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#91
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von NoLi - 01. Oktober 2026, 18:15
Hier ist so ein "Nasopharyngeal Radium Applicator" abgebildet und beschrieben:

https://www.orau.org/health-physics-museum/collection/brachytherapy/nasopharyngeal-radium-applicator.html

Google-Übersetzung:
"Nasopharynx-Radium-Applikator (ca. 1950)
Das oben abgebildete Beispiel ist ein "Dummy" (nicht radioaktiver) Nasopharynx-Applikator, der zu Trainings- und/oder Demonstrationszwecken hergestellt wird. Bei der tatsächlichen Verwendung würde die kleine Monellmetallkapsel am rechten Ende des Applikators etwa 50 Milliküren (mCi) von Ra-226 enthalten. Einer davon würde für 5 bis 15 Minuten in jeden der Nasengänge eingefügt werden. Die übliche Absicht war, das lymphoide Gewebe zu schrumpfen.
Nasopharynx-Radium-Applikator

Während des Zweiten Weltkriegs wird geschätzt, dass Tausende von Luft- und U-Boot-Besatzungsmitgliedern mit diesen Geräten behandelt wurden, um die Ohrprobleme zu reduzieren oder zu vermeiden, die durch die Druckänderungen der Besatzung im Dienst auftreten könnten. Von den 1940er bis in die 1960er Jahre wurden möglicherweise bis zu mehreren Millionen Zivilisten, meist Kinder, mit diesen wegen Ohr- und Adenoidinfektionen behandelt. Einer davon war der verstorbene Frank Zappa.

Die Dosimetrie ist aufgrund der Ungleichmäßigkeit der Expositionen etwas komplex, aber eine Schätzung legt nahe, dass Gewebe 1 cm von der Quelle während einer typischen 10-minütigen Behandlung 200 bis 300 Rem (2-3 Gy) erhalten hätten.

Referenz

In: Janet Raloff. Wiederbewertung Der Risiken Von Radium. Wissenschaftsnachrichten Vol. 146: 172-173; 1994.[/
i]"

Norbert
#92
Presse/TV/Rundfunk/Youtube/Internet / Aw: -- Youtube-Sammelthread --
Letzter Beitrag von Flipflop - 01. Oktober 2026, 15:59
Januar 1958?
Die vierjährige Joke Haanschoten und die sechs anderen Mitglieder ihrer Familie wurden vor einer Woche in ein streng bewachtes Isolationskrankenhaus gebracht. Sie wurde mit der Spitze einer Radiumnadel (die in der Nase abgebrochen war) aus dem Krankenhaus nach Hause geschickt. Schließlich stieß sie die tödliche ,,Perle" aus Radium aus, und ihr Vater verbrannte sie in dem Küchenherd. Später warf er die Asche in den Hintergarten – und radioaktiver Staub verwehte über ganz Putten.

Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)


https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Radioactive_house_at_Putten_(1958)

In diesem Artikel steht etwas von einer 50 Millicurie Quelle:

https://time.com/archive/6803354/medicine-radioactive/

Dutch History: A Family Exposed to Radioactive Contamination in Putten (1958)

The Dutch Table

#93
Radon / Aw: Radonbestimmung in Quellwa...
Letzter Beitrag von DG0MG - 01. Oktober 2026, 14:13
Für die Besitzer eines Alpha-Sniffers (oder eines CT007-R) ist hier von Bill Brodhead eine Methode beschrieben, Radon in 250ml Wasser zu messen:


Man braucht einen Behälter mit 1250 ml Volumen, füllt ihn mit 250ml Wasser, das dann in den 1 Liter Luft darüber ausgeschüttelt wird. Diese Luft wird kreislaufmäßig durch den Alpha-Sniffer gepumpt. Man soll den Wert schon nach 5 Minuten ablesen können.

