RadiaCode-101 (радиакод-101, RadiaCode-102, RadiaCode-103)

Begonnen von DG0MG, 13. Februar 2021, 17:19

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DG0MG

Ihr habt recht, ich hab die Umstellmöglichkeit in der App auch nicht gefunden, das könnte man noch ergänzen. @Radiacode-101 ? Es wäre auch von der Logik her schlüssiger, denn die Variante, ob cpm oder cps kann man ja auch in der App auswählen.
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

Radiohörer

...habe bei meinen "Tauchübungen" eben das Problem, dass das Samsung SM-T395 beim Bluetooth verbinden mit dem RC103 einen mehrstelligen Code verlangt: 0000, 1234 bis 000000 und 654321 ist es nicht :(
Hat jemand ne Idee?

Lennart

Man verbindet den RadiaCode nie direkt mit dem Handy, sondern ausschließlich über die App. In der App oben links auf die drei horizontalen Balken klicken, dann auf "Devices". Gerät auswählen und OK klicken.

Radiohörer

Zitat von: Lennart am 25. September 2026, 19:59Man verbindet den RadiaCode nie direkt mit dem Handy, sondern ausschließlich über die App. In der App oben links auf die drei horizontalen Balken klicken, dann auf "Devices". Gerät auswählen und OK klicken.
...danke: funzt! :good2:
?War mMn doch Anfangs mit alten Versionen der SW mit dem RC103 wie beschrieben?
Mit dem RC102 hatte ich die Verbindungsprobleme nie.
Beim Raysid kommt beim Verbinden und App-Start eine FM. Es funktioniert mit und ohne (besser)...

Cancer

Kann man eigentlich den Ticker vom Radiacode selber um einen gewissen Faktor langsamer machen? Für den Ticker in der App geht das, aber ich würde gerne den Ticker vom Gerät nutzen und höre bei der hohen Grundrate nur schwer Unterschiede.

DG0MG

Nein, das geht leider nicht - einen Teiler direkt im Gerät würde ich auch haben wollen.
Nur in der SEARCH-Funktion der App vorhanden.
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

Lennart

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Quizfrage: Welche Strahlenquelle zeigt im Spektrum eines RadiaCode-110 solche Peaks und liefert eine Dosisleistung von 1,65 mSv/h?

Die Antwort ist leider relativ unspektakulär, denn das Gerät ist einfach nur unsanft auf steinigem Untergrund aufgeschlagen. Der Plan war eigentlich, ausschließlich den Geologenhammer fallenzulassen  :suicide2:

Obwohl das Gerät in der Silikonhülle war, sieht man am Gehäuse eine kleine Macke, direkt auf der Oberseite in unmittelbarer Nähe des Kristalls. Sofort fiel die Dosisleistung kontinuierlich bis auf 0,00 µSv/h. Da war mir schon klar, dass das ein böses Ende nimmt. Nach einem Neustart gab es den geliebten "off the scale"-Alarm, jetzt waren plötzlich Dosisleistung und Zählrate am Anschlag. Anzeigewerte waren permanent > 400 µSv/h und > 50 kCPS.

Das ist bisher auch so geblieben, nach jedem Neustart tickert es wie verrückt und es werden Maximalwerte angezeigt. Ich habe das Gerät dann vorsichtig geöffnet, konnte aber keine direkten Schäden feststellen. Ein Trennen der Batterie brachte auch keinen Erfolg.

Ich befürchte, da lässt sich nicht mehr viel machen. Oder hat jemand eine Idee?

Ich habe mal die Platine fotografiert, weil das Teil sowieso offen war. Vier Bilder von der Vorderseite und 5 Bilder von der Rückseite, jeweils überlappend. Vielleicht hat die Platine schon jemand hier gezeigt, bei einer kurzen Suche habe ich nichts gefunden.

Radioquant98

Hallo Lennart,

Quarze überprüfen wäre meine erste Idee.

Viele Grüße
Bernd

TritiumLicht

> Quarze überprüfen wäre meine erste Idee.
Ich sehe einen Quarz bei der CPU und einen beim Bluetooth. Wenn beide Funktionen noch laufen, sind es vmtl nicht die Quarze.
Ist die schwarze Dose um den Detektor noch komplett lichtdicht geschlossen? Wenn man das Gerät schüttelt, knistert es dann leise in der schwarzen Dose?
Ich würde zunächst die Verriegelung der Buchse zum Sensor lösen, Kabel raus, ausblasen, Kabel wieder rein, Verriegelung schließen. Bei einem Sturz kann schnell mal feiner Staub in die Verbindung kommen.
Das Polymid-Kabel zum Sensor hat keine Knicke oder Unterbrechungen?
Zur Info: Hier ein Foto zum Inhalt der Sensorbox beim 102/103er:
hat: https://www.reddit.com/r/Radiacode/comments/18e2lhr/radiacode_102103_differences/
HTH!
Danke für die sehr guten Fotos!

DL8BCN

Ist der Szintillator nicht gesteckt?
Ich würde den abziehen und schauen, ob immer noch Impulse kommen. Dann ist der Fehler etwas eingegrenzt.

Radioquant98

Der Y800 könnte ein Quarzgenerator sein.

