RadiaCode-101 (радиакод-101, RadiaCode-102, RadiaCode-103)

Begonnen von DG0MG, 13. Februar 2021, 17:19

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Lennart

Ich sehe absolut keinen Grund, warum da irgendetwas Lichteinfall begünstigen sollte. Es hat sich doch an der Kapsel und dem Verschluss nichts geändert. Die riesige Silikondichtung verhindert seitliche Lichteinstrahlung.

Ja, der Deckel der Kapsel ging recht schwer auf.

Was man auf der spiegelnden Fläche sieht ist nur optisches Gel. Damit waren sowohl die Oberfläche des SiPM komplett benetzt, wie auch die freiliegende Kristallfläche. Die "raue" Oberfläche der Dichtung soll vermutlich – zusammen mit dem Öl – eine absolut lichtundurchlässige Verbindung ermöglichen.

Zitat von: DG0MG am Gestern um 21:05Also: Es fehlt kein Anschluss.

Gott sei Dank ist nichts abgebrochen  :)

Radiohörer

...kann Bild https://www.geigerzaehlerforum.de/index.php?action=dlattach;fs=30574;attach=49198;preview;image nicht einfach dass Spektrum des Lichts oder der Lampe sein, dass im Augenblick der Aufnahme des Spektrums auf den SiPM eingewirkt hat? Warst Du drinnen oder draußen?

TritiumLicht

Hallo Lennard,
Deine Fotos sind echt super. Danke dafür, man kann sehr viel erkennen.

Ich dachte zuerst, der 0402 MLCC dient der Filterung der Kathodenspannung der SiPM, wie in einer AppNote zur Diode vorgeschlagen. Man sieht aber deutlich, daß er parallel an den Halbleiter angeschlossen ist. Also ein Bulk-C, vmtl 100nF. Und das sagt wiederum aus, daß der Halbleiter diesen C benötigt, also ein CMOS-Bauteil sein wird. Ich unterstütze daher die Vermutung, daß dies ein digitaler Temperatursensor ist, vmtl mit I2C Interface.
Part Marking B, das wird eine harte Nuß. Die Sensoren, die ich auf die schnelle gefunden habe, tragen ein Q oder ein L, die sind es also nicht. Und KI gibt immer nur hartnäckig falsche Antworten.
Wie @DG0MG geschrieben hat, hat die SiPM-Diode nur 3 Anschlüsse, auch wenn 4 Pins am Leadframe vorhanden sind: K, A, Fast-Out und NC. Der nicht gebondete ist der NC Pin. Die Teile, die ich vom Disti erhalten habe, sehen identisch aus.
Mit dem Temperatur-Sensor macht dann auch das kundenspezifische Polymid-Kabel Sinn, denn außer A-Diode, K-Diode, GND sind dann auch die 4 Leitungen des Sensors anzuschließen.

Ich denke auch nicht, daß etwas abgebrochen ist. Nach dem Sturz scheint die mechanische Fixierung verloren geganen zu sein, und damit die konstante Kopplung Diode-Kristall. Da man keinerlei Spuren einer Verklebung oder Verschweißung erkennen kann, frage ich micht, wie der Hersteller das Problem gelöst hat. Scheinbar nur durch die Verrastung in der Kunststoff-Dose?

Wenn man die Fixierung selbst nicht wieder herstellen kann, wäre der nächste Schritt also die Frage nach kompletten Box als Ersatzteil - ob die das anbieten wollen?

Lennart

Das Spektrum ist bei geöffnetem Gerätegehäuse entstanden, da hatte ich die Detektorkapsel aber noch nicht geöffnet. Ja, das war innen und in der Nähe heller Lampen. Ich würde dem Spektrum keine große Bedeutung beimessen. Im Normalfall ist die Detektorkapsel zusätzlich im Gerätegehäuse eingeschlossen, was relativ dickwandig, schwarz und fest verschlossen ist. Das Gerätedisplay kann nur > 400 Mikrosievert pro Stunde anzeigen, deshalb wollte ich nur mal sehen, wie das Spektrum aussieht.

DG0MG

Nochmal eine Nachfrage zum Ursprungsbeitrag:

Zitat von: Lennart am 12. Oktober 2026, 17:50Das ist bisher auch so geblieben, nach jedem Neustart tickert es wie verrückt und es werden Maximalwerte angezeigt.

Es tickert also wie verrückt und auch das oben gezeigte "komische" Spektrum wird geschrieben, wenn KEIN Strahler in der Nähe ist?

Da kann eigentlich nicht nur ein auf dem SiPM verrutschter Kristall daran Schuld sein.
rgendwas muss die Impulse ja produzieren. Wenn wir dabei bleiben: Es ist was mechanisches, es ist kein Fremdlicht. Könnten die Impulse vom I2C des Temperatursensors kommen, weil durch das Verrutschen des Kristalls eine Brücke/Kurzschluss  entstanden ist?

Edit:
Okay, wenn das Außengehäuse nicht mehr geschlossen war, würde ich auch Fremdlicht nicht ausschließen.
"Bling!": Irgendjemand Egales hat irgendetwas Egales getan! Schnell hingucken!

Lennart

So ganz sicher war ich mir nicht mehr, was genau nach dem Herunterfallen passiert ist. Vorhin kam ich auf die Idee mal nachzuschauen, ob ich das nicht gefilmt habe... tatsächlich!

https://www.youtube.com/watch?v=AsW6a6jJ14g

Das Video startet direkt nach dem Malheur, als ich das Gerät aufhebe. Die Dosisleistung liegt bei 0 µSv/h.
Ich schalte das Gerät aus und wieder ein. Die Dosisleistung wird angezeigt, ist aber zu gering und fängt an, weiter abzufallen. Danach packe ich das Gerät weg und mache mit dem 102er weiter.

Irgendwann vor Ort, ohne es zu filmen, habe ich das Gerät wieder angeschaltet. Da tickerte es wie verrückt und zeigte Maximalwerte. Danach habe ich es erst zuhause wieder angeschaltet, mit dem gleichen Resultat.

Selbst wenn das Spektrum durch Lichteinfall beeinträchtig worden ist, weil das Gerätegehäuse zu diesem Zeitpunkt offen war, so waren die Maximalwerte schon lange vorher da.

NoLi

Den akustischen Zählimpulsen im Video nach arbeiten Kristall und SiPM dort noch normal. Hat der RC-102 auch so ähnlich getickert (natürlich etwas weniger, weil der Kristall kleiner ist)?


Norbert

Lennart

An der Stelle misst man 0,3 µSv/h, das sah man vorher im Videomaterial. Was da im Hintergrund tickert, ist der Raysid. Du siehst, oder besser gesagt hörst, wie das Tickern anhält, obwohl ich den 110er ausschalte.

TritiumLicht

Der Halbleiter "B" ist ein Sensirion I2C Temperatursensor der STS4x Serie.
Der eingelaserte Buchstabe A, B oder C gibt die I2C Adresse an.
Ob es nun ein STS4L (0.4°C Temp Fehler), ein STS40 (0.2°C) oder ein STS41 ("best") ist, läßt sich nicht erkennen.
Wieder was gelernt, 0.2°C ist ein super Wert, und die Dinger sind bezahlbar. (Muss mir gleich mal welche bestellen :) )