Radontec gibt die Anleitung in Deutsch wieder: https://radontec.de/radon-im-wasser-messen-alpha-sniffer
#94
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Harald der Strahler - 30. September 2026, 23:26
Zitat von: Radiohörer am 30. September 2026, 22:27...also ~ 45min / 2,5h zum "angezeigten" Maximalwert und ~18 h, um von 63 (App?) bzw. 16 kBq/m³ (Air-Q?) wieder auf Umgebung zu kommen :unknw: -->
Aber: irgendwie passen die Rn-Werte hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43415
und hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43447
nicht zusammen: welches sind die auf der SD-Karte gespeicherten und die von der App "interpretierten"? :o

An den CO2- und Feuchte-Werten sieht man schön, dass da etwas Luftaustausch war: schnelle Sensoren!
Deshalb die "angedeutete" (? hab ich noch im Kopf, kann falsch sein) Möglichkeit zur "Einbruchserkennung".
Der Temperatursensor ist dagegen "etwas" träge: event. bedämpft durchs direkte Auflöten/Kontakt mit/auf der Platine oder "hinter" einem anderen Sensor bzw. nicht im direkten Luftstrom.

Der Chnadks RM73 und der "quasi baugleiche" AEG test Hound-3699 sind da etwas schneller bei kleinerem (- 40kBq/m³) Messbereich und unklarer Genauigkeit.
Interessant wäre der direkte Vergleich aller Geräte mit dem Rikamino: vielleicht stellt Dir opengeiger und/oder Silfox seinen zur Verfügung.
Mal gugn, ob sich zw. Schwäbisch Hall und Grailsheim nicht eine Doline oder Höhle im Muschelkalk mit Bahnanschluß für einen ausgiebgen Direktvergleich findet ;)

Zitat von: Radiohörer am 30. September 2026, 22:27...also ~ 45min / 2,5h zum "angezeigten" Maximalwert und ~18 h, um von 63 (App?) bzw. 16 kBq/m³ (Air-Q?) wieder auf Umgebung zu kommen :unknw: -->
Aber: irgendwie passen die Rn-Werte hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43415
und hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43447
nicht zusammen: welches sind die auf der SD-Karte gespeicherten und die von der App "interpretierten"? :o
Das sind zwei verschiedene Messungen (27. September + 29. September)
#95
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von Radiohörer - 30. September 2026, 22:54
...könnte es event. sein, dass der Air-Q "ähnlich" wie der AlphaSniffer "arbeitet", der bei feuchter Luft auch sehr lange zum Abklingen braucht --> https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=39790
Vielleicht "kondensiert" oder "lagert" sich beim Air-Q etwas Feuchtigkeit an der ZnS(Ag)-Beschichtung an, die das Abklingen verzögert?

Keine Ahnung, ob das bei einem professionellen Rn-Messgerät mit ZnS(Ag)-Zelle, wie am TdoT in Königstein im Labor in Aktion zu sehen war, auch so ist?
#96
Baden-Württemberg / Aw: Der schlechte Atem der Erd...
Letzter Beitrag von Radiohörer - 30. September 2026, 22:27
...also ~ 45min / 2,5h zum "angezeigten" Maximalwert und ~18 h, um von 63 (App?) bzw. 16 kBq/m³ (Air-Q?) wieder auf Umgebung zu kommen :unknw: -->
Aber: irgendwie passen die Rn-Werte hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43415
und hier
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?msg=43447
nicht zusammen: welches sind die auf der SD-Karte gespeicherten und die von der App "interpretierten"? :o

An den CO2- und Feuchte-Werten sieht man schön, dass da etwas Luftaustausch war: schnelle Sensoren!
Deshalb die "angedeutete" (? hab ich noch im Kopf, kann falsch sein) Möglichkeit zur "Einbruchserkennung".
Der Temperatursensor ist dagegen "etwas" träge: event. bedämpft durchs direkte Auflöten/Kontakt mit/auf der Platine oder "hinter" einem anderen Sensor bzw. nicht im direkten Luftstrom.

Der Chnadks RM73 und der "quasi baugleiche" AEG test Hound-3699 sind da etwas schneller bei kleinerem (- 40kBq/m³) Messbereich und unklarer Genauigkeit.
Interessant wäre der direkte Vergleich aller Geräte mit dem Rikamino: vielleicht stellt Dir opengeiger und/oder Silfox seinen zur Verfügung.
Mal gugn, ob sich zw. Schwäbisch Hall und Grailsheim nicht eine Doline oder Höhle im Muschelkalk mit Bahnanschluß für einen ausgiebgen Direktvergleich findet ;)
#97
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. September 2026, 22:17
Zitat von: Harald der Strahler am 30. September 2026, 22:08Ich verstehe das so: Das ,,Labyrinth" ist im Patent als Lichtschutz konstruiert; eine Filterung von Aerosolen oder Radonfolgeprodukten wird an dieser Stelle nicht beschrieben.

