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Zum russischen Alpha-Szintillationsmessgerät KRA-1 gehört ein Prüfstrahler, der auch auf Pu-239 basiert. Dessen Aktivität ist sehr gering. Hier gibt es Fotos: https://rhbz.pw/displayimage.php?album=1038&pid=17210#top_display_media

Die Aktivität des dort abgebildeten Prüfstrahlers betrug nach Begleitdokument lediglich 680 Bq.
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£5,000 Preisvorstellung!!!
Habe sie aber schon günstiger gesehen
https://www.ebay.de/itm/203736884271?hash=item2f6faa242f:g:a90AAOSwggthqnzN
Das ist aber ein RID-6M, der hat nur knapp 400 kBq. So gesehen viel zu teuer :-).
Nur die RID-1 und KI-1 machen Laune...
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Und der Ebay-Verkäufer aus UK verkauft gerade eine dieser Quellen. Ebay scheint es egal zu sein...https://www.ebay.de/itm/403336425222

£5,000 Preisvorstellung!!!

Habe sie aber schon günstiger gesehen
https://www.ebay.de/itm/203736884271?hash=item2f6faa242f:g:a90AAOSwggthqnzN
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Gamma-Spektroskopie / Re: Lutetium-Kalium Aktivitäts-Kalibrierung
« Letzter Beitrag von NoLi am Gestern um 10:07 »
Also ja, das heisst so ganz ideal ist das Lanthanoxid nicht als Probe, wenn man so eine Anlage hat wie ich. Aber ne Hausnummer bekommt man schon. Und das sind wir ja eigentlich gewohnt.  :yahoo:
Als Hausnummer würde ich die Erkenntnis nicht unbedingt betrachten; immerhin weißt Du jetzt, dass das Verhältnis Gefrierbeutel : Probendöschen ungefähr den Faktor 2 ausmacht.

Norbert
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Zitat
Ex-sowjetische bzw. russische Ionisationsrauchmelder werden/wurden fast ausschliesslich mit Pu-239 (!), Aktivität pro Stück ~ 40 MBq (!!), gefertigt und verbaut; somit sind noch größere Mengen davon "im Umlauf".
Und wer weiß, wieviele davon bei Abzug der Sowjettruppen (WGT), z.B. aus der Ex-DDR, in den 1990er Jahren aus den dann leerstehenden Liegenschaften verschwanden...
Und der Ebay-Verkäufer aus UK verkauft gerade eine dieser Quellen. Ebay scheint es egal zu sein...https://www.ebay.de/itm/403336425222

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Gamma-Spektroskopie / Re: Lutetium-Kalium Aktivitäts-Kalibrierung
« Letzter Beitrag von Peter-1 am 07. Dezember 2021, 22:58 »
Hallo Bernd,

das La2O3 habe ich auch, aber nur 100g. Das Spektrum ist recht dürftig und ein Histo. habe ich nicht gemacht, aber kann es gerne nachholen.

Gruß
Peter
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Gamma-Spektroskopie / Re: Lutetium-Kalium Aktivitäts-Kalibrierung
« Letzter Beitrag von opengeiger.de am 07. Dezember 2021, 19:40 »
Bestimmt habt ihr's schon gesichtet, ich hab im Gammaspektroskopie Thread nun mal auch ein La138 Spektrum gepostet. Das nicht ganz ohne Grund. Ich wollt nun nämlich trotz der gänzlich anderen Probengeometrie mal schauen, wie weit ich nun mit der oben aufgeführten Lu-K Kalibrierung der Detektor-Effizienz komme, wenn ich jetzt eine Lanthanoxid Probe vermesse und die Aktivität bestimmen will (obwohl ich sie eigentlich auch ausrechnen kann). Also gerechnet komme ich beim La-nat. auf ganze 0.84Bq/g und beim La2O3 auf 0.71Bq/g.

