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Begonnen von DG0MG, 17. März 2019, 19:05

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NoLi

Ah ja, der Fall Goiana in Brasilien.
Damals hatten wir vom Kernforschungszentrum Karlsruhe einen Strahlenmesstrupp mit Strahlenschutzexperten sowie entsprechendem Equipment (wie z.B. auch Teletectoren aus Beständen des Kernforschungszentrums) nach Brasilien vor Ort geschickt, um die örtlichen Behörden zu unterstützen, weil es an allem gemangelt hatte und die Cs-137-Chlorid Kontaminationen enorme Ausmaße angenommen hatten. Bei der zersägten Cs-137 Quelle handelte es sich um eine Strahlentherapiequelle mit einer Aktivität von etwa 3000 Ci (ca. 1,1E14 Bq = ca. 110 TBq).

Norbert

Lennart

Zitat von: NoLi am Heute um 17:48Bei der zersägten Cs-137 Quelle handelte es sich um eine Strahlentherapiequelle mit einer Aktivität von etwa 3000 Ci (ca. 1,1E14 Bq = ca. 110 TBq).

Bei den Zahlen ist es fast schon Haarspalterei, aber die Aktivität lag bei "nur" 50,9 TBq im Jahr 1987 und die Anfangsaktivität im Jahr 1971 betrug ca. 74 TBq, siehe S. 21f im IAEA-Bericht.

Es ist auch kurios, eine hochradioaktive Quelle aus einem wasserlöslichen Cs-Salz herzustellen. Dazu habe ich mal gelesen, dass die "geringe" spezifische Aktivität von Cs-137 (im Vergleich zu Co-60) ausschlaggebend war. Es war wohl anders nicht möglich, in der kleinen Standardkapsel eine ausreichende Aktivität unterzubekommen. Zumindest nicht für den gewünschten Einsatz in der Strahlentherapie.  Wahrscheinlich war Cs-137 als "Abfallprodukt" auch deutlich billiger, als Co-60.