Marinelli-Becher

Begonnen von DG0MG, 27. Oktober 2021, 10:25

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Carcosa

Zitat von: Petroman am Gestern um 11:21Ich würde Text und Logos entfernen. Die sind für die meiste Drucker eine Herausforderung.
Ein "dicker" Zwischenraum kann man abfüllen mit 3mm Bleikugel zur Abschirmung.

Das mit den Bleikugeln gefällt mir, die Frage ist nur wieviel bringt das?
Welche Schichtdicken?

Hier mal eine Skizze:

NoLi

Zitat von: Carcosa am Gestern um 19:43Das mit den Bleikugeln gefällt mir, die Frage ist nur wieviel bringt das?
Welche Schichtdicken?
Für Bleikügelchen sollten es schon eine Schichtdicke von mindestens 2 cm sein.

Norbert

Carcosa

okay, an der engsten Stelle sind das 18mm....

das dauert ewig das Ding zu drucken  :o

Und das wäre 16kg Blei die da rein müssten, UFFF

Meine Frau dreht jetzt schon ihre Augen....

DL8BCN

Hat deine Frau Angst vor giftigem Blei :o

Petroman

#139
Leider kann ich das Bild hier im Forum nicht wieder benützen. (Ohne es auf meinen Rechner zu kopieren).
Währe schön wenn man auch Screendumps direkt benützen kann.


edit dg0mg: Man kann es auf diese Weise wiederbenutzen: [attach id=44761 width=450]Bild[/attach]

Wenn du dieser Etwurf einfach ein der Zwischenraum grosser macht und keinen Inhalt von Liter hast dann werde es schon besser.
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?action=dlattach;fs=409019;attach=44761;image

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Das letzte Entwurf sieht ziemlich komplex aus.

Sollte ein Marinelli nicht ein fest bestimmter Inhalt haben?
Grüssen aus Holland.

Carcosa

#140
Zitat von: DL8BCN am Heute um 12:09Hat deine Frau Angst vor giftigem Blei :o


....Angst vor meinen ausufernden Hobbies :-)

Zitat von: Petroman am Heute um 12:20Leider kann ich das Bild hier im Forum nicht wieder benützen. (Ohne es auf meinen Rechner zu kopieren).
Währe schön wenn man auch Screendumps direkt benützen kann.


Wenn du dieser Etwurf einfach ein der Zwischenraum grosser macht und keinen Inhalt von Liter hast dann werde es schon besser.
https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?action=dlattach;fs=409019;attach=44761;image

Das letzte Entwurf sieht ziemlich komplex aus.

Sollte ein Marinelli nicht ein fest bestimmter Inhalt haben?

....den M-Becher und alles andere kann man anpassen/skalieren. Ist ja erst mal nur ein generelles Konzept.

Das mit dem Volumen des M-Bechers: da wir ja eh nichts quantifizieren können (fehlende Effinzienzkalibrierung), kann das Volumen wahrscheinlich gerne krum sein.

NoLi

Zitat von: Petroman am Heute um 12:20...
Sollte ein Marinelli nicht ein fest bestimmter Inhalt haben?
Ja.
Wenn das Ergebnis des Messgerätes in Bq/g oder Bq/kg oder Bq/l ausgeworfen wird, dann müssen Gerätekalibrierfaktor, Bechergeometrie, Füllmenge und Probendichte aufeinander abgestimmt sein!!

Daher gibt es diese Marinelli-Becher mit diversen Maßen, damit der professionelle Anwender den richtigen Becher für seine Messanlage und Kalibrierung (mit Standard-Prüfstrahler) raussuchen kann: z.B. hier  https://www.nuviatech-instruments.com/de/produkt/marinellibecher/  oder hier  https://www.ezag.com/wp-content/uploads/2023/08/Isotrak_MarinelliBeakers_March2018_FINAL.pdf

Standard-Prüfstrahler für die Kalibrierung und für die quantitative Proben-Auswertungen: 
https://www.ezag.com/de/produkte/isotope-products/isotrak-calibration-sources/reference-sources/geometry-sources/nuclide-mixtures-ng1-to-ng6/

https://www.ezag.com/wp-content/uploads/2023/08/05_section_05_geometry_reference_sources_Update_Nov_19.pdf


Bei Eigenentwicklungen eines Marinelli-Bechers ist die Kalibrierung des Messgerätes für eine quantitative Auswertung die größte Herausforderung, weil die dazu benötigten Radionuklide in homogener Verteilung und bekannter Dichte vorliegen müssen (siehe Link "Geometrie Reference Sources" von EZAG, Punkte 6 + 7 auf Seite 72).

Norbert




Carcosa

ich wäre jetzt für meinen Teil ausdrücklich nicht professionell unterwegs, und möchte auch den Weg zur Quantifizierung über so eine Kalibrierung nicht einschlagen. Die Frage wäre auch ob man sowas mit einem handheld-device wie dem KC761 überhaupt machen kann??

@NoLi, danke für Dein Feedback, hier ein paar Anschlussfragen an einen Profi:

Also wenn man ,,nur" qualitativ unterwegs ist:

- was ist dann der Benefit vom Marinelli Becher: effektivere Messung, bessere Probengut Ausnutzung, Messen von Flüssigkeiten.....??
- ist dann die Becher Geometrie/Volumen so wichtig? Viel hilft viel (in gewissen Grenzen)?
- kann man qualitativ von einer Bleiummantelung profitieren? (saubere Spektren?)

NoLi

Zitat von: Carcosa am Heute um 14:11Also wenn man ,,nur" qualitativ unterwegs ist:

- was ist dann der Benefit vom Marinelli Becher: effektivere Messung, bessere Probengut Ausnutzung, Messen von Flüssigkeiten.....??
Genau alles Benannte, denn die Probe umfasst in einer fast 4-Pi-Geometrie den Detektor, daher eine bessere Messausbeute.

Zitat von: Carcosa am Heute um 14:11- ist dann die Becher Geometrie/Volumen so wichtig? Viel hilft viel (in gewissen Grenzen)?
Je mehr Volumen, desto mehr Probenmasse, desto mehr Radionuklid(e) in der Probe, desto mehr Nachweisempfindlichkeit. Dies gilt aber nur bis zu einer gewissen Menge; wenn die Menge zu groß wird, treffen die meisten Photonen nicht mehr auf den Detektor.

Zitat von: Carcosa am Heute um 14:11- kann man qualitativ von einer Bleiummantelung profitieren? (saubere Spektren?)
Der natürliche Strahlungshintergrund "Background" wird abgeschwächt, die Energielinien der nachzuweisenden Radionuklide treten deutlicher hervor.

Norbert

Carcosa

danke Dir vielmals!

Dann hake ich das mit der Quantifizierung für mich und mein kleines 3D Drucker-Projekt mal ab und konzentriere mich auf die Probleme beim Druck, der Stabilität des Materials und ob und wie man das mit dem Bleimantel machen kann ohne dass der Postbote einen Bandscheibenvorfall bekommt.

Bleikugeln sind auch gar nicht mal so billig, 7-10.-€/kg :-/