Opengeiger PMT-Adapter

Begonnen von ABel, 31. Mai 2023, 13:14

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ABel

Hallo Peter,

der Gain der Soundkarte ist auf 4-fache Verstärkung eingestellt (Abgleich mit 1kHz-Sinus-Schwingung über Ueff der Multimetermessung). Das Soundcard Scope interpretiert die 32-Bit-Auflösung der Soundkarte als Bereich von -1 bis +1 Volt (Schwingungsbreite Upp 2V, Effektivwert für Sinus-Schwingung 0,707V). Wenn Soundcard Scope eine  Schwingungsbreite Vp-p 500m (eigentlich ja Upp 500mV) anzeigt, ist das real dann eine Schwingungsbreite von 2V.

Die 4 AA-Batterien liefern zur Zeit 6,14V, an der virtuellen Masse sind 3,02V zu messen.

Die Vp-p 654,5u mit offenem Input entspreche einer Schwingungsbreite von 2,618mV. Das Bild mit angeschlossenem Detektor unter Spannung ist wohl beeinflusst von kleinen Impulsen und hat eine andere Y-Auflösung.

Gruß Andreas

ABel

Hallo Peter,

beim Spielen mit LTspice ist mir aufgefallen, das nur C2 wichtig für die Verlängerung der Impulse ist. Drum hab ich Mal C3 ausgelötet, danach war am Ausgang keine Veränderung zu erkennen.

Dann hab ich den C3 Mal parallel zu C2 eingesetzt, also nun ein C2 von 44pF. Leider auch damit keine Veränderung am Eingang zum 1ten OpAmp (Pin3).

Gruß Andreas

Peter-1

Diese Spitzen auf der +2,5V Leitung sind absolut unerwünscht !
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Vorschlag: ein C von 220nF - 470nF von +2,5V auf Masse.
LTspice glaubt dass die +2,5V sauben sind  :D , sehen aber aus wie S.....

Ich liebe Ferndiagnosen  >:(
Gruß  Peter

Radioquant98

Ich wüde einen Elko 10µ und parallel einen 100n Keramik von virtueller Masse nach Masse schalten.

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Du hast hier zwei Integrtoren hintereinander geschalten - der Erste R4,C2 und der Zweite R5,C4. Wobei der Zweite mit 1M belastet wird.

Bau doch dieses Glied einfach mal freitragend auf. Aber Vorsicht dein Oszieingang darf nicht unter 1M liegen - sonst kommt Messen von Mist :D

Viele Grüße
Bernd

ABel

Hallo,

hier noch ein paar Vergleiche mit verschiedenen Konfigurationen. Den Gain der Soundkarte habe ich gelassen wo er war (4-fach Verstärkung). Die Anpassung am MCA hab ich nur mit dem Parameter ,,Audio gain" vorgenommen.

Zunächst mit R8 und R9 mit 215 Ohm:
-   Ohne C3, mit 330pF parallel R8 (130cps, Audio gain 1,8) bei 900keV ist Ende
-   Ohne C3, ohne 330pF (197cps, Audio gain 1,8) bei 1200 keV ist Ende
-   Mit C3, ohne 330pF (200cps, Audio gain 3,0) geht am weitesten nach rechts
Im Vergleich-Spektrum ist noch das von Theremino mit drin. Auffällig wieder der Peak bei 100keV, den nur Theremino kennt?! Allgemein lassen sich nur sehr schwer Parallelen zum Theremino-Spektrum ausmachen. Ich denke das Spielen mit C3 und einem C parallel zu R8 macht keinen Sinn.

Und dann noch ein Vergleich R8 und R9 mit 215Ohm und 1kOhm. Zwischen beiden ist der Unterschied so minimal, das sich auch hier weitere Variationen nicht als sinnvoll erscheinen lassen.

Zum Theremino-Spektrum finden sich zwar Parellelen, wunderlich sind aber die unterschiedlichen Verhältnisse zwischen den Peaks bei 240, 340, 580 und 910 keV. Generell holt Theremino mehr Counts heraus (ca. 400 statt 200cps), vor allen über 500 keV.

Wenn ich aber auf meine Modifikation mit dem 330pF-Kondensator parallel zu R6 schaue (Beitrag vom 10.06.2023 16:27) dann waren damit die cps mit 390 fast bei denen von Theremino und vor allem die Counts bei den höheren Energien waren gleich groß.

Und hier erneut meine Fragen aus dem Beitrag:
     ,,Was ist da los links von 200keV? Wertet da der Theremino-Adapter Rauschen als Ereignisse, oder filtert der opengeiger-Adapter diese Ereignisse heraus? (Min. energy steht in MCA auf 15keV)"

Nun ist allerdings noch die Frage ob mein Theremino-Spektrum richtig ist?

Das mit den weiteren C's von virtueller auf reale Masse schau ich mir gleich an.

Gruß Andreas

Peter-1

Ganz langsam wird der Störenfried gefunden. Die virtuelle Masse +2,5V wird recht stark vom Eingangsimpuls belastet. Das kann man mit einem "Meßwiderstand" in der Simulation gut sehen. Da auch im Oszi-Bild die Störung sichtbar ist, kommt vermutlich der unsaubere Ausgangspuls her. Also min. 470nF nach Masse !
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Gruß  Peter

ABel

Hallo,

weil ich doch tatsächlich einen 10uF-Elko und einen 100nF-Keramikkondensator bei mir gefunden habe, hab ich Mal damit angefangen.

