Marinelli-Becher

Begonnen von DG0MG, 27. Oktober 2021, 10:25

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Kermit

Zitat von: Carcosa am 18. Januar 2026, 18:22Danke für den Hinweis: das macht alles noch komplizierter  :o

Bloß mal so eine Frage bzw. Idee aus dem "off"...

Warum bauset Du nicht einfach einen Würfel in den Dein Marinellibecher gut reinpasst?

Dann kannst du die Innenmaße so wählen, das 1. Blei, zweitens Kupfer oder Eisen (ja , das geht auch) und drittens noch 1cm Plastmaterial rein passt.

etwa so, so sehen die kommerziellen Abschirmungen in etwa aus....

Wenn du Platz hast ist das einfacher und Du kannst die Abschirmung für alles mögliche benutzen  ;)

Grüße

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Carcosa

ja, hast Recht, als Würfel wäre das alles viel einfacher, aber alle Maße die rechteckig sind führen zu mehr Volumen.

Der MarinelliBecher ist ja ein Zylinder. Wenn ich theoretisch einen Mantel darum herum bauen möchte (130mm DM *125mm Höhe) dann wäre die Lösung mit einem Würfel immer 27% größer als die Lösung mit einem neuen Zylinder.

-> das würde immer mehr Blei benötigen um dieses größere Volumen zu füllen.

Ich glaube das Blöde ist einfach dass der KC761 eine rechteckige Form hat. Vllt hätte man einen rechteckigen Marinelli basteln müssen. Ich bin nur an der zylindrischen Form hängen geblieben da die professionellen Marinellis alles Zylinder sind. Sogar der M. für den Radiacode ist zylindrisch.

Hier mal eine Bsp-Skizze mit einer Würfelform, mehr Platz, einfacherer Aufbau, aber das wären hier schon 19kg Blei, und die Oberseite wäre noch gar nicht abgedeckt.

-> Um Gewicht zu sparen ist eine zylindrische Bleischild-Lösung immer im Vorteil, obwohl es dann alles komplizierter wird....



Kermit

Zitat von: Carcosa am 19. Januar 2026, 12:28Der MarinelliBecher ist ja ein Zylinder

Das ist ok so, genau das sagt die Marinelli Geomtrie, damit das gleiche Volumen möglichst eng um den Detektor liegt.

Zusätzlich noch folgende Bemerkungen:

Wenn Du den Marinelli Becher kontaminierst, im ungünstigsten Fall mit etwas, was eine lange HWZ hat, kannst Du den nicht weiter verwenden, außer Du dekontaminierst ihn  ;)

Wenn Dein Becher quasi ein mit Blei abgeschirmter Becher ist, hast Du dann die oben von Dir erwähnten 16kg Gewicht, die Du dann händeln musst.

Daher haben die "Profis" von den Bechern mehrere, damit man dann weiterarbeiten kann und nicht auf dem Schlauch steht.

nur mal so, als Denkanstoß

VG kermit

Carcosa

das ist alles modular hier: (siehe Bilder)

Der M-Becher ist losgelöst von den anderen Teilen und kann zur Not neu gedruckt werden.

Aber ich gehe mal nicht davon aus dass ich hier so stark kontaminierte Proben habe, das ist ja nur alles so Zeug aus meiner engeren Nachbarschaft, da ist maximal Cs137 in Bodenproben.....

Bild 1: mit Blei gefüllter Ständer
Bild 2: mit dem Marinelli-Becher auf dem Ständer
Bild 3: Querschnitt davon
Bild 4: mit dem Blei-Hut darüber (abnehmbar)
Bild 5: Querschnitt davon

Also der KC761 steht aufrecht in dem Ständer, der M-Becher ist dann kopfüber darüber, und ein weiteres eigenes Bauteil ist der "Bleihut". -> M-Becher hängt nicht mit den anderen Komponenten zusammen :-)

Carcosa

so hier mal der Druck der ersten 4/7 Teilen:

- Marinelli-Becher für das KC761 mit Deckel
- Ständer für das KC761, damit man aufrecht messen kann (für Flüssigkeiten). Der Ständer ist hohl und kann auch mit Bleikugeln gefüllt werden.

