Ukrainer finden erneut Uran in russischen Drohnentrümmern.

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NoLi

"Warnung vor Strahlung
Ukrainer finden erneut Uran in russischen Drohnentrümmern


Freitag, 24.07.2026, 10:32

An mehreren Einschlagorten in Tschernihiw fanden Ermittler radioaktive Drohnenteile. Die Behörden warnen vor Kontakt mit Trümmern.

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben in sechs weiteren russischen Angriffsdrohnen Uran gefunden. Betroffen sind Geran-2-Drohnen, die zwischen April und Juni in der Region Tschernihiw eingeschlagen waren- Das teilte der Inlandsgeheimdienst SBU auf Telegram mit.

An einzelnen Trümmerteilen stellten Ermittler eine Strahlung von bis zu 24 Mikrosievert pro Stunde fest. Das ist rund 80-mal mehr als die übliche natürliche Strahlung in der Umwelt. Die Region Tschernihiw liegt im Norden der Ukraine und grenzt sowohl an Russland als auch an Belarus.
Ukrainer finden erneut Uran in Geran-2-Drohnen

Nach Angaben des SBU wurden die Funde an mehreren Einschlagorten dokumentiert. Ermittler des Dienstes untersuchten dort gemeinsam mit Fachleuten des Katastrophenschutzes die Trümmer und die Sprengköpfe. Dabei registrierten sie Gammawerte zwischen 8,3 und 24 Mikrosievert pro Stunde. Als zulässige sanitäre Norm nannte der SBU 0,3 Mikrosievert pro Stunde.

Die ukrainischen Behörden sprechen von einem wiederkehrenden Muster. Bereits im Mai war in der Nähe von Tschernihiw ein Sprengkopf einer Geran-2-Drohne untersucht worden. Schon damals wurden darin Schlagelemente aus abgereichertem Uran gefunden. Das Material wird wegen seiner hohen Dichte in Munition eingesetzt. Nun meldet der Geheimdienst sechs weitere Fälle.
R-60-Raketen als Teil der Bewaffnung

Den Angaben zufolge montiert Russland auf Geran-2-Drohnen ältere sowjetische R-60-Luft-Luft-Raketen. Das Uran befindet sich in den Gefechtsköpfen dieser Raketen. Damit werden die Drohnen nicht nur für Angriffe auf Bodenziele eingesetzt. Sie könnten auch ukrainische Flugzeuge und Hubschrauber angreifen, die anfliegende Drohnenschwärme abfangen.

In einer forensischen Untersuchung identifizierten Experten laut SBU nukleares Material in den Sprengköpfen als Uran-235 und Uran-238. Die sichergestellten Kampfmittel seien entschärft worden, berichtet das Nachrichtenportal ,,Euromaidan Press".

Ukraine warnt Bevölkerung vor radioaktivem Staub

Die Behörden warnten die Bevölkerung, Trümmer von Drohnen, Raketen oder anderer Munition nicht anzufassen, nicht zu bewegen und sich ihnen nicht zu nähern. Bürger sollten Abstand halten und Funde melden.

Als größte Gefahr gelten beschädigte oder verbrannte Munitionsreste. Sie können radioaktiven Staub freisetzen, der für Menschen und Umwelt gefährlich ist. Intakte Fragmente senden zwar ebenfalls Strahlung aus, das größere Risiko geht laut der Darstellung von Staubpartikeln und der Giftigkeit des Schwermetalls aus.

Ein Wert von 24 Mikrosievert pro Stunde gilt an Trümmerteilen deshalb als gefährlich für Menschen, die länger damit in Kontakt kommen. Eine kurze einzelne Exposition liegt jedoch deutlich unter einer Dosis, die akute Strahlenschäden auslöst."
(Quelle, mit Video und Bild:  https://www.focus.de/politik/ausland/die-ukraine-hat-in-6-weiteren-russischen-drohnen-uran-gefunden-die-gemessenen-strahlungswerte-lagen-bis-zu-80-mal-ueber-dem-hintergrundwert_27a96766-891f-4b2c-a184-6c01af39bc4b.html)



"Beunruhigender Fund in Tschernihiw
Ukrainische Ermittler finden Uran-Spuren in russischer Rakete


Freitag, 22.05.2026, 08:01

In der Region Tschernihiw haben ukrainische Ermittler Raketenteile mit erhöhter Strahlung entdeckt. Russland könnte dabei auf Komponenten aus abgereichertem Uran gesetzt haben.

In der nordukrainischen Region Tschernihiw haben Spezialisten nach einem russischen Angriff Teile einer R-60-Luft-Luft-Rakete untersucht. Dabei maßen sie eine deutlich erhöhte Strahlung. Das berichtet der ,,Kyiv Independent" unter Berufung auf den ukrainischen Geheimdienst SBU.

Nach Angaben des SBU war die Rakete auf einer modifizierten Geran-2-Drohne montiert. Sie soll gegen ukrainische Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt worden sein, die an Luftabwehr-Einsätzen beteiligt waren. Der Geheimdienst erklärte laut ,,Kyiv Independent", die Strahlung stamme von Komponenten aus abgereichertem Uran. Genannt werden dabei Uran-235 und Uran-238.

Messwerte in Tschernihiw und Sicherung der Fundstelle

Abgereichertes Uran ist ein Nebenprodukt der Urananreicherung. Nach Angaben der genannten Quellen ist das Material besonders dicht. Deshalb wird es in Munition eingesetzt, die schwere Panzerungen durchdringen soll. Abgereichertes Uran ist nicht nur radiologisch, sondern auch chemisch problematisch, weil es ein Schwermetall ist.

Das ukrainische Fachportal ,,Defense Express" berichtet, an den Trümmern seien etwa 12 Mikrosievert pro Stunde gemessen worden. Übliche Hintergrundwerte lägen bei 0,1 bis 0,2 Mikrosievert pro Stunde. Für einen kurzen Kontakt gilt das in der Regel nicht als akut gefährlich – kritisch wird es vor allem bei längerem Aufenthalt oder wenn belasteter Staub eingeatmet wird. Laut SBU sicherten Katastrophenschutz und Armee gemeinsam die Gefahrenstelle und den Gefechtskopf. Anschließend brachten sie das Material in ein Lager für radioaktive Abfälle.

Zerstörter Panzer in Tschernihiw
Eine modifizierte Geran-2-Drohne soll laut SBU die R-60-Rakete getragen haben. Igor Burdyga/DW
Hinweise auf bekannte Waffensysteme mit abgereichertem Uran

,,Defense Express" warnt, beschädigte oder verbrannte Munition könne radioaktiven Staub freisetzen. Das erhöhe die Gefahr an Orten, an denen Trümmer offen liegen bleiben. Konkrete Angaben zu einer Ausbreitung über die Fundstelle hinaus gibt es aktuell nicht.

Das Portal schreibt außerdem, dass abgereichertes Uran in einzelnen sowjetischen oder russischen Waffensystemen schon länger vermutet oder dokumentiert werde. Genannt werden bestimmte Varianten der R-60M und R-60MK sowie Panzergranaten wie ,,3BM32 Vant" und ,,3BM59 Svinets-1". Ob der Fund in Tschernihiw auf ältere Bestände oder auf neu angepasste Waffen hinweist, bleibt nach den vorliegenden Informationen offen."
(Quelle: https://www.focus.de/politik/ausland/erhoehte-strahlung-gemessen-ukraine-findet-uran-spuren-in-russischer-rakete_2fdecd94-2e7d-4942-8180-faabe963dc0e.html)

Norbert