Das Bild mit offenem Input hat 200uV/Div, die beiden anderen 250uV/Div. Wegen dem Gain der Soundkarte immer alles Mal 4.

Die Sondkarte hat nach Bedienungsanleitung eine Eingangsimpedanz von 4 kOhm. Ist das OK für diese Messungen?

Hallo Peter: 470nF hab ich nicht da. Ein Tütchen mit Kondensatoren die ich mit dem Multimeter auf 267nF ausgemessen hab sind noch da. Ich weiß nicht was die nominell haben sollten?! 2 davon parallel wären demnach etwas über 500nF. Wäre das OK?

Gruß Andreas


Peter-1

So lange deine virtuelle Masse keine Ruhe gibt brauchen wir nicht weiter zu suchen. Kannst ruhig mehrere kleinere Cs nehmen.

Eine Schaltungsänderung will ich jetzt hier nicht beschreiben.  :-\
Gruß  Peter

ABel

Hallo,

die gefundenen Kondensatoren haben  zwischen 207 uns 267 nF, haben nominell wohl 220nF. Sie könnten von einer Speichererweiterung stammen. Atari ST Mega 2 mit Huckepack aufgelöteten Speicherbausteinen auf 4 MB gebracht.

Anliegend die Ergebnisse mit 2x 220nF parallel. Ich hab sie noch nicht mit denen von vorhin verglichen. Meinungen? Was ist besser?

Außerdem ein Ausschnitt meines Schreibtisches/ Meßplatzes. Vorne externe Soundkarte, 40 cm BNC-Kabeladapter zum opengeiger-Adapter (Gehäuse noch offen), 1-Meter-BNC-Kabel zum Detektor, neben dem Detecktor der Teremino-Adapter.

Gruß Andreas

ABel

Hallo,

ich denke die Lösung mit dem Elko ist geringfügig besser. Beide Varianten hatte ich nur sehr improvisiert eingelötet. Deshalb nun die Frage: Wo sollen die Kondensatoren hin, damit sie am besten wirken können?

Dazu anbei das Platinenlayout.

Gruß Andreas

Peter-1

Ich glaube du wirst mit deinem Aufbau nicht glücklich. Die Schaltung ist recht anspruchsvoll. Es gibt viele Fallstricke.
Gruß  Peter

ABel

Hallo,

gerade ist mir noch etwas anderes eingefallen. Sollte ich das mit den zusätzlichen Kondensatoren gegen Masse vielleicht bleiben lassen und stattdessen die Stromversorgung ändern?

Der opengeiger PMT-Adapter sieht einen Spannungsregler LT1129-5 dafür vor. Den hab ich hier schon liegen, sogar mit einem passenden Kühlkörper. Ich habe ihn aber noch nicht zum Einsatz gebracht, nicht einmal zum Ausprobieren.

Beim opengeiger-Adapter wird der wiederum von einem TRACO Power DC/DC-Wandler versorgt, den ich nicht habe. Ich hätte zur Stromversorgung einen Modellbauakku aus 8 AA-Akkus 1,2V 1900mAh,

Ist es möglich, das ein Spannungsregler eine stabilere Stromversorgung als 4 normale Batterien bewerkstelligen kann?

Und wenn ja: Kann er das auch mit einem Modellbauakku?

Gruß Andreas

Peter-1

Andreas,
ich habe schon viel zu viel geschrieben. Die Schaltung stammt von opengeiger und da steht es mir nicht zu diesen Plan umzubauen. Wenn dir noch jemand helfen kann, dann er ! Die Theremino Schaltung willst du ja nicht.
Gruß  Peter

Radioquant98

Zitat von: Peter-1 am 11. Juni 2023, 16:45Andreas,
ich habe schon viel zu viel geschrieben. Die Schaltung stammt von opengeiger und da steht es mir nicht zu diesen Plan umzubauen. Wenn dir noch jemand helfen kann, dann er ! Die Theremino Schaltung willst du ja nicht.

So ist es. Und vor Allem erstmal die Zeichnungsfehler korrigieren.

Akkus reichen völlig aus, aber einen Elko von Plus nach Masse schalten. Die OPVs brauchen keine stabilisierte Spannung.

Solange Andreas noch die Abblock-Cs der OPVs auf die virtuelle Masse legt, wird es womöglich sowieso nichts. Und dann wieder die rießige ungeschirmte Platine ......

Viele Grüße
Bernd

NuclearPhoenix

Alleine schon die ganzen "herumfliegenden" Drähte die ich da sehe machen dir sicher einiges kaputt. Am besten ist es, wenn du die Beinchen so kurz wie möglich abschneidest und alle anderen unverwendeten Drähte komplett entfernst. Das sind sonst alles schöne Antennen.

Ein richtiges PCB mit schöner Massefläche würde sicher auch noch viel bringen, aber solange es sonst noch nicht funktioniert ist das auch (noch) mehr oder weniger sinnlos.