Auf jedem Fall würde ich systematisch vorgehen und erstmal das messen, was man kann. An einen Schaltplan ist wohl nicht ranzukommen?

Viele Grüße
Bernd

DG0MG

Oh, das ist ja nicht schön.

Aber wenn man sich mal überlegt, was bei einem Fall - bei einem nicht allzuschweren Stoß - kaputt gehen kann, dann muss es etwas relativ Schweres sein. Diese winzigen Bauteile auf der Platine können doch einige 10 G überstehen. Ich bin also ganz bei @TritiumLicht und würde den Fehler in der Kapsel mit dem Szintillator suchen.
Das zugehörige Kabel mal vorsichtig vom Steckverbinder auf der Platine lösen und schauen, was passiert, ist auch keine dumme Idee. Ich denke, dass der RC das merkt und eine Fehlermeldung bringt. Das würde bedeuten, dass ab dem SiPM eigentlich alles in Ordnung ist und vielleicht der Kristall "nur" nicht mehr richtig auf dem SiPM sitzt. Kann sich das dann derartig äußern? Ich weiß es nicht.

Ich meine, zu Beginn (beim RC-101) war auch mal von einer winzigen LED im Szintillatorbereich die Rede. Wozu die gut ist, haben wir niemals geklärt, vielleicht zur internen Funktionsprüfung oder für Stabilisierungszwecke. Ich habe auf jeden Fall auch schonmal eine "große" Szintilliationssonde gesehen, die seitlich am Lichteintritt des PMT ebenfalls eine LED verbaut hatte. Nicht zur Signalisation, sondern deren Licht ging in den PMT.

MMn liegt der Fehler in der Messkopfkapsel, vielleicht nur was Mechanisches.

Edit:
siehe hier: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=13424
und hier: https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=13450
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

DL8BCN

Interessant wäre es zu erfahren, ob man bei RadiaCode einen einzelnen mit SIPM gekoppelten Kristall als Ersatzteil bekommen kann.
Falls es daran liegt.
Das wäre dann machbar so ein Gerät zu reparieren.
Oder bieten die sogar eine Reparatur an?
Kann man die RC´s dort einschicken?
Weiß das jemand?

Lennart

Zunächst mal danke für die Ideen und Ratschläge. Meine persönliche Befürchtung war auch, dass irgendetwas innerhalb der Detektorkapsel einen Schaden davongetragen hat, so wie es @TritiumLicht und @DG0MG ebenfalls vermuten. Geräusche beim Schütteln waren nicht zu hören, das habe ich direkt nach dem "Unfall" schon überprüft.

Ich habe jetzt mal die beiden Steckverbindungen gelöst, also in Richtung Display und Kristall. Das geht recht einfach, wenn man die Klemmen mit der Pinzette aufschiebt.

Die Detektorkapsel kann man aus der Platine herausziehen, wenn das Flachkabel gelöst ist. Der Deckel ist, soweit ich das beurteilen kann, nur zugeklemmt und wird mit einer kleinen Plastiklasche gehalten. Beim Öffnen erhält man zwei getrennte Bauteile, nämlich den Kristall inklusive seiner spiegelartigen, reflektierenden Ummantelung und den Deckel, der Anschlusskabel und SiPM beinhaltet.

Vor dem Öffnen war mir aufgefallen, dass der Deckel Spiel hat. Damit meine ich, dass der Deckel axial in Richtung des Kristalls gedrückt werden konnte. Ohne Druck rutschte er wieder in seine Ausgangsposition zurück.

Gekoppelt sind SiPM und Kristall durch eine Art optisches Gel. Wirkliche Beschädigungen konnte ich nicht erkennen. Nun spricht das "interessante" Spektrum dafür, dass die Energiekalibrierung nicht mehr so ganz optimal  ist. Ich bin relativ sicher, dass der SiPM sich ein gutes Stück auf dem Kristall bewegt hat, als das Gerät herunterfiel. Die Koppelung ausschließlich durch das Gel führt auch dazu, dass die Energiekalibrierung im Laufe der Zeit abdriftet. Besonders bei starken Erschütterungen.

Ich habe mal einige Bilder aufgenommen. Darunter auch zwei Stacks, ein mal vom SiPM und von der darunterliegenden Kristalloberfläche. Als Referenz sei erwähnt, dass die Kantenlänge des SiPM ca. 6 mm beträgt.

Wenn es dunkel ist, werde ich mal versuchen den Kristall in einer Langzeitbelichtung abzubilden. Natürlich unter dem Einfluss ionisierender Strahlung  ;)


Wenn ich das Gerät wieder zusammenbaue, wie würdet Ihr da vorgehen? Darf man die Kristall- und SiPM-Oberfläche mit Alkohol reinigen und neu einfetten? Womit? Klares Silikonöl vielleicht? Kann der SiPM durch Lichteinfluss eigentlich beschädigt werden?

NoLi

@Lennart, nur reinstes Silikonöl als Koppelmedium vewenden. Dabei darauf achten, dass die Ölsorte keine Spektrallinien "verschluckt", vor allem nicht im Bereich des CsI-Szintillationsspektrums...am besten Öl von einem Szint.Sondenhersteller benutzen.
Beim Zusammenfügen von Kristall und SiPM darf sich kein Luftbläschen dazwischen befinden!

Norbert