Betaempfindlichkeit NaI

Begonnen von Peter-1, 10. Januar 2026, 12:33

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Peter-1

Noch ein gutes Neues Jahr !

Frage: wie kann ich mit Amateurmitteln feststellen ob, bzw. wie groß die Empfindlichkeit für Betastrahlen bei einem NaI-Kristall ist ? Geht das überhaupt mit "fast legalen" Mitteln  :unknw:

Grüße
Peter
Gruß  Peter

NoLi

Zitat von: Peter-1 am 10. Januar 2026, 12:33Frage: wie kann ich mit Amateurmitteln feststellen ob, bzw. wie groß die Empfindlichkeit für Betastrahlen bei einem NaI-Kristall ist ? Geht das überhaupt mit "fast legalen" Mitteln  :unknw:
Moin Peter.

In der Regel haben NaI-Detektoren eine relativ dünne Alu-Kappe, um auch geringe Photonenenergien messen zu können. Um die Beta-Empfindlichkeit zu testen, müsstest Du einen reinen Beta-Strahler, z.B. Sr-/Y-90, verwenden...wenn Dir das nicht möglich ist, darauf zurück zu greifen, käme noch Uranglasur in Betracht, obwohl das Pa-234m in ca. 0,16 % aller Pa-234-Zerfälle ein Photon mit 1001 keV emittiert.
Beta-Strahlung verursacht im NaI einen starken und verschmierten Compton-Untergrund.

Am besten ist eine 10 mm starke Kunststoffkappe um den Kristall.

Norbert

Peter-1

Nun ein kleiner Versuch zur Betaempfindlichkeit und meine Interpretation.

In 10mm Abstand zwischen einem Stück Uranglasur und der NaI-Oberfläche befindet sich einmal Luft, und dann Plexiglas.
Hintergrund = 17,2 CPS, BKG+Luft = 103,6 CPS, BKG+Plexi = 87,8 CPS.
Da auch Plexiglas etwas Gammastrahlen abschirmt wurde gerechnet dass zwischen den Linien Th234 von ~63 keV und ~93 keV eine Schwächung auf 80% - 82% stattfindet.
MSK Plexiglas aus NIST.
Rechenschritte:
(Plexi - BKG)/(Luft - BKG) = (87,8-17,2)/(103,6-17,2) = 0,82 = 82%

D.h. Die 10mm Plexiglas schwächen genau der theoretischen Gamma-Absorption. Ein Einfluß von Beta ist so nicht zu finden.

Oder mache ich einen groben Fehler?

Peter
Gruß  Peter