Die Referenzflächen der WISMUT Reust bei Ronneburg

Begonnen von DG0MG, 30. Juni 2022, 14:32

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NoLi

Zitat von: Peter-1 am 28. Juni 2026, 10:11Im Mai 2024 hatte ich nach Spektren der 3 Felder gefragt, aber die Frage ist untergegangen. Also nochmal, wo finde ich die Spektren? Das BfS hat doch sicher schon X-mal gemessen.

Tropische Grüße
Peter
Moin Peter.

Guckst Du mal in diesen umfangreichen Bericht des BfS:  https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2015111813780/3/BfS-SW-20-15_ISIGAMMA2005-Gesamt_151120.pdf

Heiße Grüße
Norbert

Peter-1

Hallo Norbert,

danke für die heißen Grüße. Jetzt habe ich reichlich zu lesen.

Im Freien 38°C , Wohnzimmer 26°C, Arbeitszimmer 30,5°C.
es reicht !

Peter
Gruß  Peter

NoLi

Ha, ist ja fast wie bei uns hier:
Um 16:12 Uhr: Im Freien 38 Grad, im Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Schlafzimmer, Bad 32 Grad. :heat:

Über die Messflächen in Reust gibt es, außer in diesem Bericht und hier im Forum, leider wenig Informationen.

Norbert

NoLi

https://doris.bfs.de/jspui/bitstream/urn:nbn:de:0221-2015103013753/1/BfS-Leitstellenbericht-2014.pdf

Bestimmung der Ortsdosisleistung (ODL) in Bereichen natürlicher Radioaktivität - 20 Jahre Ver-
gleichsmessungen unter internationaler Beteiligung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

(Seite 16 - 19)

Zitat:
"Die Referenzwerte2 der Umgebungsäquivalentdo-
sisleistung H*(10) und der Photonenäquivalentdosis-
leistung Hx werden vom BfS am jeweiligen Messtag
(bei Wetteränderungen auch mehrfach) mittels einer
Mitteldruck-Ionisationskammer bestimmt, die über
Normaldruck-Ionisationskammern an das Primärnor-
mal der PTB angeschlossen ist.
Die Gesamtdosisleistungen über der jeweiligen
Messfläche variieren in Abhängigkeit von den Wet-
terbedingungen und vom Radon-Gehalt der Luft für
den Zeitraum 1999 - 2014:
MF 1: H*(10) = 59 ..... 102 nSv/h
MF 2: H*(10) = 182 ..... 232 nSv/h
MF 3: H*(10) = 768 ..... 818 nSv/h

1 Dennoch erweitern diese Kalibriervergleiche nicht
den Gültigkeitsbereich der Eichung!
2 Der Wert für H*(10) darf aus dem Wert für Hx in ter-
restrischen Strahlungsfeldern durch Multiplikation mit
dem Faktor 1 errechnet werde, so dass die in
Deutschland noch verbreitete Messung von Hx keine
Probleme bezüglich der Angabe des Wertes in der in-
ternational üblichen Dosisgröße H*(10) bereitet.
"

Norbert

DG0MG

Zitat von: Peter-1 am 28. Juni 2026, 10:11Also nochmal, wo finde ich die Spektren? Das BfS hat doch sicher schon X-mal gemessen.

Das BfS misst auf den Flächen mit verschiedenen Hochdruck-Ionisationskammern.
Tatsächlich ist das ein Versäumnis, nicht mal ein einziges Spektrum mit dem RadiaCode gespeichert zu haben. Zusätzlicher Aufwand wäre es nicht gewesen, aber ich habe keins. Die Fokussierung liegt immerhin auf der Dosisleistung.
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

NoLi

Da die Dosisleistung der Messflächen immerhin auch abhängig vom Radongehalt der Boden- und Umgebungsluft ist, schwankt die Intensität der Gammaspektrum-Zusammensetzung je nach Temperatur und Luftdruck und ist daher von sekundärer Bedeutung.
Daher bestimmt das BfS auch täglich die Dosisleistung zusammen mit den Wetterdaten, bei Messbetrieb und Bedarf auch mehrfach täglich.

Norbert

DL3HRT

Zitat von: DG0MG am Heute um 13:21Tatsächlich ist das ein Versäumnis, nicht mal ein einziges Spektrum mit dem RadiaCode gespeichert zu haben. Zusätzlicher Aufwand wäre es nicht gewesen, aber ich habe keins. Die Fokussierung liegt immerhin auf der Dosisleistung.

Dem muss ich mich leider anschließen. Im nächsten Jahr hole ich das nach, versprochen.

Ich habe die Spektren nicht für so wichtig erachtet, denn auf Fläche #2 liegt Haldenmaterial und auf Fläche #3 befinden sich die Tailings, mit Bitumenbahn abgedeckt. Da sowohl das Haldenmaterial als auch die Tailings aus der Region stammen, ist nichts anderes als ein Uran-Radium-Spektrum zu erwarten. Bei den Tailings ist der größte Teil des Urans extrahiert. Es dominieren hier Radon und seine Töchter.