Nun hab ich bei unserem geschätzten Lieferanten Onyxmet 525g La2O3 besorgt (hat alles vorbildlich geklappt, großes Lob, keine Werbung  :D). Davon haben 350g in einen Gefrierbeutel gepackt gerade so in die Kammer gepasst. Dann schön gemessen und mit Interspec die Peakfläche des 788keV Peaks bestimmt. Das waren immerhin 0.611cps und noch deutlich erkennbar (siehe Bild). Dann hab ich gerechnet: die Gamma-Intensität der 788keV Linie beträgt laut IAEA 34.5%, meine mit der Lu-K Kalibrierung bestimmte Detektor-Effizienz bei 780keV ist 0.0143, also ergibt das:
A = 0.611/(0.345*0.0143) = 123.82Bq . Umgekehrt geht ja aus der obigen Theorie hervor, 350g La2O3 haben 350g*0.71Bq/g = 250.14Bq.

Man sieht also an dieser Übung Messung gegen Theorie, so ganz meilenweit weg liegt man mit so ner Abschätzung nicht, trotz der gänzlich anderen Probengeometrie (Gefrierbeutel voll, gegen ein kleines Döschen mit der Kalibrierprobe). Aber es sind dann halt doch nur die Hälfte was man aus der Messung über die Detektor-Effizienz rausbekommt, weil eben nicht vergleichbar viel der La138-Gammas aus der Probe den Detektor erreichen.

Also ja, das heisst so ganz ideal ist das Lanthanoxid nicht als Probe, wenn man so eine Anlage hat wie ich. Aber ne Hausnummer bekommt man schon. Und das sind wir ja eigentlich gewohnt.  :yahoo:
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Gamma-Spektroskopie / La-138 Spektrum
« Letzter Beitrag von opengeiger.de am 07. Dezember 2021, 18:05 »
Hier mal ein La-138 Spektrum aus 350g La2O3 von Onyxmet, Polen. Ist ne rauschige Angelegenheit. Das La-138 ist zu 0.09% im La-nat. enthalten. Der 788keV Peak hat nur 34.5% Intesität, der bei 1435keV 65.5% . Und La-138 ist was extrem langlebiges, 1.03E11 Jahre HWZ. Für ne Energiekalibrierung ganz nett, für ne Efficiencykalibrierung ist das Probenvolumen doch etwas unhandlich groß. :-\
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Gamma-Spektroskopie / Re: Lutetium-Kalium Aktivitäts-Kalibrierung
« Letzter Beitrag von opengeiger.de am 07. Dezember 2021, 17:32 »
So, nun habe ich noch Background Daten von Curium bekommen und neue Lu -Daten von Samarskit. Damit ist ein vorläufiger Endstand erreicht, der zeigt, dass die Kalibriermethode doch ganz gut machbar ist. Das Ergebnis an Efficiency Kurven sieht nun in allen Fällen sehr brauchbar aus, wenn man den quadratischen Fit in die beiden großen Lu Peaks und den K Peak macht.  Dass Samarskit nun das Feld hinsichtlich der Efficiency anführt, ist nicht so sehr verwunderlich, er verwendet ja einen 4“x4“x4“ großen Kristall, das muss sich ja irgendwie bemerkbar machen. Er hat nun die Lu2O3 Menge auf 13g reduziert, und damit zeigt die Kurve auch vorne eine recht gute Effizienz. Das Problem zu Beginn kam also tatsächlich daher, dass Theremino mit den vielen Pulsen aus den 300g Lu2O3 einfach überfordert war. Das Lu-Spektrum sieht nun auch erstklassig aus, vielleicht postet er es ja noch. 

Was für eine Detektor-Efficiency haben wir aber nun erreicht und was hilft sie uns? Nun, die Efficiency die wir gemessen haben, ist die absolute Efficiency, unabhängig von der Probengeometrie und der Probenmatrix. Sie gestattet es unter bestimmten Voraussetzungen, die Peakfläche im Spektrum (in cps) in die Becquerel umzurechnen.  Der quadratische Kurvenfit durch die 3 Punkte ermöglicht es diese Efficiency für andere Energien dann ebenfalls abzuschätzen, zum Beispiel für 662keV. Wen wir da nun eine Probe mit derselben Geometrie und derselben Probenmatrix an dieselbe Stelle in der Probenkammer mit demselben Einstellung aller Parameter messen, dann können wir damit die unbekannte Aktivität z.B. einer Cs137 haltigen Probe bestimmen, indem wir dafür dann ebenfalls die Peakfläche bestimmen, und diese durch die Gammaintensität (z.B. 85% bei Cs137) und durch die Efficiency bei der Cs137 Energie 662keV teilen. Diese Efficiency kann man aus der gefitteten Kurve bei 662keV ablesen.

