Detektoren mit Photodioden für radioaktive Strahlung

Begonnen von stoppi, 18. Januar 2021, 16:12

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stoppi

Ich habe ja eine ganze Menge von unterschiedlichen Detektoren für radioaktive Strahlung. Zwei davon verwenden eine Photodiode (z.B. BPW34 bzw. BPX61) als Detektor. Entfernt man das Glasfenster der BPX61, so eignet sie sich sogar als Detektor für Alphastrahlen. Bei meinem Rutherford-Streuexperiment kommt eben diese Anordnung zum Einsatz...




stoppi

Hier noch die zweite Schaltung, welche in der Zeitschrift Elektor - November 2011 veröffentlicht wurde...

DG0MG

Liest man nicht manchmal, dass die Spannung an der in Sperrrichtung betriebenen Photodiode höher sein müsste oder könnte? So um die 20 Volt?
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

DG0MG

#3
Es gibt ja dieses japanische Produkt "Pocket Geiger", m.W. kurz nach Fukushima entwickelt.

Die erste Version hatte als Sensor 8 Photodioden BPW34, betrieben aus einer 9V-Batterie. Die Auswertung erfolgt über den Mikrofoneingang eines Smartphones und eine zugehörige App.

Die Version 5 hat eine FIRST SENSOR  X100-7 PIN-Fotodiode mit 100qmm Sensorfläche verbaut und scheint die Betriebsspannung aus dem USB-Anschluss des Smartphones zu beziehen.

Die Schaltpläne kann man sich hier anschauen: http://www.radiation-watch.org/2011/05/professional.html#emb

"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

NuclearPhoenix

Zitat von: DG0MG am 01. März 2022, 20:56Die Version 5 hat eine FIRST SENSOR  X100-7 PIN-Fotodiode mit 100qmm Sensorfläche verbaut und scheint die Betriebsspannung aus dem USB-Anschluss des Smartphones zu beziehen.
Das ist schon ein sehr cooles Teil, wenn auch recht teuer. Leider hat es aber eine sehr schlechte Effizienz ab knapp 100 keV, das ist sehr schade :(
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Da gibt es dann zum Beispiel ebenfalls von First Sensor eine Photodiode mit eingebautem CsI Szintillator (10 x 10 x bis zu 8 mm).

https://www.mouser.at/datasheet/2/313/X100-7_THD_3001447_3001448-1479696.pdf

etalon

Zitat von: NuclearPhoenix am 16. August 2022, 13:52Das ist schon ein sehr cooles Teil, wenn auch recht teuer. Leider hat es aber eine sehr schlechte Effizienz ab knapp 100 keV, das ist sehr schade :(

Naja, was erwartest du denn bei einem so dünnen Si-waver? Es hat schon Gründe, warum die Halbleiter in Gammadetektoren mit brauchbaren Wirkungsgraden im Hochenergetischen einige cm dick sind...

Grüße Markus

NuclearPhoenix

Zitat von: etalon am 16. August 2022, 16:12Naja, was erwartest du denn bei einem so dünnen Si-waver? Es hat schon Gründe, warum die Halbleiter in Gammadetektoren mit brauchbaren Wirkungsgraden im Hochenergetischen einige cm dick sind...
Ja stimmt schon. Hat mich nur trotzdem überrascht, dass man da so schnell bei unter 1% landet.

NoLi

Es gibt ein in Deutschland produziertes Fertiggerät mit 6 Stück BPW34, das RADRATE basic.
Der Gamma-Background-Rate liegt zwischen 1 cpm und 4 cpm.
Die Beta-Empfindlichkeit ist deutlich besser, für Sr-/Y-90 liegt sie bei ca. 5%.

Norbert

DG0MG

Es gibt auch eine Bastellösung von Oliver Keller, der am CERN beschäftigt ist. Ein Partikeldetector mit einer Phototdiode und die Impulsauswertung über eine USB-Soundkarte. Beim Chaos Computer Club hat er einen Vortrag darüber gehalten:

https://media.ccc.de/v/rc3-11546-measuring_radioactivity_using_low-cost_silicon_sensors#t=14


Die Projektseite: https://github.com/ozel/DIY_particle_detector
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!