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#11
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - Gestern um 15:39
Hallo Peter,

mit meinem BICRON Detektor lief sowohl der Theremino- als auch der opengeiger-PMT-Adapter-Nachbau problemlos. Mit dem Scionix-Detektor liefen beide nicht, weil die Amplituden viel höher waren.

Erster Lösungsversuch: Reduzierung des Lastwiderstandes im Divider. Das funktionierte zunächst. Als ich dann aber diesen Lastwiderstand als Shunt nutzte, errechnete ich einen Strom von mehreren 100 uA. Der Anodenstrom soll aber nach Datenblatt max. 100 uA betragen.

Zweiter Lösungsversuch: Ein Widerstand in der Signalleitung. 3 MOhm waren dafür nötig, damit beide PMT-Adapter zu vernünftigen Ausgangssignalen kamen. Theremino MCA konnte daraus erst Histogramme erzeugen, nachdem ich die BaseLine-Parameter erhöht hatte.

Dritter Lösungsversuch: Ein Poti im Eingang der PMT-Adapter. Den musste ich dann aber so weit runterdrehen (auf ca. 100 kOhm), das der Strom durch die Signalleitung wieder weit über 100 uA lag.

Andererseits zeigt der Scionix-Detektor (mit zu großem Anodenstrom) sehr viel ausgeprägtere Peaks als der BICRON (siehe Anlage). Daher möchte ich ihn zum Laufen bringen. Möglichst aber so, das er auf Dauer durch einen zu hohen Anodenstrom nicht blind wird.

Gruß Andreas
#12
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von Peter-1 - Gestern um 14:48
Eine schüchterne Frage  :unknw:
Was ist das Ziel ? Es gibt ausreichend gute und einfache Schaltungen welche problemlos funktionieren und so einen Gammameßplatz aufbauen lassen. Ob positive oder negative Hochspannung die richtige Wahl sind haben Schriften von bekannten PMT-Hersteller erläutert. Schaltbilder der PMT-Ankopplung sind bestens bekannt und die Hardware funktioniert.

Was ist das Ziel dieser vielen Elektronikspielereien  :unknw:
Andreas willst du überhaupt einen stabilen Meßplatz füe die Spektroskopie und damit auch über längere Zeit ( Monate, Jahre )  messen? Mein Meßplatz steht seit 2016 unverändert und läuft und läuft ......  :yahoo:
#13
Ideenbox / Aw: Signalübertragung, Impedan...
Letzter Beitrag von ABel - Gestern um 13:20
Hallo Bernd,

soweit ich das bisher verstehe, kann ein Impedanzwandler die Ausgangsimpedanz reduzieren. Möglicherweise sogar auf 50Ω. Bringt das etwas, wenn ich nicht auch im PMT-Adapter-Eingang 50 Ω habe? Mag sein, dass ich auch dort einen Impedanzwandler einbauen kann. Möglicherweise auch einen, der 50Ω am Eingang hat.

Der Anoden-Impedanzwandler muss Eingangsseitig so beschaltet sein, dass der Anodenstrom kleiner als 100µA ist. Leider weiß ich nicht, was mir die Anode wirklich liefert. Wie also lege ich die Beschaltung aus? Hilft da nur experimentieren und messen?

Und der Eingangs-Impedanzwandler für den PMT-Adapter: Was muss er ausliefern? Macht es Sinn ihn nur als Adapter dazwischen zu sehen? Müsste nicht ein ganz neuer PMT-Adapter konstruiert werden?

Wikipedia nennt als Impedanzwandler einen OPA860. Ist das eine gute Wahl?

Gruß Andreas
#14
Zitat von: miles_teg am Gestern um 11:37Ein klasse Bericht, die vielen kleinen Details finde ich spannend. Bitte auch gerne ein Video!

Das werde ich auf jeden Fall tun! Ich habe bereits mit der Bearbeitung begonnen und werde das Projekt in mehrere Teile aufteilen, da ich später mehr über die Geschichte erzählen und den nördlichen Teil genauer erkunden möchte.
Vielen Dank für das Interesse, das bedeutet mir sehr viel!
#15
Ein klasse Bericht, die vielen kleinen Details finde ich spannend. Bitte auch gerne ein Video!
#16
Ideenbox / Aw: Definition eines PMT-Pulse...
Letzter Beitrag von ABel - Gestern um 10:34
Hallo,

mit negativer HV an der Kathode müsste das so aussehen (Anlage). In Hardware ist der Divider hierfür noch nicht fertig. Für C2 und C3 sollte eigentlich ein 1μF/1,5kV rein, ich konnte max. aber nur 2x 470nF/1kV im 2220-Gehäuse dafür finden.

Nach Empfehlung aus Understanding_Pmts.pdf Kapitel 8.1. hab ich für PMT_RL2 als Sicherheitswiderstand schon 10 MOhm eingebaut.

Die Output-Pulse sind hier erheblich länger. Da müsste wohl an den Filterstufen noch etwas geändert werden?!

