gefährliche Röntgenexperimente

Begonnen von Hannes, 20. März 2021, 21:50

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Hannes

Es gibt ein neues Video zum Radiacode 101:


Henri

Also, die Alarm-Sounds sind ja schon ganz schön verspielt bei dem Teil.. ;D


Und ich hoffe mal, unsere beiden mutigen Experimentatoren haben ihre Familienplanung schon abgeschlossen... Lang war der Entladungsfunken am Ende ja nicht. Entsprechend viel Röntgenstrahlung mit relativ niedriger Energie wird erzeugt worden sein, und ich bezweifle, dass der RadiaCode davon viel registriert hat.  Na, immerhin wurde die Röhre kalt betrieben. Bei beheizter Glühwendel wäre da noch eine ganze Menge mehr rausgekommen...

SAL-87

Es geht zwar nicht um den RadiaCode aber wo wir gerade bei Röntgenröhren sind:



Nebenbei wurden die ,,Messungen" mit einem Radiascan 701 durchgeführt.

Den Rest des Videos lasse ich einfach mal unkommentiert  :dash2:

pangeiger

Besser, wenn man die Jungs nicht in der Nachbarschaft wohnen hat :o

Henri

Zitat von: SAL-87 am 21. März 2021, 16:46

Den Rest des Videos lasse ich einfach mal unkommentiert  :dash2:


"But don't worry. We have no neighbours."

:heat:

Na-22

Zitat von: SAL-87 am 21. März 2021, 16:46
...
Nebenbei wurden die ,,Messungen" mit einem Radiascan 701 durchgeführt.

Den Rest des Videos lasse ich einfach mal unkommentiert  :dash2:

Die Einheitenangabe bei 19:50 finde ich interessant: mrRh/pH

NoLi

Dazu habe ich nur ein Wort übrig:   VOLLIDIOTEN!!!!

Was das Füßlein am Schluß angeht: solche Haut-Reaktionen treten bei Dosen von einigen Sv auf.

Aber: welcher "Radiascan" hat einen Messbereich bis 100 R/h (1 Sv/h)???

Gruß
Norbert

Na-22

Zitat von: NoLi am 21. März 2021, 19:01
...
Aber: welcher "Radiascan" hat einen Messbereich bis 100 R/h (1 Sv/h)???

Gruß
Norbert

Der RadiaScan-601 soll bis 3 Sv/h funktionieren.

Aus dem RadiaScan Handbuch:
The RadiaScan-601 model, in comparison with the base one, has a reduced sensitivity to photon
radiation and is not sensitive to beta and alpha particles. Moreover, this model is designed to
operate in powerful fields of photon radiation (up to 3 Sv/h).

SAL-87

Zitat von: NoLi am 21. März 2021, 19:01
Dazu habe ich nur ein Wort übrig:   VOLLIDIOTEN!!!!

Aber: welcher "Radiascan" hat einen Messbereich bis 100 R/h (1 Sv/h)???

Gruß
Norbert


Vielleicht eher Anzeigebereich? Falls er denn überhaupt so viel schafft, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
In 3 Metern Entfernung zeigte das eine Gerät 9 Röntgen/h an, 90 Millisievert/h. Der andere Radiascan war wohl völlig überfordert.

Der Messbereich wird jedenfalls mit maximal 10000 Mikrosievert/h angegeben. Also 10 Millisievert/h.

Edit: Na-22 hat die Erklärung dafür gefunden, danke.  :good2:
Vielleicht schaffen sie die 3 Sv/h ja mit der großen Röhre am Ende des Videos.  :dash2:

Auf die gemessenen Dosisleistungen in dem Video kann man sowieso nicht viel geben.
Das fängt bei dem für diese Zwecke ungeeigneten Messequipment schon an. Auffällig sind auch die Messwerte auf die verschiedenen Entfernungen betrachtet. Das passt so nicht wirklich zusammen.
Jedoch veranschaulicht das Video sehr deutlich, wie weit die emittierte Röntgenstrahlung reicht.

