Theracap Jod-131 Therapiekapseln und deren Abschirmung

Begonnen von Zugpferd, 20. November 2020, 22:33

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Kermit

Zitat von: Lennart am Gestern um 22:46Grenzübergänge innerhalb des Schengen-Raums? Für Fahrzeuge? Wo sollen die denn sein?

Da wo sie vorher auch waren  :)) , und an den Mautstellen etc... Wenn Du von Italien nach D fährst und zurück, genau da wo sich alles staut, stehen die dunklen kaum auffälligen Fahrzeuge mit der Technik auf der Autobahn "rum".... ;)

Die polnischen Kollegen haben auch massiv aufgerüstet. Bei Ihnen werden die Züge kontrolliert, allerdings kann ich Dir nicht genau sagen, wo das ist, ich fahre selten mit dem Zug.

Zitat von: NoLi am Gestern um 22:12(insbesondere aus der Nuklearmedizin durch entlassene Therapiepatienten).

Was unter anderem daran liegt, das die EU sich (wieder mal) nicht einigen kann, was die Entlassung von Patienten aus der Therapiestation betrifft.

In D gibt es dazu Vorgaben, in F und anderswo in der EU werden nuklearmedizinische Therapien teilweise ambulant durchgeführt. Damit erhöhen sich die Einträge nuklearmedizinischer Nuklide in das Brauchwasser und in den Hausmüll (Papiertaschentücher, Hygieneartikel etc)

Es gibt eine deutlichen "Patienten-Reise-Verkehr" aus diesem Grund. Beispielsweise lassen sich Schilddrüsen Patienten in D diagnostizieren und in F behandeln, weil es in F eben schon nach der Behandlung nach Hause geht und in D der Patient u.U. 7 Tage in der Klinik bleibt...

Zusätzlich steigen auf Grund neuer Tracer und Radiopharmaka die Therapiezahlen stetig an. Das Spektrum der Nuklearmedizin wird aktuell gerade erheblich größer.


Lennart

Zitat von: Kermit am Heute um 07:45Da wo sie vorher auch waren  :)) , und an den Mautstellen etc... Wenn Du von Italien nach D fährst und zurück, genau da wo sich alles staut, stehen die dunklen kaum auffälligen Fahrzeuge mit der Technik auf der Autobahn "rum".... ;)

Bei mir ist auch immer jeder graue VW Caddy am Straßenrand ein Blitzer. Wenn man dann aber doch mal zu schnell vorbeifährt, blitzt es tatsächlich recht selten  ;)

Ein Monitoring an Bahnhöfen und Flughäfen will ich gar nicht anzweifeln, das lässt sich vergleichsweise leicht implementieren und ist sicher weit verbreitet.

Ich habe Deine Aussage aber so verstanden, dass Du von fest installierten Systemen an "vielen" Grenzübergängen sprichst. Das spiegelt jedenfalls nicht meine Erfahrung wider, als jemand der häufig über EU-Grenzübergänge fährt. Zunächst mal sind viele Staus eine Folge der Kontrollen, die eigentlich gar nicht stattfinden sollten.
Was macht man denn, wenn die Staus wegfallen? Fährt dann ein Transporter mit nuklearmedizinischen Präparaten durch, ein Alarm ertönt und die Polizei jagt hinterher? Eine absurde Vorstellung. An vielen deutschen Grenzübergängen ist es - trotz aktueller Kontrollen - eher die Regel, einfach zügig hindurchzufahren.

Wenn Du natürlich Quellen hast, die eine flächendeckende Aufrüstung von EU-Grenzübergängen mit Großflächendetektoren belegen, nehme ich alles zurück und behaupte das Gegenteil  ;D

NoLi

Zitat von: Kermit am Heute um 07:45...
In D gibt es dazu Vorgaben, in F und anderswo in der EU werden nuklearmedizinische Therapien teilweise ambulant durchgeführt. Damit erhöhen sich die Einträge nuklearmedizinischer Nuklide in das Brauchwasser und in den Hausmüll (Papiertaschentücher, Hygieneartikel etc)
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Auch in Deutschland entstehen trotz der restrektiven Regelungen immer mehr radioaktive Restmüllabfälle aus dem häuslichen Bereich. Besonders heben sich I-131 und Lu-177 hervor, aber auch Tc-99m ist nicht zu vernachlässigen, insbesondere in Windeln.

Ein Beispiel aus der Praxis aus dem jetzt KIT: eine Mitarbeiterin bekam ca. 400 MBq I-131 für die Schilddrüse und blieb 3 Tage in der Klinik; daraufhin Entlassung. Die Mitarbeiterin kam wieder zur Arbeit, schneutzte einmal in ein Einmal-Taschentuch, warf dieses in den Restmüll. Das Müllfahrzeug erzeugte bei der radiologischen Ausfahrtkontrolle einen Strahlenalarm und wurde entleert, um händisch die Ursache zu suchen. Diese wurde in einem Müllsack gefunden...die Aktivitätsbestimmung des Tüchleins ergab 36 kBq I-131.

Norbert

Peter-1

Hallo Norbert,

nach meiner Rechnung ( für I131 ) ergeben 36 kBq in 1 Meter = 2 nSv/h  :unknw:
Habe ich mich total verrechnet?

Gruß
Peter
Gruß  Peter

NoLi

Nein, der Sack mit dem Tüchlein lag im Müllfahrzeug direkt im unteren Bereich an der Fahrzeugwand, und die Müllfahrzeuge wurden beim Verlassen des Geländes händisch mit dem AUTOMESS 6150 AD-b ausgemessen (maximaler Abstand zur Fahrzeugwand 10 - 20 cm).

Warum fand die Endkontrolle des Fahrzeuges so statt? Die Müllsäcke aus Bereichen/Gebäuden mit radioaktiven Stoffen wurde am jeweiligen Sammelplatz arbeitstäglich und einzeln vom Strahlenschutz mit dem AD-b kontrolliert und bei Negativität mit einem Aufkleber versiegelt. Die Müllwerker waren angewiesen, nicht versiegelte Müllsäcke liegen zu lassen.
Der Müll aus allen anderen Gebäuden ohne radioaktive Stoffe wurde nicht ausgemessen, und das Tüchlein stammte aus so einem Gebäude.

Norbert