwasser  (Gelesen 530 mal)

Zugpferd

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Mineralwasser
« am: 02. November 2020, 21:41 »
Hat jemand von Euch das „Naturpark-Quelle Medium“ Mineralwasser im Supermarkt Regal? (Naturpark Quelle Medium aus Mainhardt)
Ich würde davon gerne eine Flasche haben.
In Ihm soll die höchste von Öko-Test gemessene Uran Konzentration sein.

Eigentlich war ich auf der Suche nach Anhaltspunkten warum mein Lieblingswasser Apollinaris Ende des Jahres vom Markt verschwindet, aber dann las ich die Vorwürfe von Öko-Test und zusätzlich noch die Vorwürfe zum "Naturpark Quelle Medium"

Um ehrlich zu sein werde ich das Wasser auch probieren wollen, evtl. ist es gerade ein eigenwilliger Geschmack der mich auch zum Apollinaris brachte, denn bei Wasser bin ich total wählerisch.

https://www.oekotest.de/essen-trinken/Mineralwaesser-im-Test-Jede-fuenfte-Quelle-ist-verunreinigt_11284_1.html

https://www.swp.de/suedwesten/landkreise/lk-schwaebisch-hall/uran-wasser-mainhardt-zeitschrift-oeko-test-mineralwasser-naturpark-quelle-aqua-roemer-trinkwasser-ernaehrung-trinken-schwermetall-radoaktiv-47066173.html

NoLi

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Re: Mineralwasser
« Antwort #1 am: 03. November 2020, 09:55 »
10 µg pro Liter entsprechen 250 mBq... :umnik2:

Leider finden sich in den Artikeln nur so Floskeln wie "ist der Urangehalt aus unserer Sicht stark erhöht,...", "Grund dafür sei der hohe Anteil des Schwermetalls Uran." und "...so dass der Uran-Gehalt im Test-Ergebnis als „stark erhöht“ gilt.", aber keine konkreten Messwerte über Konzentration oder Aktivität sowie über die Nachweismethode (ICP-MS, oder wie?).

Gruß
Norbert

Prospektor

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Re: Mineralwasser
« Antwort #2 am: 03. November 2020, 11:05 »
Ja, der U-Gehalt der Wässer in der Region ist bekannt und war schon mehrfach Gegenstand von Untersuchungen. Ganz verwunderlich ist das natürlich nicht, beherbergt der Sandstein dort doch so viel Uran, dass die Region sogar als Lagerstätte geführt wird  ;D

Hilfreich in diesem Zusammenhang sind evtl auch folgende Links:

http://www.opengeiger.de/HoerschbachtalDoku.pdf

http://www.landtag-bw.de/files/live/sites/LTBW/files/dokumente/WP14/Drucksachen/3000/14_3124_D.pdf

Es gibt übrigens noch einige andere Regionen, in denen die 10 ug/L angekratzt oder gar gerissen werden...

Von der radiologischen Bewertung jetzt mal abgesehen ist Uran halt auch ein giftiges Schwermetall, das man prinzipiell einfach nicht im Wasser haben möchte (mindestens ich nicht)  ;)

DL3HRT

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Re: Mineralwasser
« Antwort #3 am: 03. November 2020, 11:09 »
Zitat
Hat jemand von Euch das „Naturpark-Quelle Medium“ Mineralwasser im Supermarkt Regal? (Naturpark Quelle Medium aus Mainhardt) Ich würde davon gerne eine Flasche haben. In Ihm soll die höchste von Öko-Test gemessene Uran Konzentration sein.
Du kannst dir den Mühe sparen denn messen wirst du nichts.

Ich habe es selbst mit einer Wasserprobe aus dem Dorfteich in Gauern (gleich um die Ecke) untersucht. Dort wurden offiziell 1,6 mg/l (KEIN DRUCKFEHLER) gemessen. Messwerte siehe hier unter Probestelle GAU01. Selbst vor dem 63mm x 63mm Detektor war nichts zu messen.

2015 wurde die Grundwasserentnahme von Amts wegen untersagt: https://www.landkreis-greiz.de/fileadmin/Amtsblaetter/2015/2015-15.pdf

Die zentrale graue Fläche in der Abbildung auf seite 1 im verlinkten Dokument ist die Gauernhalde, die direkt bis an die Reste des Ortes heranreicht. Wir wohnen hier in einer "interessanten" Gegend  :o

Peter-1

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Re: Mineralwasser
« Antwort #4 am: 03. November 2020, 11:15 »
Gerade gesucht und eine schöne Auswertung gefunden.
Gruß aus Bayern - Peter

DL3HRT

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Re: Mineralwasser
« Antwort #5 am: 03. November 2020, 11:34 »
Ich sehe das etwas kritisch. Alle anderen Wässer wurden von offizieller Stelle untersucht, die beiden "Ausreißer" von foodwatch. Wurden die Messergebnisse auch noch von anderer Stelle bestätigt?

DG0MG

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Re: Mineralwasser
« Antwort #6 am: 03. November 2020, 11:52 »
aber keine konkreten Messwerte über Konzentration oder Aktivität sowie über die Nachweismethode (ICP-MS, oder wie?).

Im ersten Link steht weiter unten unter "Testmethoden":

"Elementbestimmung mittels ICP-MS. Folgende Elemente wurden bestimmt: [..] Radionuklide Radium-226 und Radium-228: Gamma­spektrometrie nach radiochemischer Abtrennung. PVC/PVDC/chlorierte Verbindungen: Röntgenfluoreszenzanalyse."

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