Digitalzähler DZ-4

Begonnen von Lucky, Heute um 00:27

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Lucky

Und schon lege ich mal los: Kennt jemand aus der Runde den Digitalzähler DZ-4. Er ist von der Bauakademie der DDR, Institut für Industriebau. Wenn ja, kann mir dann mal einer erklären, wofür dieser verwendet wurde? Er liefert an seinem grossen, runden Stecker in der Mitte(PIN7) eine Hochspannung, bei der auch mein 1kV-Messgerät scheitert, da die Spannung wohl zusammenbricht beim Messen. Ansonsten liegen da noch Masse(PIN1), ein Zählereingang, abgeschirmt(PIN2), +12V(PIN3) und 350V/PIN6). Er scheint ein reiner Impulszähler für Strahlung zu sein, da er keine aufgedruckt hat. Ich möchte ihn aber gern als Geigerzähler mit Kalibrierunbg verwenden.

exicator

Guten Morgen Lucky,
... den DZ-4 kenne ich leider nicht.
Interessant finde ich die Verwendung des Batteriefachs vom RAM-II und die DDR Standard Buchse für Sonden der Kernstahlen-Messtechnik ...
Lässt sich eine solche Sonde z.B. 72016 direkt daran anschließen?
Morgendliche Kaffee unterstützte Grüsse
Ralf

Radioquant98

Das ist das komplette Gehäuse mit Batteriefach vom RAM II.

Es lassen sich bestimmt, wie Ralf schreibt, alle MKD-Sonden anschließen.

Wenn sich auch Szintisonden damit betreiben lassen sollen, was ich denke, darf die HV bei 10M Ohm Last nicht zusammbrechen.
Eventuell ist da was defekt.

Es wird wohl nur Impulse zählen können. Umrechnen mußt Du dann selber.

Schraube es doch mal auf. Innen sieht man mehr.

Viele Grüße
Bernd

DL8BCN

Spannungsmessungen bei Hochspannungsschaltungen muss man immer sehr  hochohmig machen mit einem Hochspannungstastkopf.
Mit einem normalen Digitalvoltmeter geht das nicht. Die Spannung bricht dann normalerweise zusammen.

Radioquant98

Zitat von: DL8BCN am Heute um 11:45Spannungsmessungen bei Hochspannungsschaltungen muss man immer sehr  hochohmig machen mit einem Hochspannungstastkopf.
Mit einem normalen Digitalvoltmeter geht das nicht. Die Spannung bricht dann normalerweise zusammen.


Das hängt aber von der Schaltung und Verwendung ab.
Bei universeller Verwendung muß die HV stabilisiert werden. Eine professionelle Szintisonde hat schnmal durch den Dynodenteiler eine Last von reichlich 20M Ohm (VA-S 968). Dagegen braucht eine Zählrohrsonde nur µ-Ampers.

Viele Grüße
Bernd

Lucky

Vielen Dank erstmal für Eure Antworten. Ja, das Gehäuse ist wie das vom RAM II aber ich denke, man hat das gehäuse genommen, weil es sich bewährt hat, Robustheit und so. Zu diesem Zähler ist im Netzt leider  mal so gar nichts zu finden. Aufgeschraubt habe ich ihn schon, Fotos kann ich noch einstellen. Wie gesagt/geschrieben, der Zähler funktioniert soweit, Impulse am PIN 2 der Buchse werden gezählt und auch die Zeitbasis funktioniert, Stop nach eingestellter Zeit. Wenn die RAMII-Sonden genutzt werden können, dann macht die HV in der Mitte Sinn und die 350V an PIN 6 wären dann für eine Zählröhre. PIN-Dioden wären dann auch möglich, da auch +12V an der Buchse anliegen. Allerdings wären sowohl für Röhre als auch PIN-Dioden eine Ladungsverstärker nötig, für längere Leitungen zum Sondenkopf. Ich hätte da eine Idee mit dem OPA111.
Ich werde mal versuchen, die Spannungsversorgung zu rekonstruieren, falls nicht doch noch Jemand noch Unterlagen findet. Das IRS(Leibnitz-Institut) verwaltet die ganzen Unterlagen der ehem. Bauakademie. Die habe ich schon angefragt aber noch keine Antwort erhalten.

Liebe Grüsse in die Runde

Radioquant98

Die RAM II Sonde kann hier nicht genutzt werden, hat auch einen anderen Steckverbinder - https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php/topic,2052.30.html  - Beitrag 37.

Die HV hat einige Transistoren und ist sicherlich stabilisiert - so meine Vermutung.

Viele Grüße
Bernd