Richtig, das habe ich ja oben auch so erklärt. Wenn aber KEINE Filterung erfolgt, dürfte der Anstieg Deiner Messwerte nicht so langsam erfolgen, weil die Zerfallsprodukte ja in die Messkammer kämen und quasi sofort Zerfälle liefern. Deshalb die Idee, dass es *DOCH* eine Filterung im Gerät gibt, die im Patent nicht beschrieben ist, weil dieses nur den eigentlichen Sensor und seine Lichtunempfindlichkeit beschreibt.
#98
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von Harald der Strahler - 30. September 2026, 22:08
Zitat von: DG0MG am 30. September 2026, 21:02Ist der Sensor im Gerät abgeschlossen oder nicht, das ist die Frage.

https://patentimages.storage.googleapis.com/8a/a1/68/13b18daa2de835/EP4471462A1.pdf?utm_source=chatgpt.com

EP4471462A1, Absatz [0010], Seite 3: Die Gasumleitstruktur dient dazu, Licht vom Eintritt in die Messkammer abzuhalten, während Luft bzw. Gas durch die Struktur in die Messkammer gelangen kann.

Ich verstehe das so: Das ,,Labyrinth" ist im Patent als Lichtschutz konstruiert; eine Filterung von Aerosolen oder Radonfolgeprodukten wird an dieser Stelle nicht beschrieben.
#99
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von DG0MG - 30. September 2026, 21:02
Ist der Sensor im Gerät abgeschlossen oder nicht, das ist die Frage.
#100
Deutsche Strahlungsmessgeräte (BRD) / Aw: air-Q radon
Letzter Beitrag von NoLi - 30. September 2026, 20:56
Bei Sammlung der Radon-Folgeprodukte auf einem Glasfaserfilter mit Hilfe eines aktiven quantifizierenden Luftstaubsammlers ("Staubsauger") und anschliessender Messung der Alpha- und Betaaktivität geht man zur Radon-222 Konzentrationsbestimmung in einem nicht zwangsbelüfteten normalen Raum von einem Gleichgewichtsfaktor von 0,4 bis 0,5 aus.
Dazu gibt es Studien in den Veröffentlichungen der Strahlenschutzkommission (leider weiß ich nicht mehr, in welchem Band...ist meiner Erinnerung nach aus den 1980er Jahren).
Ob dies allerdings jetzt noch bei energetisch sanierten Häusern mit hermetisch schliessenden Fenstern gilt... :unknw:
Ich wage dies zu bezweifeln.

Ein Gleichgewichtsfaktor von 1 stellt sich nur in einem hermetisch abgeschlossenen Gefäß (Messgerät zusammen mit dem Radon-Emittenten eingeschlossen) nach gut einer bis eineinhalb Wochen ein.
Der Radon-Stollen in Bad Kreuznach weist einen Gleichgewichtsfaktor von 0,1 auf, weil man das Radon zur Verminderung der Bildung der Folgeprodukte mit Hilfe einer Ventilationsanlage durch den Stollen saugt. Neuere Untersuchungen gehen allerdings von einem Gleichgewichtsfaktor von 0,4 aus. :unknw: Möglicherweise wurde gegenüber der Vergangenheit der Stollenluftdurchsatz reduziert, um die Bedingungen (Rn-Konzentration) für einen Heilstollen einhalten zu können.
Für Inhalationen und Luftbäder muß die Radon-Konzentration im Stollen mindestens 33 kBq/m³ betragen, für Therapien und damit Anerkennung als Heilstollen liegt die Konzentration wesentlich höher (siehe  https://iaf-dresden.de/Bericht%20Ableitungen%20BfS.pdf , Kapitel 2.25, ab Seite 79).
Flyer des Radon-Heilstollen:  https://acuradon.de/wp-content/uploads/2021/11/2021_ACURADON_Broschuere_online.pdf
In diesem Video ist von einer maximal eingeleiteten Radon-Konzentration in den Therapieräumen von 100 kBq/m³ die Rede:


Norbert