Fragen zu 3D-Plot

Begonnen von ABel, 22. Oktober 2023, 10:13

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ABel

Hallo,

ich habe mir am 2.9. beim Auftragsfertiger einen 3D-Druck bestellt. Nach Bestellbestätigung Lieferzeit 5 bis 18 Tage. Am 28.9. kam dann eine Mail ,,Bestell-Status: Abgeschlossen". Darin angekündigt: ,,Sobald Dein Paket an den Versanddienst übergeben wurde, wirst du per E-Mail von unserem Versanddienstleister benachrichtigt." Es bedurfte 3 Emails und 3 Anrufe, bis ich diese dann am 20.10. erhalten habe. Am 21.10. kam dann das Päckchen, immerhin 49 Tage nach der Bestellung?!

Von oben sehen die Oberflächen recht gut aus, von unten aber, als hätte der Zahn der Zeit daran genagt (siehe Fotos). Muss das so sein? Lässt sich das durch bestimmte Printoptionen verbessern? Zum Vergleich ein 3D.PDF des Objektes.

Anbei auch eine technische Zeichnung als PDF. Dort sind in SECTION A-A die Bohrungen für Molex-Crimp-Kontakte bemaßt. Der Absatz mit Durchmesser 3 mm soll den Crimp-Kontakt halten. Die beiden abgespreizten Laschen soll man hindurchstecken können, die beiden Buckel am Kabelende sollen dort zur Anlage kommen (Foto). Im 3D-Teil scheint er nicht vorhanden zu sein. Ich kann die Crimp-Kontakte von beiden Seiten durchstecken und auch die Laschen verhaken sich beim zurückziehen nicht. Hab ich da zu viel vom 3D-Druck erwartet?

Gruß Andreas

Henri

Diese Molex-Stecker verwende ich auch, für den gleichen Zweck!  :)


Hmm also eine Seite ist ja beim Druckvorgang immer unten, bei Deinem Druck war es vermutlich die Seite, die zum PMT zeigt. Und wenn es bei dieser einen Hohlraum gibt, muss man eine Stütz-Struktur mitdrucken, die man später entfernt. Deshalb sieht es dort wohl etwas unsauber aus.

Hätte man das Teil "anders herum" gedruckt, hätte man eine sehr große Stützstruktur benötigt, die dann auch schwer zu entfernen gewesen wäre.
Auch die beiden seitlichen Durchbrüche wurden ja erst mitgedruckt und später entfernt.


Für die kleinen Rezesse, in die die Nasen der Pins einrasten sollen, gilt ja im Prinzip das Gleiche, es sind Hohlräume und deshalb vermutlich nicht so einfach sauber herzustellen. Zumal sich das Material beim Erkalten, abhängig von den umliegenden Strukturen, ja noch zusammenzieht und dabei minimal verformt. Damit die Nasen halten, bräuchte es einen sauberen rechtwinkligen "Überhang", und der müsste ja sozusagen "frei schwebend" gedruckt werden, da man an eine Stützstruktur nicht mehr herankäme. Also ist vermutlich eine leichte Schräge daraus geworden, an der die Nasen keinen Halt finden.

Man hätte dem vielleicht begegnen können, indem man das Bauteil andersherum druckt, also mit der dem PMT zugewandten Seite nach oben. Aber dann hätte man diese riesige Stützstruktur benötigt.


Keine Ahnung, was im professionellen Bereich mittlerweile technisch alles geht, aber 3D-Druck hat schon seine Grenzen, und wenn man es hübsch haben will, kommt man um Schleifen und Spachteln nicht herum.
So ein Teil maschinell fräsen zu lassen wäre aber sicherlich um einiges teurer.


Vielleicht kannst Du ja mit einem kleinen passenden Werkzeug in den Durchgängen für die Steckkontakte noch mal nacharbeiten, so dass eine scharfe Kante entsteht, in der die Nasen dann einrasten können? Aber ein paar Tropfen nicht zu flüssiger 2K-Klebstoff tut es sicherlich auch...