Alte Straße zwischen Johanngeorgenstadt und Boží Dar

Begonnen von Lennart, Gestern um 20:09

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Lennart

Straßenabschnitt zwischen Luhy und Ryžovna (Jungenhengst und Seifen)

An der alten Landstraße zwischen Johanngeorgenstadt und Boží Dar gibt es zahlreiche alte Halden. Die Straße mit der Nummer 2196 ist relativ schmal und nicht unbedingt die erste Wahl, wenn man einfach nur von A nach B kommen möchte. Es gibt aber viele Berührungspunkte mit der Bergbaugeschichte in der Gegend und dazu noch eine wunderschöne Landschaft zu bestaunen.

Man kann grob sagen, dass die Straße das Gebiet in zwei Teile trennt. Nördlich liegen eher Halden, die dem Uranbergbau zuzuschreiben sind, während südlich polymetallische Rohstoffe abgebaut worden sind, hauptsächlich Zinn- und Wolframerze.

Auf der Karte habe ich das Wandergebiet Zaniklá obec Háje rot markiert. Hier gibt es einen kleinen Parkplatz, der für eine Handvoll PKW Platz bietet. Von dort kann man die drei Bereiche bequem zu Fuß erreichen, die ich begutachtet habe.

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I. Halden der Grube "Dreifaltigkeit"

In relativer Nähe zum Parkplatz gibt es zwei kleinere Halden, die beide zur Grube Dreifaltigkeit gehören. Laut Dokumentation hat man hier auch Uranerze gefördert. Die Halden sind begrünt, teilweise liegt aber noch Gestein frei. Ich konnte hier mehrere kontaminierte Bereiche ausmachen, jedoch keine scharf begrenzten Hotspots. Insbesondere im südlichen Bereich, also zur Straße hin.

Der Parkplatz, links davon der Wanderweg mit Schranke:

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Der Wanderweg:

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Die untere, größere Halde:

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Die obere, kleinere Halde:

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Blick in Richtung des Parkplatzes (Sicht durch Baum versperrt):

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Etwas im Gelände versteckt fand ich sogar ein kleines Mundloch. Ein Stolleneingang ist dies aber nicht. Es führt lediglich in einen kleinen, gemauerten Raum. Keine Ahnung, welche Funktion dieser Raum erfüllt hat. Unter der Erde habe ich ausschließlich gefilmt und keine Fotos geschossen. Das reiche ich bei Gelegenheit nach, viel zu sehen gibt es aber nicht.

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II. Erste Halde der Grube "Segen Gottes"

Wenn man dem Weg weiter folgt, kommt man nach wenigen hundert Metern an eine Abzweigung. Hier hält man sich links und kommt zum nächsten Haldenbereich. Viel Material hat man hier jedoch nicht abgelagert. Trotzdem findet man einige Bereiche mit erhöhter Zählrate vor, die – zumindest meiner Erfahrung nach – eher auf eine Bodenkontamination schließen lassen.

Die Abzweigung, der man nach links folgt:

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Der vordere Haldenbereich:

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Lennart

Neben der Halde habe ich zumindest einen kleinen Krümel Uraninit gefunden. Nichts Beeindruckendes, aber immerhin etwas. Sehr gründlich war ich nicht, da ich noch einige andere Orte erkunden wollte.

Der Pechblendekrümel:

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Einen besseren Messwert kann ich nicht anbieten, ich hatte es eilig:

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Hinter der Halde sieht der Wald aus wie die Mondoberfläche – nur etwas grüner  :)

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Zahlreiche Pingen sind hier zu finden, einige davon sind sogar recht tief. Da das aber mit der Kamera nie vernünftig darstellbar ist, hab ich nicht mal ein Foto davon gemacht. Hier könnte man sich auch noch mal etwas genauer umschauen, auch wenn ich nicht mit großen Funden rechnen würde.




III. Zweite Halde der Grube "Segen Gottes"

Wenn man dem Weg nicht weiter geradeaus folgt, sondern nach rechts abbiegt, also in nördlicher Richtung, dann kommt man zur zweiten Halde der Grube. Diese ist zwar etwas größer, jedoch habe ich hier kaum etwas finden können.

Bis auf etwas kontaminierte Erde gab es keine wirkliche Hotspots. Zumindest dort nicht, wo ich langgelaufen bin.

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Abschließend sei gesagt, dass das Gebiet radiologisch nicht übermäßig spannend ist. Wenn man aber ohnehin in der Gegend ist, oder in der Nähe Urlaub macht, kann man sich hier auf einen Spaziergang mit homöopathisch erhöhten Zählraten freuen. Allein die Landschaft ist es wert, ich bereue den Abstecher jedenfalls nicht. Bei genauerer Betrachtung lässt sich sicherlich noch mehr finden, zumindest ist der Ort hier schon mal dokumentiert.