RadiaCode-101 (радиакод-101, RadiaCode-102, RadiaCode-103)

Begonnen von DG0MG, 13. Februar 2021, 17:19

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TritiumLicht

Danke für die guten Fotos.
Gut ist auf jeden Fall, daß nichts zerbrochen ist, und die Polymid-Trägerplatine keinen Riss hat.

> Als Referenz sei erwähnt, dass die Kantenlänge des SiPM ca. 6 mm beträgt.

Bei 6x6mm Größe, der Bonddrähre an dieser Stelle, dem Layout des Leadframes und die Ausführung der Pin1-Markierung ist der SiPM eindeutig ein MICROFC-60035-SMT von onsemi. Pin1 ist im Foto "SiPM Macro Stack.jpg" links unten (siehe DaBla).
Als optisches Gel vermute ich Silikonfett, und der CsI(Tl) hat vmtl eine TiO2 Beschichtung. Den gibt es so fertig in CN zu kaufen.
Daß die Konstruktion mechanisches Spiel zwischen Kristall und SiPM hat, irritiert mich sehr. Das sollte nicht sein, eine konstante Koppelung ist essenziell. Für mich wäre der nächste Schritt, hier nach dem Grund zu suchen.

> Kann der SiPM durch Lichteinfluss eigentlich beschädigt werden?
Nein, das ist eine Si-Fotodiode in einem transparenten Kunststoff-Molding. Da ist nichts verbaut, was durch normale Licheinwirkung Schaden nehmen kann.

HTH

Lennart

Zitat von: NoLi am Gestern um 17:30am besten Öl von einem Szint.Sondenhersteller benutzen.
Eigentlich wollte ich sagen: "Woher nehmen, wenn nicht stehlen?"
Kurze Zeit später hat sich schon jemand freundlicherweise bereit erklärt, mir etwas davon zukommen zu lassen. Vielen Dank noch mal!

Zitat von: TritiumLicht am Gestern um 17:42Daß die Konstruktion mechanisches Spiel zwischen Kristall und SiPM hat, irritiert mich sehr. Das sollte nicht sein, eine konstante Koppelung ist essenziell. Für mich wäre der nächste Schritt, hier nach dem Grund zu suchen.

In der Tat, das ist recht merkwürdig. Bevor ich die Kapsel wieder endgültig verschließe und alles neu einfette, werde ich einige "Trockenübungen" machen und mal schauen, wo das Problem liegt.

Zitat von: TritiumLicht am Gestern um 17:42Nein, das ist eine Si-Fotodiode in einem transparenten Kunststoff-Molding. Da ist nichts verbaut, was durch normale Licheinwirkung Schaden nehmen kann.

Alles klar, sehr beruhigend. Der Kristall selbst sollte auch nicht zu empfindlich auf die normale Luftfeuchtigkeit reagieren, oder? Zumindest verglichen mit NaI  :)

DL8BCN

Hast du mal eingeschaltet ohne den Detektor?
Wäre interessant, ob dann immer noch so viele falsche Impulse kommen.
Im Grunde müsste das Gerät ruhig sein und höchstens eine Fehlermeldung anzeigen.
Zum neu Kalibrieren kann man sehr gut die Anleitung von diesem Youtube-Link nehmen:
https://youtu.be/HnGy2MEqQbg?is=YtQY4193Q0kzwb4H
Eventuell den Kristall zwischenlagern in einem kleinen luftdichtem Behälter zusammen mit Trockenmittel.Etwas hygroskopisch ist der schon. Natürlich nicht so schlimm wie NaI(TI).

Lennart

Ein nur leicht bearbeitetes RAW-Bild der Langzeitbelichtung. Man sieht hier den offenen Bereich des CsI-Kristalls aus dem RadiaCode-110 mittig im Bild. Außen ist die spiegelnde Oberfläche der reflektierenden Verkleidung und Reste des optischen Gels. Der leuchtende Teil ist 6 x 6 mm groß.

Keine Ahnung, warum die Farbe so komisch aussieht. Sollte das nicht ein gelbliches Grün sein? Ich sehe ein gelbliches Gelb  :)

Lennart

Zitat von: DL8BCN am Gestern um 20:45Hast du mal eingeschaltet ohne den Detektor?
Wäre interessant, ob dann immer noch so viele falsche Impulse kommen.
Im Grunde müsste das Gerät ruhig sein und höchstens eine Fehlermeldung anzeigen.
Zum neu Kalibrieren kann man sehr gut die Anleitung von diesem Youtube-Link nehmen:
https://youtu.be/HnGy2MEqQbg?is=YtQY4193Q0kzwb4H
Eventuell den Kristall zwischenlagern in einem kleinen luftdichtem Behälter zusammen mit Trockenmittel.Etwas hygroskopisch ist der schon. Natürlich nicht so schlimm wie NaI(TI).

Ich werde das demnächst mal testen, wobei ich nicht davon ausgehe, dass das Gerät überhaupt angeht – zumindest nicht ohne Fehlermeldung. Die Kalibrierung ist kein Problem, das mache ich häufiger. Die Frage ist nur, ob das alles noch funktioniert, wenn das Gerät wieder zusammengebaut ist. Wir werden sehen.

TritiumLicht

Zitat von: Lennart am Gestern um 20:16Der Kristall selbst sollte auch nicht zu empfindlich auf die normale Luftfeuchtigkeit reagieren, oder? Zumindest verglichen mit NaI  :)
Nein, kein Problem. Ich habe hier seit 6 Monaten einen CsI(Tl) offen herum stehen, da passiert gar nix. Die Dinger mögen nur keine hohe Luftfeuchtigkeit und vertragen keine Kondensation. Ebenso nie mit nassen/feuchten/verschwitzen Fingern anfassen! Mit der trockenen Hand fühlen sie sich leicht seifig an. Sollte man aber auch nicht tun, besser sind Handschuhe - für sowohl die Finger als auch für den Kristall.
Deiner ist ja verspiegelt, damit abgedichtet, und auf der optisch offenen Fläche ist eine Schicht Fett. Diese sperrt die Feuchtigkeit auch prima ab.
CsI ist KEIN Vergleich mit NaI. NaI schafft es leider schon, Feuchtigkeit durch die winzige Epoxy-Versiegelung der Metallhülse zu ziehen (Epoxydharz ist zwar wasserdicht, aber nicht dicht gegen Feuchtigkeit). Dadurch werden diese Kristalle gelb(lich) und damit für Spektroskopie unbrauchbar.
Bevor Du die Dose wieder verschließt - was sind denn das für Bauteile neben dem SiPM? Ich kann einen 0402 MLCC Keramikkondensator erkennen, das schwarze Teil daneben sieht wie ein Halbleiter aus. Könntest hiervon bitte die Beschriftung ablesen, oder ein Foto machen? DANKE!