Die Druckqualität ist nicht so berauschend, aber das liegt wahrscheinlich daran, dass ich ein billiges Filament (eSun) und das falsche Protokoll verwendet habe.

Bis auf auf die kosmetischen Sachen passt aber alles, die Gewinde haben genügend Spiel und Gerät passt genau in die Hohlräume.

Jetzt fehlt noch die Bleihaube, das ist aber ein sehr komplexes Teil, da muss ich nochmal prüfen wie ich das genau mache. Druckzeit ist auch astronomisch (21h)....

TBC...

Peter-1

Auf dem Marinelli ist ein Trefoil zu erkennen. Strahlt also der Becher  :unknw:
Gruß  Peter

Carcosa

#156
.....ja genau, das ist ein Projekt mit meinem 12 jährigen Sohn, das ist auch sein Drucker.
Ein glatter Becher war ihm zu langweilig....für die Kids muss alles gepimpt werden. :-D egal wie ,,unsinnig" das ist.

-> kann man unter "internes Marketing" verbuchen :-D


Flipflop

Sieht Super aus! Hast du dir schon einen Marinellibecher für den RC gedruckt? Auch ein Grund warum ich keine Bleiburg habe, weil Blei giftig ist, Vorsicht vor dem Staub, und manche Vergiessen die Teile auch deswegen noch mit Giessharz, (habe ich hier irgendwo gelesen) dann ist es aber endgültig.

Carcosa

Danke Dir!

RC: dafür habe ich einfach den Silikon Becher gekauft, den gibt es ja für ca 11.- bei Azon.
Für einen RC-Ständer gibt es schon Druckdateien im Netz.

Umgang mit Blei: ja, ist ein Kontaktgift, also Handschuhe anziehen, Staubschutzmaske, am besten im Garten an der frischen Luft einfüllen, keine Oberflächen kontaminieren (Handschuhe nach dem Einfüllen rasch entsorgen), Kittel tragen.
Der Aufbau ist ja so gedacht, dass die Bleikammern danach fest verschlossen sind (Versiegelung mit SuperGlue).

Die Gefahr die bleibt ist: wenn man den Hut auf den Boden fallen lässt und der Kunststoff aufbricht...

-> Kinder nicht unbeaufsichtigt lassen/ Bleiburg einschließen :-)

Flipflop

RC-Marinellibecher, zum Beispiel auf Seite 8.

Lennart

Wäre jemand so freundlich, mir die Maße des originalen RadiaCode-Marinellis mitzuteilen? Auf der Website findet man nur D = 100 mm, H = 60 mm... damit kann man leider nichts anfangen. Mich interessiert hauptsächlich, welchen Durchmesser der Deckel hat und wie viel mm er von der Gesamthöhe einnimmt.

DG0MG

Zitat von: Lennart am 05. März 2026, 00:50Mich interessiert hauptsächlich, welchen Durchmesser der Deckel hat und wie viel mm er von der Gesamthöhe einnimmt.

Nur der Deckel hat die 100mm Aussendurchmesser. Der Becher selbst hat nur 80mm außen. Die Höhe des Bechers MIT aufgesetztem Deckel ist 60mm, Die Krempe des Deckels ist davon 10mm.
Stellt man also den Becher mit Deckel nach oben (also RC-Öffnung nach unten) auf den Tisch, dann sind es vom Tisch bis Unterkante Deckelkrempe 50mm.
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

Lennart

Zitat von: DG0MG am 05. März 2026, 18:06
Zitat von: Lennart am 05. März 2026, 00:50Mich interessiert hauptsächlich, welchen Durchmesser der Deckel hat und wie viel mm er von der Gesamthöhe einnimmt.

Nur der Deckel hat die 100mm Aussendurchmesser. Der Becher selbst hat nur 80mm außen. Die Höhe des Bechers MIT aufgesetztem Deckel ist 60mm, Die Krempe des Deckels ist davon 10mm.
Stellt man also den Becher mit Deckel nach oben (also RC-Öffnung nach unten) auf den Tisch, dann sind es vom Tisch bis Unterkante Deckelkrempe 50mm.


Ah okay, vielen Dank.

Dann kann ich schon mal mit einer passenden Messingabschirmung anfangen. Ich hab mal zwei Becher bestellt, aber der Standardversand dauert wohl bis zu 30 Tage.