Gruß Andreas
#17
Zählrohre / Aw: Herfurth H1364 Geigerzähle...
Letzter Beitrag von Kermit - Gestern um 10:26
Zitat von: Andreas Wieck am Gestern um 10:13Im Alu-Gehäuse ist mittig ein kleines Zählrohr (dünner Zigarettenstummel) und am Ende eine Glimmlampe quer zur Achse eingebaut, die mit einem dicken, silbrigen Draht umwickelt ist (könnte Wismut "Bi" sein). Ein Transistor und ein paar R und C drin. 

Moin,

es wäre hilfreich, wenn Du in die Sonde reinsehen kannst, ein paar Bilder zu posten. Dann kann man sich das besser vorstellen.

Ich befürchte fast, das die Sonde defekt ist bzw. "modifiziert" wurde.

Grüße kermit
#18
Zählrohre / Herfurth H1364 Geigerzähler
Letzter Beitrag von Andreas Wieck - Gestern um 10:13
Moin allseits,
ich habe einen alten Herfurth H1364 auf dem Flohmarkt für billig Geld erstanden, "sei  kaputt". In der Tat kamen die 500V nicht. Den Ferrittopf ausgelötet und, siehe da, ein feiner Cu-Draht war ab. Das Ding kann NIE funktioniert haben. Statt zwei A-Zellen einen Rohrhalter aus POM gedreht, der eine 18650-Li-Ionen-Zelle 3,7V zentriert, Kontaktverlängerungsstift federnd eingebaut. In Notfällen kann man wieder mit den A-Zellen arbeiten, also reversible Änderung bei voller Kompatibilität. Einen chinesischen USB-C-Lader mit roter (Laden) und blauer (voll) LED verbaut, jetzt ist das Gerät "feldtauglich". Hat jemand einen Schaltplan? Ist ganz schön viel Zeugs drin. Weiß jemand, was die "Sonde IX-E" ist? Im Alu-Gehäuse ist mittig ein kleines Zählrohr (dünner Zigarettenstummel) und am Ende eine Glimmlampe quer zur Achse eingebaut, die mit einem dicken, silbrigen Draht umwickelt ist (könnte Wismut "Bi" sein). Ein Transistor und ein paar R und C drin. 
#19
Ideenbox / Aw: Signalübertragung, Impedan...
Letzter Beitrag von Radioquant98 - Gestern um 10:10
Hallo Andreas,

"Von dort kam zum einen die Anregung in den Divider einen Impedanzwandler einzubauen, zum anderen der Hinweis, dass es zwischen Divider und PMT-Adapter eine Fehlanpassung gibt."

Nein, einen Impedanzwandler zwischen Anode und Kabel.


"Kann das erreicht werden? Wie?"

Wie wir schon gepredigt haben. Im einfachsten Fall mit einem Emitterfolger.


"Wenn in der Verbindung Divider – PMT-Adapter eine Fehlanpassung vorliegt, dann ist für mich die Frage: Ist diese überhaupt zu vermeiden?"

Den Dynodenspannungsteiler und die Anode mußt Du getrennt betrachten.
Des Spannungsteiler muß an jeder Dynode den benötigten Strom abgeben können ohne das die Spannungen an den Dynoden zusammenbrechen.
Und Fehlanpassungen zwischen Anode, Kabel und Verstärker sind bei längeren Kabeln zu vermeiden oder in der Verarbeitung des Signales zu berücksichtigen.

Und das mit dem Collins-Filter mögen dir die Funkamateure hier ausreden ;D

Viele Grüße
Bernd

#20
Ideenbox / Signalübertragung, Impedanzwan...
Letzter Beitrag von ABel - Gestern um 09:17
Hallo,

zur Fragen meiner LTspice-Simulationen habe ich mich auch an ein LTspice-Forum gewandt.

Von dort kam zum einen die Anregung in den Divider einen Impedanzwandler einzubauen, zum anderen der Hinweis, dass es zwischen Divider und PMT-Adapter eine Fehlanpassung gibt.

Bei der Fehlanpassung geht es wohl darum, das mit einem 50Ω-BNC-Kabel der Ausgangswiderstand des Senders und der Eingangswiderstand des Empfängers jeweils eine Impedanz von 50Ω haben sollte. Ob und wie ich dies für den Sender mit einem Impedanzwandler erreichen kann, ist mir noch nicht klar.

Kann das erreicht werden? Wie?

Bei der Suche nach Antworten bin ich auf Beispiel 1.1 in der Mitteilung "Das Collins-Filter mit Verlusten" des Institut für Umwelttechnik Nonnweiler – Saar von Dr. Schau (DL3LH) (Datei 97 auf https://afu-base.de/rund-um-die-antenne/) gestoßen. Daran ist sehr deutlich der positive Einfluss eines solchen Filters auf die Verbindung eines Sendeverstärkers mit einer Antenne zu sehen (dazu die Anlagen).

Mir scheint sich dieser Effekt auf die Träger-/Sende-Frequenz zu beziehen, und nicht auf das damit übertragene Signal. Eine Übertragung dieser Technik auf die Verbindung Divider – PMT-Adapter ist mir nicht möglich.

Wenn in der Verbindung Divider – PMT-Adapter eine Fehlanpassung vorliegt, dann ist für mich die Frage: Ist diese überhaupt zu vermeiden?

Gruß Andreas