Oder in einer Formel gesagt Ax = Fpeak(x) /(eps(Ex)*Igamma(x)). Hierin ist Ex die Energie des Peaks von der Probe mit unbekannter Aktivität Ax, eps(Ex) die energieabhängige Detektor-Effizienz abgelesen an der gefitteten Kurve und Igamma(x) die Gammaintensität des Peaks der Probe mit unbekannter Aktivität. Die Peakfläche des Peaks Fpeak(x) bekommt man, wenn man in das Spektrum z.B. mit Interspec eine Peakkurve (z.B. Gauss) in den Peak des vermessenen Spektrums fittet. Eine grobe Abschätzung erhält man auch, wenn man mit einem Rechtsklick in Theremino auf die Mitte des Peaks clickt, die cps zur Halbwertsbreite abliest und diese Zahl als Peakfläche verwendet. 

Wenn wir eine andere Probengeometrie verwenden, die Probe weiter weg vom Detektor platzieren oder ne andere Probenmatrix verwenden (z.B. ne Flüssigkeit), dann machen wir natürlich einen Fehler. Den Geometriefehler kann man jedoch über eine Berechnung der intrinsischen Efficiency auch wieder korrigieren. Da rechnet man dann aus, wie groß der Anteil der in den Detektor einfallenden Quanten ist, wenn die Probe einen gewissen Abstand und der Detektor ein gewisses Raumwinkel aus einer Kugel mit einem Radius, der dem Abstand entspricht, ausschneidet. Dann wird die Efficiency da drauf bezogen und sie wird damit in einem gewissen Rahmen abstandsunabhängig. Eine Korrektur auf Grund einer anderen Probenmatrix ist dagegen schwierig. Besser ist dann, man verdünnt die Probe mit unbekannter Aktivität mit einem Füllmaterial, was eine ähnliche Selbstabsorption erzeugt wie die Kalibrierprobe (zum Beispiel mit Mehl oder Sand).

Einen gewissen Fehler kann man dabei aber meist auch tolerieren. Oft geht es ja nur drum zu entscheiden ob man sich Sorge machen muss oder nicht. Und bei Bedenken schickt man die Probe dann eben ein.

Ich werd jetzt mal schauen, dass ich die Methode in ein Dokument gieße und dann für die Gammaspektroskopie-Community veröffentliche. Aber ich warte erst noch ab bis jeder Lu2O3 hat, dann kann ich vielleicht noch den einen oder anderen Datensatz nochmal korrigieren, z.B. den von DL3HRT, der bisher ja nur ein Stück Lu-Metall vermessen konnte. Ich denke mal, das wird aber noch bis nach Weihnachten dauern. Deswegen an dieser Stelle schon mal vielen herzlichen Dank an alle, die sich mit den Messungen so viel Mühe gemacht haben um für dieses „Projektchen“ Daten zu liefern.  :good2: :good2: :good2:

Anbei die neuesten Daten.
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Ja wie schon gesagt, auf Mineralienbörsen sieht das für Uraninit usw. sicher anders aus. Wenn ich in die Googlesuchstatistik des Forums schaue, steht der Suchbegriff "Uraninit kaufen" ziemlich hoch im Kurs. Auch im Kulturhaus Bad Schlema (wo sich das Uranmuseum befindet) finden Mineralienbörsen statt.  ;D Ich bin sicher, dort wechseln reichlich erzgebirgische Pechblendestückchen den Besitzer. Das ist aber schon immer noch etwas anderes, als z.B. eine "polierte Lampe", die jemand unbedarft als Souvenir auf einem Flohmarkt kauft und wo weder Käufer noch Verkäufer wissen, dass es sich im einen Radiumtrinkbecher handelt. Da ist das Gefahrenpotential in Relation schon erheblich höher.

Aber es ging ja oben eigentlich um russische Rauchmelder mit Plutonium und ob es jemand gäbe, der die von "normalen" Flohmärkten einsammelt.
Nochmals: Nein, gibt es nicht, weil nicht nötig, mMn.

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