DG0MG

Meinen "Quellwasser-Marinelli" aus Beitrag #111 hab ich jetzt rund 2,5 Jahre benutzt und da die Frage kam: Ja, er ist auch immer noch völlig dicht. Allerdings hat er innen einen Algenbelag wegen des zeitweise herumstehenden Wassers bekommen.  :(

Bei der gelegentlichen Benutzung ist mir negativ aufgefallen, dass er zu schwer ist. 5 Liter Wasser sind schon recht unhandlich zu tragen, wenn der Weg von der Quelle zum Auto ein Stück zu laufen ist. Das ist bei der Thierbergquelle, bei der Quelle im Steinbachtal oder in Plesna der Fall - so günstig wie in Bad Schlema an der Gleesbergquelle ist es eben nicht überall. Für den Fall, dass man das gezapfte Wasser mal zum Erhalt der Radonkonzentration in einer Kühltasche transportieren wollte, ist er auch zu groß.

Wenn ich also einen "neuen" Quellwasser-Marinelli "Generation 2" bauen wollte, müsste der kleiner sein. Nun denkt man ja, dass die Auswahl eines kleineren Gefäßes kein großes Problem darstellen sollte. Aber so einfach isses nicht, ein paar Anforderungen gibt es schon. Den verschließbaren XXL-PETling als Behälter für den RadiaCode wollte ich beibehalten, das hat sich als Schutz gut bewährt.

Es sollte ein Gefäß sein, das
  • zwischen 1,5 und 2 Liter Volumen hat
  • aus Plastik ist
  • leicht ist
  • transparent ist
  • möglichst rund ist
  • nicht schlank und hoch, sondern eher dick und kurz ist
  • halbwegs gut transportierbar ist (z.B. im Rucksack)
  • einfach, aber dicht verschließbar ist
  • breit verfügbar ist (Kaufland, Lidl, ALDI etc.)
  • billig ist

wobei die Transparenz auch nur 'nice to have' ist.

Letztendlich komme ich bei der Suche immer bei solchen LDPE-Laborflaschen raus: https://www.ebay.de/itm/292856113017
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Aber 14 EUR für so eine Flasche finde ich jetzt etwas unangemessen. Das führt nicht dazu, dass den Messbehälter nachher jemand 'mal eben' nachbaut.

Eventuell wäre diese "Coca-Cola-Zero"-Flasche geeignet:
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(https://en.wikipedia.org/wiki/Two-liter_bottle#/media/File:Black_and_white_Coke_Zero.jpg)

Diese scheint es aber in DL nicht zu geben. Eine normale Einweg- oder Mehrweg-Sprudelwasserflasche fand ich nicht geeignet, die ist im Durchmesser zu dünn.

Ich habe dann eine 2-Liter-Flasche mit destilliertem Wasser bei DM gefunden: https://www.dm.de/p/d/1413572/denkmit-destilliertes-wasser

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Diese Flasche kommt schon sehr in die Nähe des Gesuchten, zwar ist sie nicht rund und hat so einen eigeprägten Henkel, aber immerhin billig und vmtl. breit verfügbar.

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In den Boden der entleerten Flasche kommt erstmal ein Loch:

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Der Außendurchmesser des PETlings ist 43 mm, das Loch muss also kleiner sein. Danach wird der Kunstoff um das Loch mit einem Brenner vorsichtig erwärmt, so dass er weich wird und der PETling leicht eingedrückt werden kann:

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Eingeklebt und abgedichtet habe ich wieder mit meiner Lieblingsschmatze "SOUDAL FIX ALL Flexi"
https://www.soudal.de/pro/produkte/klebstoffe/montage-und-konstruktionskleber/fix-all-flexi
Es dauert zwar eine ganze Weile bis der ausgehärtet ist, aber er bleibt elastisch wie Gummi und scheint auch UV-Stabil zu sein. Der PETling wird rundherum mit dem Kleber benetzt und dann in die Endpositiion eingeschoben.

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Lennart

Im Herkules Bau- und Gartenmarkt gibt es diese Flaschen ebenfalls, zu finden bei den AdBlue-Kanistern für 0,99 €.