Exkursion nach Jachymov

Begonnen von DL3HRT, 25. November 2018, 19:02

⏪ vorheriges - nächstes ⏩

Lennart

Ohne HPGe-Spektrum werden wir aber nicht sicher sagen können, ob es sich um Natururan, oder ausschließlich Ra-226 handelt.

Radiohörer

#181
Zitat von: Peter-1 am 30. Mai 2026, 11:2090 Gramm / 50 Gramm = 1,8  , 327 CPS / 181 CPS = 1,8  , ich staune !
2 unterschiedliche Orte und doch so viel Übereinstimmung !
..also doch 2x Natururan, da ich mir nicht vorstellen kann, dass jemand aus Jachimov seine "Abfälle" in der Oberpfalz entsorgt ;)
Oder wars die erste Probe aus Tschechien, die vorab zur Aufarbeitung in die "künftige WAA" geliefert und dann still und heimlich entsorgt wurde :unknw:
 
@Peter-1: kannst Du bitte auch noch das Spektrum der Probe nördlich Behrigersdorf einblenden.

exicator

Halo Lennart,
... ich habe eine Probe von "Rudi" der Hundsbühler Erde und wenn ich zum Tag d. o. Tür d. Wismut in Königstein am 27.06.26 ein paar Gramm der Erde aus Jachymov bekommen, überprüfe ich das gerne auf dem HPGe.
Grüsse an die HPGe-Fraktion
Ralf

Lennart

Klar, ich bringe Dir was mit.

stsch69

Hallo,

hier noch ein Spektrum einer Probe von Lennart mit dem HDS-101 (1070 Sekunden Messzeit).
Ra226 hat das Gerät nach ca. 150 Sekunden identifiziert.

VG
Steffen

Peter-1

Auf besonderen Wunsch  ;D
ein Vergleich der Bodenproben.
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.
Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Peter
Gruß  Peter

DL3HRT

Mit dem Gammaspektrometer habe ich die Erde noch nicht gemessen. Ich habe sie erst einmal getrocknet, da das Wasser nur stört und die organischen Bestandteile am Ende noch faulen oder schimmeln.

Ein schneller Test mit dem AlphaHound zeigt neben Gamma- und Beta- auch eine schwache Alpha-Aktivität.

DL3HRT

Wie kann man rausbekommen, ob es sich bei dem strahlenden Material um Rohstoff (Pechblende) oder Abfall (Tailings) handelt? Bei den Tailings ist der größte Teil Uran raus, der Rest aber noch drin. Im Gammaspektrometer gibt das sicher keinen großen Unterschied.

exicator

Hallo,
Hallo Lennard,
... wie abgesprochen ein Ergebnis (Spektrum) der Bodenprobe (#7) aus Jachymov.
Die Probe habe ich in der Sonne gut 2h getrocknet, den Skelet- u. Biomasse Anteil mit einem Sieb (4 mm²) abgetrennt und die "Feine"-Fraktion mit Hilfe eines Siebes mit einer Maschenweite von 0,9 mm² gewonnen. Es sind ca. 15g geworden, diese habe ich in einer Folientüte direkt auf dem Detektor (Canberra GC2518) 3600s lang gemessen.

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

Um eine Aussage treffen zu können, ob es sich um "Pechblende" die im radioaktiven Gleichgewicht steht, oder ob es sich um "Reste" z.B. aus der Uranfarbenproduktion handelt, habe ich mir den Bereich des Spektrums bei 1001 keV angesehen. Dort hätte Pa-234m einen Peak, was auf die Anwesenheit von Uran schließen lassen würde ...

Sie dürfen in diesem Board keine Dateianhänge sehen.

... bei 1001 keV ist nicht wirklich ein Peak sichtbar. Das Ra-226 und das U-235 liegen mit ihren Peaks energetisch so weit beieinander, dass sie auch, wenn sie beide in der Probe sind, mit einem HPGe-Det. nicht als getrennte Peaks darstellbar sind.
Ich würde, mit aller Vorsicht, die Probe #7 in den Bereich "Reste" einordnen.
Gerne Hinweis, Fragen oder was auch immer ...
Grüsse an ALLE und besondere Grüsse an die HPGe-Fraktion (;-).
Ralf