Nachtleuchtende Lichtschalter

Begonnen von Tina, Heute um 10:03

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Tina

Hallo,
in meinem Haus befinden sich nachtleuchtende Lichtschalter.Als ich las,dass diese radioaktiv sein könnten, erschrak ich total.Gerade weil kleine Kinder im Haus sind.Könnte da Radium drin sein?Wie gefährlich ist der Abrieb?Letztens wurden die Deckel bei Reparaturarbeiten abgeschraubt,die Schalter an sich wurden dabei hoffentlich nicht beschädigt.Sowas wäre schlimm oder?
Die Schalter wurden in den 60er Jahren eingebaut.
Danke für eure Antworten!

ALARA

Hallo Tina,

für mich sieht das nach ungefährlichem phosphorizierendem Material aus.
Das Wippelement sollte nachleuchten, wenn es zuvor mit Licht "aufgeladen" wurde, wie bei den heute üblichen Leuchtmassen bei Uhren.

Floppyk

Nein, Radium wurde früher mit Zinksulfid vermischt. Es gibt auch andere Verbindung, aber m.W. war das die meist verwendete. Die Alphastrahlung des Radiums regte das Zinksulfid zum Leuchten an. Aber diese Lumineszenz war dauerhaft und musste nicht erst "aufgeladen" werden. Alte Uhren mit entsprechend bemalten Zifferblättern leuchten nicht mehr, weil das Zinksulfid durch die dauerhafte "Bombardierung" mit Alphateilchen über die Jahrzehnte quasi zerschossen wurde. Das darin enthaltene Radium hat aber eine Halbwertszeit von 1600 Jahren, so dass dessen Aktivität nicht nachgelassen hat.
Einen alten Wecker mit Radiumfarbe würde ich mir nicht auf den Nachttisch im Schlafzimmer stellen.
Es sind noch alte Kompasse, Armbanduhren, Flugzeuginstrumente usw. zu finden. Letztere strahlen durch großzügige Bemalung des Zifferblatts und Zeiger besonders kräftig.


Leuchtfarben, die einen nachleuchtenden Effekt haben, sind nicht radioaktiv. Allerdings hält das Nachleuchten auch nur begrenzt an.
Ich kenne diese Leuchtschalter in privaten Haushalten aus meiner Jugend und halte es für unwahrscheinlich, dass diese Radiumfarbe enthalten. Das lässt sich aber auch einfach mit einem beliebigen Geigerzähler schnell feststellen.

Nachtrag: Ich meine mich an einem Artikel zu erinnern, wo radioaktive Leuchtfarbe in Bunkern verwendet wurde, damit Wege und Schalter auch bei Stromausfall im Dunkeln zu finden sind.

NoLi

Moin Tina und willkommmen in der Runde!

Du kannst ganz beruhigt sein, wie @ALARA schon bemerkt hat, handelt es sich um phosphoreszierenden Kunststoff, der keinerlei radioaktive leuchtanregende Radionuklide enthält.

Gruß
Norbert

Tina

Vielen,vielen Dank euch.Ich dachte nur,weil 1960 ja schon noch Radium für Leuchtfarben verwendet wurde (zumindest liest man das im Internet).Aber dann bin ich viel beruhigter,dass ihr das so einschätzt! Geigerzähler hab ich schon überlegt,aber den müsste ich erst besorgen und dann auch interpretieren können. :)

Floppyk

Vielleicht meldet sich ja jemand, der mit einem GMZ vorbeikommen und messen könnte. Obwohl das sehr unwahrscheinlich wäre, solltest du die Sorgen mit einer schnellen Messung aus dem Kopf bekommen.

Tina

Mal sehen. :) Letzte Frage:Bräuchte ich einen,der Alpha-,Beta,- und Gammastrahlen misst,oder?

DG0MG

Vielleicht wäre es zielführender, einfach die Lichtschalter auszutauschen, weil das Problem vermutlich auch nach einer negativen Messung mit einem GZ im Kopf bleibt: "Es könnte ja DOCH sein .."
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

Petroman

Zitat von: Tina am Heute um 14:17Mal sehen. :) Letzte Frage:Bräuchte ich einen,der Alpha-,Beta,- und Gammastrahlen misst,oder?

Tsja ich würde sagen: keiner.
Da der Schalter nichts strahlt, kein A, B oder G-Strahlen.
Grüssen aus Holland.

Würfel

Hallo Tina,

ich denke nicht das die Schalter ein Problem sind, aber ich könnte eventuell mal zum Überprüfen vorbeischauen.
Wo ungefähr in München wäre es denn, welcher Plz-Bereich?
Vernünftige Meßgeräte für alle Strahlenarten sind genügend vorhanden.

Gruß
Stefan