NoLi

Zitat von: SAL-87 am 21. März 2021, 19:27
Auf die gemessenen Dosisleistungen in dem Video kann man sowieso nicht viel geben.
Das fängt bei dem für diese Zwecke ungeeigneten Messequipment schon an. Auffällig sind auch die Messwerte auf die verschiedenen Entfernungen betrachtet. Das passt so nicht wirklich zusammen.
Jedoch veranschaulicht das Video sehr deutlich, wie weit die emittierte Röntgenstrahlung reicht.

Man sollte, vor allem im Nahbereich, auch den Einfluß von elektromagnetischer Strahlung auf den Radiascan kennen.

Norbert

Henri

Zitat von: Na-22 am 21. März 2021, 17:24

Die Einheitenangabe bei 19:50 finde ich interessant: mrRh/pH

Das hatte ich als "µR/h" interpretiert, was größenordnungsmäßig ja auch ungefähr hinkommt.

Mit der großen Röntgenröhre könnten sie dann eigentlich auch mal ausprobieren, ob die Strahlung nicht durch einen Kopf durch kann??  :o

NoLi

Hier die Antwort eines Radiologen auf dieses Video:



Norbert

Lutathera-177

Sowas kann schrecklich schief gehen..

Hier "experimente" ein Jugendlicher nur wenige Sekunden an einer Röntgenröhre mit Beryllium-Fenster:



Fotos von seinem Finger über die nächsten 3 Jahre (Im fünften Beitrag von unten, zum ausklappen auf die blaue Schrift klicken)

Nachrichtenmeldung (Russisch)

Fusor

Na ja-

selbst wenn ich ein großer Freund von "GAR keine Dosis ist die beste Dosis" bin frage ich mich, ob das wirklich soooo bedenklich ist bei den Netzteilen, die meist verwendet werden?
Beim Röntgen gibt man ja beim Einstellen die Spannung (kV) und das mAs Produkt (mAs) vor. HWS beispielsweise so um die 70kV bei vielleicht 20mAs.

So ein "einfaches" "Netzteil" bringt vielleicht bei 50kV ein paar mA, also sind "Beleuchtungszeiten" von paar Sekunden etwa wie eine "normale" Röntgenaufnahme.

Klar- summiert sich schnell auf- MEHR als 1-2 Sekunden sind in der Tat keine so gute Idee... Und WENN man ein derartiges Netzteil, das paar kW bei zig kV macht, hat ist EXTREME Vorsicht angesagt- in mehr als einer Hinsicht  :)) So ein "Funke" bei 100kV und einigen mA KANN EINEN SCHON ERSCHRECKEN  ;)

Bedenken sollte man aber, dass so ziemlich jede Vakuum-Röhre an HV Röntgenstrahlung emittiert- also "lustige Leucht Experimente", an z.B. einem Teslatrafo, kann durchaus ein Strahlen-Problem darstellen! Ich finde DAS viel bedenklicher, als bewusste Röntgen Experimente bei denen man mit Strahlung rechnet  :o

Davon ab:  :rtfm: derartige Experimente sind NATÜRLICH verboten!

NoLi

Zitat von: Fusor am 22. März 2021, 11:18


Du vergisst, dass eine Röntgenaufnahme (z.B HWS) einen "Schuss" von wenigen Millisekunden darstellt. Ferner wird die Strahlung bei professionellen Röntgengeräten durch entsprechende Filter aufgehärtet, um die Dosisexposition des Patienten geringer zu halten.

Im Video haben wir es mit ungefilteter Strahlung zu tun, wobei die Hauptdosis durch eben dieser nicht gefilterten "weichen" Röntgenstrahlung verursacht wird.

Unsere zur Ausbildung vorhandene Röntgenanlage (max. 120 kV, max. 5 mA;  mit automatischer Filterwechselvorrichtung und unterschiedlichen Filtermaterialien) verursacht bei offener, nicht gefilterten Strahlung in ca. 1,5 m Abstand eine Dosisleistung von etwa 16 Sv/h. Das sind 4,5 mSv/sek.
Gemäß Abstandsquadratgesetz wären dies in 15 cm Abstand 1.600 Sv/h bzw. 450 mSv/sek...wenn man die stärkere (Luft)Schwächung der ganz weichen Röntgenstrahlung bei größerem Abstand außer Betracht lässt.

Gruß
Norbert